Ein besonderer Tag für die Strandschönheiten …

Die neuen Strandschönheiten von Matthias Menk sorgen bei ihrer Präsentation für gespannte Blicke und große Freude. Für viele Besucher sind die Figuren längst mehr als Keramik – sie verbinden Erinnerungen, Menschen und die Liebe zu Amrum. Und eine neue Figur sorgt in diesem Jahr für besondere Aufmerksamkeit.

Die Besucher stehen Schlange

Vor dem Keramikatelier „hoonwerk“ in Nebel bildet sich eine lange Schlange. Aufgeregt und voller Vorfreude warten die Besucher darauf, dass Matthias Menk die Türen öffnet. Neugierige Blicke wandern bereits zum Schaufenster. Dort sind drei der zwölf neuen Strandschönheiten zu sehen.

„Es ist ein ganz besonderer Tag für uns“, strahlt eine Besucherin, die schon seit vielen Jahren zur Vernissage des Keramikkünstlers kommt. „Ich bin schon ganz gespannt, welche Strandschönheiten es in diesem Jahr gibt und wie er sie für den Kalender in Szene gesetzt hat“, bestätigt eine andere Besucherin die Vorfreude.

Matthias Menk zwischen drei seiner Strandschönheiten im Schaufenster, in der Spiegelung die Vorfreude der Besucher

Ein Wiedersehen unter Strandschönheiten

Die Jahreskalender und Postkarten sind über die Jahre zu einem wichtigen Bestandteil der Strandschönheiten geworden. Schon während der Anfertigung überlegt sich Matthias Menk, wo, zu welcher Jahreszeit und zu welcher Uhrzeit er seine Figuren fotografieren möchte.

„Manchmal ist zuerst die Idee zur Strandschönheit da, manchmal inspiriert mich auch ein Ort und anschließend kommt erst die Idee zur Figur“, erzählt der gelernte Keramiker.

Am Vormittag werden viele persönliche Gespräche geführt, denn unter den Besuchern kennt man sich. „Seit der ersten Geburtsstunde der Strandschönheiten kommen wir hierher. Wir lieben die Insel seit 29 Jahren und feiern all unsere großen Familienfeste hier, auch wenn wir 800 Kilometer weit weg wohnen. Ich freue mich jedes Jahr auf den Kalender, der einen Stammplatz bei uns zu Hause hat“, erzählt Martina aus der Pfalz.

Sie gratuliert Matthias zu seinen diesjährigen Figuren. An einigen kleben bereits rote Punkte als Zeichen dafür, dass sie verkauft sind.

Matthias Menk mit einem  Blick auf die Strandschönheiten

Von der Ferienwohnung in die eigenen vier Wände

Eine der neuen Figuren, die Strandschönheit „Rosenrot“, zieht in das Haus von Sabine. Dort wird sie künftig der Badenixe aus dem Vorjahr Gesellschaft leisten.

„Ich bin durch die Bilder der Keramikfiguren in einer Ferienwohnung hier auf Amrum auf sie aufmerksam geworden und habe mich direkt in sie verliebt. Als ich sie dann in echt gesehen habe, war es um mich geschehen und ich habe direkt eine gekauft.“

Pausenlos schüttelt Matthias Menk Hände und nimmt Glückwünsche entgegen. Wieder wechselt eine Strandschönheit den Besitzer.

„Die Friesin zieht aus“, lächelt Matthias. Sie ist eine der besonderen Strandschönheiten in diesem Jahr: Zum ersten Mal trägt eine seiner Figuren eine Friesentracht. Für das passende Motiv hat Menk sie in der Heide gemeinsam mit einigen Insulanerinnen der Trachtengruppe fotografiert.

Fotoshooting mit echten Friesendamen in der Heide

Neue Wege für die Strandschönheiten

„Es war großartig – die Stimmung, die Landschaft, die Dynamik. Ich habe erstmalig echte Personen mit auf das Bild genommen, wo sonst meine Figuren alleine in der Natur stehen“, freut sich Matthias Menk.

Dabei bedankt er sich bei der Trachtengruppe für diese besondere Möglichkeit. Die Begegnung zeigt auch, wie sich die Strandschönheiten immer wieder weiterentwickeln.

Sogar die Idee, eine Figur zwischen zwei Käufern zu teilen, kommt an diesem Vormittag auf. So beliebt sind die Kunstwerke. Der Erstkäufer kann über diesen Vorschlag allerdings nur schmunzeln.

Zufriedenheit, glücklich sein und Ruhe, die Strandschönheiten strahlen im Gesicht

Eine Strandschönheit als Erinnerung

Britta aus Minden hat an diesem Tag vor allem Augen für die Kalendermotive. Eine Strandschönheit ist vor zwei Jahren bereits bei ihrer Familie eingezogen: die „Leuchtturm-Latzhose“.

„Wir freuen uns jeden Tag über die Figur, die wir beim Kauf richtig verteidigen mussten“, erinnert sich Britta.

Seit 43 Jahren kommt sie nach Amrum. Ihre Tochter hat hier ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und in den Ferien bei Edeka gearbeitet. In diesem Jahr wird der inzwischen zur Tradition gewordene Jahreskalender sie wieder nach Hause begleiten.

Kunst, die Menschen verbindet

An diesem Vormittag wird deutlich, wie glücklich die Strandschönheiten machen und wie sehr sie Menschen miteinander verbinden. Viele Besucher kennen sich bereits und kommen schnell miteinander ins Gespräch – über die Keramikfiguren und ihre gemeinsame Liebe zu Amrum.

Für Matthias Menk sind die Begegnungen zugleich eine Quelle für neue Ideen. Eine Besucherin liefert bereits einen Impuls für eine mögliche Strandschönheit im kommenden Jahr.

So dürfen sich die Fans schon jetzt auf die nächsten zwölf Figuren freuen. Welche Geschichten sie erzählen werden, bleibt vorerst ein Geheimnis.

 

Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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