„Trippel, trappel, Pony“ – das klassische Lied aus dem bekannten Pferdefilm „Immenhof“ beschreibt ziemlich genau, was auf Amrum in echt zu sehen ist: kleine Reiter auf großen und kleinen Vierbeinern. Beim Kinderringreiten können sie zweimal im Jahr ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Und besonders die Jüngsten sorgen dabei für große Begeisterung.

Die Jüngsten machen den Anfang
In Norddorf findet seit einigen Jahren auch das Mini-Ringreiten für Kinder unter sechs Jahren statt. Noch vor den größeren Mädchen und Jungen starten die ganz jungen Reiter. Geführt und im Schritt reiten sie durch die Gallys und versuchen, mit ihrem Pin die Ringe zu treffen.

Unter großem Jubel von Familien, Freunden und Besuchern ging es Runde für Runde weiter. Nach zehn Durchgängen stand die Siegerin fest: Leni gewann, gefolgt von Alika auf Platz zwei, Kaya auf Platz drei, Tjorge auf Platz vier und Tilda auf Platz fünf.

Jetzt wird es schneller
Anschließend waren die größeren Reiter an der Reihe. Gewertet wurde in drei Altersgruppen: 6 bis 8, 9 bis 12 und 13 bis 16 Jahre. Ab zwölf Jahren müssen die Kinder im Galopp selbstständig durch die Gallys reiten. Jüngere dürfen geführt werden und den Ring auch im Trab stechen. Dieser zählt allerdings nur einen halben Punkt.
Angefeuert von den Zuschauern ging es los. Jeder errungene Ring wurde bejubelt, bei einem verpassten Ring wurde motiviert „super, beim nächsten Mal klappt es!”. Die Wetterbedingungen waren für Pferd und Reiter perfekt – nicht zu kalt und nicht zu heiß.
Alle waren eifrig dabei und zeigten, wie zielsicher sie sein können. Einige mussten bei den freudigen Bocksprüngen ihrer Vierbeiner zusätzlich ihre Sattelfestigkeit unter Beweis stellen. Doch selbst dabei gelang es, noch einen Ring zu stechen. Gut gemacht, Lisa-Marie!

Sicher im Sattel
Während einige gruhiger durch die Gallys ritten, schienen andere mit ihrem Tempo fast abzuheben. Das beeindruckte besonders die Zuschauer. „Klasse geritten, Mia und Emilia!“
Die Stimmung unter den Reitern war gewohnt freundschaftlich. Obwohl alle miteinander konkurrierten, fieberte jeder mit jedem mit. Jeder gestochene Ring wurde von den Mitreitern gefeiert.
Nach einer kleinen Verschnaufpause und einer Stärkung mit Bratwurst oder Kuchen schwangen sich alle wieder in die Sättel. Die zweite Hälfte begann.
Am Ende entscheiden die Stechen
Nach der Auszählung gab es noch einige Stechen, auch hier wurde laut und motivierend angefeuert von Mitreitern und dem Publikum.

Die endgültigen Ergebnisse standen fest:
Gruppe 1:
- Michel (einziger Starter)
Gruppe 2:
- Kaja
- Lara
- Mia
- Tiare
- Gioia
Gruppe 3:
- Enna
- Mathilde
- Lisa-Marie
- Emilia
- Lina
Nach einer kleinen Ehrenrunde brachten alle ihre Pferde und Ponys zum Versorgen nach Hause. Für die jungen Reiter war der Tag damit aber noch nicht ganz vorbei: Auf der Reitwiese gab es zum Abschluss ein gemeinsames Essen.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum
