Volles Haus beim Amrumer Shantychor

 

Großer Andrang beim Sommerkonzert des Amrumer Shantychors: Rund 250 Besucher sorgten für ein voll besetztes Gemeindehaus in Norddorf. Mit mitreißenden Shantys, begeistertem Publikum und mehreren Zugaben wurde der Abend zu einem vollen Erfolg – sogar einige Gäste mussten wegen Platzmangels abgewiesen werden.

Shantychor vor vollem Haus. Foto: Jonas Göpfert

Einen Tag nach dem kalendarischen Sommeranfang hat der Amrumer Shantychor mit einem bombastischen Indoor-Sommerkonzert in Norddorf sein Publikum erfreut.
In nahezu voller Stärke begeisterten die 19 Chormitglieder von Anfang an ihre Gäste, erklärten die vorgetragenen Shantys und Seemannslieder und forderten das Publikum an vielen Stellen erfolgreich zum Mitsingen auf. Echte Arbeitslieder wie „Hanging Johnny“ oder „Haul Away Joe“ wechselten sich mit Liedern ab, die vom harten Leben der Seeleute erzählen, wie „The Wellerman“ oder „Five o’Clock in the Morning“. Klassiker wie „All for My Grog“, „John Kanaka“ oder „What Shall We Do with a Drunken Sailor“ fehlten ebenso wenig wie „Junge, komm bald wieder“.

Das Konzert bereitete allen Beteiligten – Zuschauern wie Chormitgliedern – großen Spaß. Dies spiegelte sich auch im Inhalt der am Ende herumgereichten Spendentöpfchen wider und machte natürlich mehrere Zugaben erforderlich.

Der Amrumer Shantychor ist seit vielen Jahren ein fester kultureller Bestandteil der Insel. Eine Besonderheit ist, dass der Chor seit seiner Gründung im Jahr 1994, also seit 32 Jahren, auch weibliche Mitglieder in seinen Reihen hat. Dies trägt sicherlich ebenfalls zu seiner großen Beliebtheit bei.
Eine Umfrage unter dem Publikum zeigte, dass sich unter den rund 250 Zuschauern einige als „Wiederholungstäter“ bezeichnen konnten. Der überwiegende Teil waren jedoch „Neulinge“, die sich während der Vorstellung zu echten Shantychor-Fans entwickelten. Mit dieser großen Zahl an Zuschauerinnen und Zuschauern waren die Kapazitäten im Gemeindehaus restlos ausgeschöpft, sodass leider sogar einige Besucher abgewiesen werden mussten.

Michael Hoff, Veranstaltungsleiter der Amrum Touristik und selbst Chormitglied, freute sich mit dem Chor über das riesige Interesse an der kostenlosen Veranstaltung, bedauerte zugleich jedoch, dass nicht alle Gäste in den Saal gelassen werden konnten: „Ein ausverkauftes Haus beim Amrumer Shantychor ist natürlich ein Riesenerfolg – auch für uns als Veranstalter. Der Andrang war tatsächlich noch größer, aber leider konnten wir aus Sicherheitsgründen nicht noch mehr Zuschauer einlassen und mussten deshalb sogar Besucher abweisen, die das Konzert ebenfalls gerne gesehen hätten.“

Chorleiter Rüdiger Sokollek. Foto: Peter Totzauer

Auch Chorleiter Rüdiger Sokollek zeigte sich hochzufrieden: „Ich bin stolz auf den besten Shantychor von Amrum! Und ein riesiges Dankeschön geht an das fantastische Publikum, das uns zu dieser Höchstleistung motiviert hat. Schade, dass einige Besucher abgewiesen werden mussten. Vielleicht sollte auf Amrum eine eigene ‚Shantychorhalle‘ gebaut werden, damit noch mehr Fans in den Genuss unserer Konzerte kommen können.“

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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