Die Alte Post ist enthüllt – eine kurze Übersicht über Amrums Dauerbaustellen

Nach Monaten hinter Planen zeigt sich die „Alte Post“ auf Amrum in neuem Gewand. Während dort deutliche Fortschritte sichtbar sind, nehmen auch andere Bauprojekte Fahrt auf – doch nicht überall geht es voran.

Monatelang war die „Alte Post“ Christo-ähnlich verpackt (Amrum News berichtete). Jetzt ist sie entkleidet, und man erkennt deutlich, dass offensichtlich ein großer Fortschritt bei den Renovierungsarbeiten gelungen ist.

Im Juli 2023 wurde festgestellt, dass gravierende Mängel an dem Gebäude vorlagen, die zu einer sofortigen Räumung aller Bewohner zwangen. Lange Zeit wurde gerätselt, wie es mit der Alten Post weitergehen würde – Abriss oder Instandsetzung –, bis schließlich im Mai 2025 von der Eigentümergemeinschaft mitgeteilt wurde, dass das auch „Keksdose“ genannte Gebäude saniert werden würde.
Seitdem wurde hier fleißig, zumeist hinter großflächigen Abdeckungen, gearbeitet. Phasenweise waren die Abdeckplanen vom Wind eingerissen, großartige Einblicke in das Baugeschehen konnten jedoch nicht gewonnen werden. Nun zeigt sich jedoch ein völlig anderes Bild als noch vor drei Jahren.
Von der unansehnlichen, „keksdosenartigen“ Verblendung ist nichts mehr zu sehen. Aktuell ist die Fassade einheitlich grau. Viele Fenster und Türen sind bereits eingebaut, und auch die Gesamtansicht hat sich deutlich verändert. Wann die Arbeiten vollständig abgeschlossen sein werden und wann ein erneuter Bezug möglich ist, lässt sich derzeit jedoch nur vermuten.

Auch die Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Nebel rückt näher: Die Fahrzeughallen sind errichtet, das Dach ist gedeckt. Fenster, Türen und Tore fehlen noch, und die Innenausbauten sind in vollem Gange.

Ebenso liegen die Arbeiten am MVZ in Wittdün voll im Zeitplan. Auch hier ist das Dach gedeckt, die Photovoltaikanlage kann installiert werden, und mit den Innenarbeiten wurde begonnen. Alle Beteiligten sind zuversichtlich, dass im Dezember der Umzug des MVZ nach Wittdün stattfinden kann und der Betrieb dort am 02.01.2027 startet.

Hingegen gibt es bezüglich des Baubeginns des Hauses des Gastes in Nebel keine Neuigkeiten. Hier klafft weiterhin ein großes Loch an der Stelle des abgerissenen ehemaligen Nordsee-Sanatoriums.

In einer früheren Mitteilung von Amrum News wurde erwähnt, dass die alten Rhododendronpflanzen die durchgeführten Rodungsmaßnahmen nicht überlebt hätten. Dies kann jedoch berichtigt werden: Der überwiegende Teil der Pflanzen wurde gestutzt und am westlichen Grundstücksrand neu eingepflanzt. Geplant ist, diese nach Fertigstellung des Gebäudes wieder auf dem Gelände zu verteilen.

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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