Mit regelmäßigen Wasserstandsmessungen im Wittdüner Dünengebiet werden die Pflegemaßnahmen der letzten Jahre überwacht und so der langfristige Erfolg der Maßnahmen zum Schutz der Lebensraumbedingungen für die Kreuzkröte sichergestellt.

Wiederherstellung und Erhalt des Lebensraums der Kreuzkröte
Im Wittdüner Dünengebiet wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt, um feuchte Dünentäler wiederherzustellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Kreuzkröte, die ihren natürlichen Lebensraum in sandigen und vegetationsarmen Landschaften findet. Kaum vorstellbar, dass eine Kröte mitten im Dünengebiet heimisch ist – doch genau dort findet sie ideale Bedingungen.
Entscheidend für das Überleben der Kreuzkröte ist jedoch das Vorhandensein von Wasser während der Laichzeit von April bis Mai. Deshalb wurden die feuchten Dünentäler von Gehölzen befreit, der offene Keimboden für seltene und charakteristische Arten dieser besonderen Biotope wiederhergestellt und einzelne Täler zusätzlich vertieft, damit sie länger Wasser führen können.

17 Pegel zur Kontrolle der Wasserstände
Um sicherzustellen, dass den Kreuzkröten während der Laichzeit ausreichend Wasser zur Verfügung steht, werden die Wasserstände im Gebiet regelmäßig kontrolliert. Die Messungen finden ganzjährig in einem Abstand von etwa zwei Wochen statt.
Dafür wurden insgesamt 17 Pegel in ausgewählten Dünentälern installiert. Mit ihnen können sowohl die Wasserstände an der Oberfläche als auch im Boden gemessen werden. Die Pegel bestehen aus einem blauen Kunststoffrohr, das bis zu 1,5 Meter tief in den Boden eingelassen wurde.
Die Messungen erfolgen mithilfe eines sogenannten Lichtlots, einer Sonde an einem Maßband, die beim Kontakt mit Wasser ein Signal abgibt. Die ermittelten Messwerte werden anschließend mit dem Geländemodell abgeglichen. Weitere Punkte in den Dünentälern wurden eingemessen, um die Wasserstände auch für andere Standorte berechnen zu können. Zudem werden die Dünentäler von den Pegelstandorten aus fotografiert, um sowohl die Entwicklung der Wasserflächen als auch der Vegetation zu dokumentieren.

Erhalt günstiger Lebensbedingungen
Sollte sich zeigen, dass einzelne Täler bereits frühzeitig austrocknen, können durch weitere Pflegemaßnahmen Anpassungen vorgenommen werden, um die Lebensbedingungen langfristig zu verbessern.
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