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Raketen und Böller sind auf Amrum nach wie vor tabu…

Das seit 1981 bestehende Verbot, dass auf der gesamten Insel Amrum untersagt Silvesterfeuerwerk der Klasse II abzubrennen, gilt auch zu diesem Jahreswechsel. Damit wird an dem einstigen Beschluss der Gemeindevertretungen auf Amrum, generell auf das Abbrennen von pyrotechnischem Feuerwerk der Klasse II zu verzichten, weiter festgehalten.

So auf Amrum nicht zu sehen...

So auf Amrum nicht zu sehen…

Danach wird nach wie vor die Meinung vertreten, dass Amrum zugunsten der bei den Gästen geschätzten Ruhe zum Jahreswechsel, auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Klasse II verzichtet werden soll. Von der großen Brandgefahr für die vielen mit Reet gedeckten Häuser mal ganz abgesehen, so die Argumentation.

Die Benutzung von Signalmunition ist im gesamten Gebiet des Amtes Föhr-Amrum, auch am Strand, strengstens untersagt. Dieses Abbrennverbot stützt sich auf § 24 Abs. 2 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz vom 31.01.1991 in der zurzeit geltenden Fassung. Es wird zusätzlich auf das daneben generell bestehende Abbrennverbot vom 02. Januar bis 30. Dezember eines jeden Jahres hingewiesen. Verstöße gegen diese Abbrennverbote können mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro pro Einzelfall geahndet werden.

Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus befürwortet nach wie vor die Entscheidung, die er bereits als damaliger Amtsvorsteher des 2007 aufgelösten Amt Amrum begleitet hat. Sein alljährlicher Appell zur Einhaltung dieses Abbrennverbotes richtet er an die Insulaner und die Weihnachtsgäste, die über die Jahreswende Amrum besuchen. Tourismuschef Frank Timpe weiß, dass sehr viele Besitzer von Hunden auf die Insel kommen, um ihren Lieben die Tortouren des uneingeschränkten Silvester-Böllerns auf dem Festland zu ersparen. Leider haben die Jahre gezeigt, dass immer wieder Zeitgenossen vergessen welche Gefahren beim Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II, hierzu gehören zum Beispiel Raketen, Knallfrösche, Feuertöpfe und andere Kleinfeuerwerke, ausgehen. Eine 100-prozentige Einhaltung ist leider trotz der angedrohten Strafen und des Drucks der Vernünftigen nicht zu gewähren.

Katastrophal und völlig blöd sind besonders solche Aktionen, bei denen Feuerwerkskörper in Menschenmengen gezündet werden und unkontrolliert in die Menge geworfen werden. Hier drohen schwerste Verletzungen von Mensch und Tier.

Eltern sollten generell auf ihren Nachwuchs einwirken, dass sie nur mit für ihr Alter zugelassenem Feuerwerk sachgemäß hantieren. Wenn Vorschriften bei der Handhabe mit Feuerwerkskörpern nicht eingehalten werden, drohen schwere Verletzungen. Speziell nicht zugelassenen Feuerwerkskörper mit höher Sprengkraft als zugelassen, verursachen alljährlich übelste und irreparable Verletzungen.

Für Nachtschwärmer wird auch in diesem Jahr wieder ein kostenloser Busliniendienst eingerichtet, sodass die verschiedenen Veranstaltungen auf der Insel bequem erreicht werden können und auch die Heimfahrt zu keinem Abenteuer werden muss. Die genauen Abfahrtzeiten sind dem “Amrum aktuell“ zu entnehmen.

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.

Ein Kommentar

  1. Moin moin,und ein frohes neues Jahr,
    seit kurzem haben wir einen süßen Hund und werden dieses Jahr Silvester auf Amrum verbringen aus dem Grunde das es auf Amrum super toll ist,egal welche Jahresezeit!Und weil dort kein lästiges Böllern angesagt ist!
    Wir haben keine lust mehr das elendige geknalle zu hören!Feuerwerk ist ja schön und gut aber das geknalle nicht!°
    Mit freundlichen Grüßen
    Matthias Bald

Amrumer Fotowettbewerb 2015