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Hundehaufen überall – endlich ist eine Lösung in Sicht…

Hundehaufen sind ein Ärgernis. Nicht nur auf Amrum. Trotz zahlreichen Hundebeutelspenderstellen trifft man sie überall auf der Insel an. Auf Grünflächen, auf Bürgersteigen, auf Privatgrundstücken und am Strand. Für viele Bürger und Gäste ein echtes Ärgernis. Leider war es bisher nicht möglich die Verursacher und somit die Hundehalter zu ermitteln.

Sabine Grochla mit einem Proberöhrchen

Sabine Grochla mit einem Proberöhrchen

Das ändert sich ab heute. In einer Arbeitsgemeinschaft unter der Federführung des Ordnungsamtes wurde eine neue Idee entwickelt und in die Tat umgesetzt. Ab sofort werden von allen Hunden DNA-Proben in Form eines Haares genommen. So können die Hundehaufen zukünftig mit 100% Sicherheit zugeordnet werden.

In der Praxis sieht das so aus: Einheimische Hundehalter werden in der nächsten Tagen Post vom Amt Föhr-Amrum mit der Aufforderung bekommen, sich innerhalb einer Woche beim Amt samt Hund zu melden. Dort wird dann eine Haarprobe vom Hund entnommen. Bei den Gästen werden die Vermieter in die Pflicht genommen eine Haarprobe von ihren Gästehunden zu nehmen. Die dafür benötigten Probetütchen können kostenlos im Amt abgeholt werden.

Dr. Chrobock bereitet ein Haar für die DNA Analyse vor...

Dr. Chrobock bereitet ein Haar für die DNA Analyse vor…

Für die DNA Bestimmung konnte Dr. Thomas Chrobock vom Öömrang Ferian gewonnen werden. Zuerst wird die DNA der Hunde nebst postalischer Adresse in einer Datenbank gespeichert. “Wie und wer sammelt den jetzt Proben von den Hundehaufen” fragte sich die Redaktion von Amrum-News. “Da haben wir uns etwas besonderes ausgedacht”, so Sabine Grochla vom Ordnungsamt. “Jeder Bürger kann sich kostenlos Proberöhrchen bei mir abholen und beim Spaziergang Proben von Hundehaufen nehmen. Diese werden dann von uns an das Naturzentrum in Norddorf weitergeleitet. Dr. Chrobock bestimmt diese und ordnet sie mit Hilfe der Datenbank den entsprechenden Hunden zu”.

Ordnungswidrigkeiten dieser Art, können mit Bußgeldern von bis zu 1500€ belegt werden. 100€ kostet allein die DNA-Bestimmung. Laut Amt wird das Mindestbußgeld 200€ betragen. Bei uneinsichtigen Wiederholungstätern kann auch schnell mal die Höchstsumme erreicht werden.

Frank Timpe von der AmrumTouristik begrüßt die Initiative, zumal in den letzten Jahren zunehmendes Konfliktpotenzial festzustellen ist, was in erster Linie auf unliebsame Hinterlassenschaften zurückzuführen ist, die regelmäßig zu Beschwerden und Unzufriedenheit führen.

Frank Timpe: "Die überwiegende Zahl der Hundebesitzer verhält sich absolut vorschriftsmäßig"...

Frank Timpe: “Die überwiegende Zahl der Hundebesitzer verhält sich absolut vorschriftsmäßig”…

“Dabei ist es nur ein gewisser Anteil der Hundehalter, die dahingehend recht achtlos agieren und Grund der Anstösse sind. Die überwiegende Zahl der Hundebesitzer verhält sich absolut vorschriftsmäßig. Unsere Urlaubsgäste mit Hunden sind auf Amrum herzlich willkommen. Gerade auf Amrum, der kleinen Insel der großen Freiheit, ist ein Urlaub mit dem “besten Freund des Menschen” ein besonderes Erlebnis” so Timpe. “Übrigens werden wir allen beteiligten Hundehaltern einen kostenlosen Gesundheitscheck anhand der DNA-Proben für den Hund anbieten”, verrät Timpe weiter.

So gut ein System auch sein mag, es gibt immer Schlupflöcher. In diesem Fall sind es die Tagesgäste mit Hund. Sowohl das Ordnungsamt als auch die AmrumTouristik sehen darin kein Problem. Die Zahl der Tagestgasthunde sei verschwindend gering und somit zu vernachlässigen.

Die Redaktion von Amrum-News wir das Projekt weiter verfolgen und ist gespannt, ob diese Aktion bundesweit Schule machen wird.

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

10 Kommentare

  1. Liebes Amrum-Team,
    heute ist der 1. April und so nehme ich den Artikel als Aprilscherz auf. Aber grundsätzlich sind die Hinterlassenschaften der Hunde schon ein großes Ärgernis und auch Problem. Man muss ja nur auf die Erde schauen, um nicht in die Tellerminen der Hunde zu treten und kann somit die schöne Natur nicht immer aufnehmen.
    Noch schlimmer finde ich aber, dass in allen Restaurants (außer Likedeeler) Hunde erlaubt sind. Im Supermarkt, Bäcker, Metzgerei etc. sind Hunde nicht gestattet. Restaurants sind auch Orte wo Lebensmittel verarbeitet und verabreicht werden. Es stört schon sehr, wenn ein Hund aufsteht und sich dann schüttelt ( das ist das Naturell des Hundes) und ich habe noch mein Essen auf dem Tisch stehen. Und teilweise kommen ja Leute mit zwei oder sogar drei Hunden ins Restaurant. Da sollte man mal drüber nachdenken. Man kann nicht nur den Hundehalter gegenüber frei und offen sein. Auch die anderen Gäste die die Insel besuchen müssen wahrgenommen und gehört werden.
    Wir kommen nun schon 20 Jahre auf die Insel und müssen feststellen, dass die Hunde immer mehr werden. Es fängt ja schon auf der Fähre an, das man sich das Gekläffe anhören muss. Ich als zahlender Gast werde nicht gefragt, ob es mich stört. Nein ich habe das hinzunehmen. Nur ich habe für die Überfahrt gezahlt, der Hund nicht.
    Brigitte Reuter

  2. Liebe Amrum News,
    Ihr solltet die 1. April Artikel sammeln und als Sammlung veröffentlichen oder aber auch im “Kleinen Amrumer” abdrucken. Ihr beweist so viel Liebe zum Detail, dass man schon fast zweifelt, ob nicht doch was wahres dran ist. Im letzten Jahr bei der Verlegung des Gipfels stellte ich mir vor, wie Frau Merkel in meinem Hotelzimmer residiert und wie die kleinen Spielzeugdronen der Amrumer über dem Strand kreisen und auch der Leuchtturmartikel ist mir in bester Erinnerung geblieben. In diesem Jahr die DNA Probe bei Hunden……weiter so!!! Herzlichen Dank für immer aktuelle Neuigkeiten von meiner Insel.

  3. Liebe Brigitte,

    da du den Aprilscherzartikel (der wirklich super gemacht ist!!!) zum Anlass genommen hast, dich über Hunde auf Amrum zu beschweren, möchte ich dazu als Hundebesitzerin Stellung nehmen.

    Mein Hund ist wohlerzogen und freundlich, und ich ärgere mich auch über Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge einfach liegen lassen. Das ist selbstverständlich nicht in Ordnung. Aber jetzt quasi im Rundumschlag ein Verbot für Hunde in Restaurants zu fordern, halte ich für völlig überzogen. Die allermeisten Hunde, die ich in Amrums Restaurants beobachten konnte, benehmen sich sehr gut .. dank verantwortungsbewusster Herrchen und Frauchen. Es versteht sich von selbst, dass man mit einem nassen, schmutzigen Hund nicht in ein Restaurant gehen sollte. Bei vielen Betreibern sind Hunde gern gesehene Gäste, denn sie zaubern bei so manchem Gast oder Kellner ein Lächeln ins Gesicht! Auch auf den Fähren gibt es doch überhaupt kein Problem! Ich finde Ihre Darstellung sehr überzogen.

    Übrigens, manch einer fühlt sich auch gestört, wenn Kinder in Lokalen nicht brav auf ihren Stühlen sitzen bleiben, rumtoben oder laut sind. Wollen Sie dann auch ein Verbot für Kinder in Restaurants einführen?

    Wie wäre es einfach mit ein wenig mehr Toleranz und Lebensfreude? Das Leben ist bunt, wie traurig, wenn man diese Buntheit mit immer mehr Verboten zunichte machen würde.

    Statt sich über Hunde in Restaurants aufzuregen, wäre es sinnvoller, sich über die Mengen an Plastikmüll zu empören, die Amrums Strände (und alle Strände weltweit) verschmutzen. Es ist erschreckend, welche Mengen dort mittlerweile besonders im Winter herumliegen. Das müsste Ihnen ja auch aufgefallen sein, da Sie die schöne Insel schon seit 20 Jahren besuchen. Das ist der eigentliche Dreck, dafür lohnt es sich Energie aufzubringen, z.B. bei jedem Strandbesuch eine Tüte mitnehmen und Plastik aufsammeln und am besten überhaupt keine Plastikverpackungen oder -tüten benutzen…..

    Beste Grüße
    Susanne Klostermann

  4. Malte Ewertsson

    Liebe Mitarbeiter/innen bei Amrum-news,

    das ist natürlich eine gute Idee, die Hunde gentechnisch zu erfassen. Aber den Vermietern aufzuhalsen, die Gästehunde zu bürsten, nur um Haare zu bekommen, das klappt nicht, genauso wenig wie es bei der Erfassung der Kurtaxe völlig klappt.
    Nein, es ist absolut offensichtlich, es wird wirklich allerhöchste Zeit für die Amrum-Card. Und wenn dann die große Insel der kleinen Freiheit nur noch durch ein ausgeklügeltes System von Drehkreuzen und Scannern betreten und verlassen werden kann, dann wird ja eines dieser Terminals speziell auch für Hundebesitzer bereitgestellt werden können. Dort kann eine Haarprobe des Vierbeiners über ein staubsaugerartiges System eingesaugt werden, gleichzeitig wird der Chip des Hundes gelesen (bei den wenigen Hunden die noch nicht gechipt sind, muss halt der zum Hund gehörende Mensch ihren/seinen Personalausweis bereithalten). Und vor allem kann man so auch alle „Tageshunde“ vollständig erfassen. (Unser Hund z.B. war vor neun Jahren nur einen Tag auf der Insel, als wir noch Tagestouristen waren, bevor wir Dauergäste wurden.) Das Wichtigste ist aber, dass alles vollautomatisch geschieht. Es reicht doch wirklich, wenn Herr Dr. Chrobock kaum mehr aus dem DNA-Labor herauskommen wird.

    Viel Erfolg
    Malte Ewertsson

  5. Liebe Amrum-Fans!
    Ein wirklich gelungener Aprilscherz, dieser Artikel!
    Dass dieses Thema Reaktionen hervorruft, war wohl beabsichtigt.
    Diesbezüglich kann ich mich den Ausführungen von Susa nur anschließen! Der Kommentar von Brigitte ist typisch für Hundehasser, die den ganzen Urlaub mit Argusaugen über die Insel und vorher die Fähre laufen oder sitzen und darauf warten, dass sie sich über Hunde aufregen können!!
    Auch wir kommen seit über 20 Jahren nach Amrum, zuerst mit zwei Kindern, dann mit einem Hund und dann mit zwei Hunden zusätzlich. Mittlerweile ohne Kinder und mit einem Hund. Von unseren Tieren ist noch nie ein Häufchen irgendwo auf der Insel liegengeblieben!!! Wir haben immer die Tüten sichtbar griffbereit, damit sich niemand aufregen muss! Und das ist für uns selbstverständlich!! Besonders auf unserer Lieblingsinsel!!
    Bis bald auf Amrum!
    Roger Burkard

  6. Das ich mit meinem Kommentar soviel Leute verärgert habe, das wollte ich nicht. Ich bin keine Hundehasserin. Wir selber haben 15 Jahre eine Katze gehabt und somit sind wir bestimmt nicht Tierfeindlich. Wir laufen auch nicht mit Argusaugen über die Insel und suchen nach den Hinterlassenschaften der Hunde. Nur sind wir der Meinung, das man beide Seiten hören sollte und auch andere Meinungen respektieren sollte. Natürlich fühlen sich die Hundehalter (die alles entsorgen) durch meine Meinung angegriffen. Das war nicht meine Ansicht. Und trotzdem bleibe ich dabei, das ein Hund in einem Restaurant nicht richtig aufgehoben ist. Wir haben es zum Beispiel jetzt im Februar erlebt, das ein Ehepaar mit zwei Hunden ins Lokal gekommen ist und sobald das Essen auf dem Tisch stand, standen beide Hunde mit ihren Pfoten auf dem Tisch. Wenn das noch richtig ist, dann bin ich vielleicht im falschen Film. Es ist zwar nicht die Norm, aber es kommt eben vor.
    Und gegen Kinder habe ich schon mal gar nichts, wir haben selber 2 Enkelkinder.
    Gruß Brigitte

  7. Nun muss ich doch noch mal zum Thema Hunde auf Amrum etwas schreiben. Ich hatte eigentlich nicht mit den kontroversen Kommentaren gerechnet, sondern mich über diesen Ausnahmeartikel “April, April!!” gefreut.
    Ich habe Angst vor Hunden. Wenn ich einen freilaufenden Hund sehe, suche ich schon nach einem Ausweg. Die in meiner Heimatstadt üblichen Sätze wie “der tut nichts” oder “der riecht Ihre Angst” habe ich schon häufig gehört und ich habe es noch immer nicht geschafft, meinen Angstschweiß in den Griff zu kriegen. Seit 25 Jahren fahre ich nun schon nach Amrum und noch nie habe ich dort Angst vor einem Hund gehabt. Noch nie hat ein Hundebesitzer seinen Hund “nur mal schnuppern” lassen…… und in eine Hundemine bin ich auch noch nicht getreten. Auch in Lokalen hatte ich noch keine unangenehmen Begegnungen. Auf Amrum nehmen die Hundebesitzer Rücksicht auf mich als Angsthasen aber auch in Bezug auf die Hinterlassenschaften ihrer Hunde, das sieht in meiner Heimatstadt ganz anders aus. Natürlich gibt es schon einmal unangenehme Ausreißer – aber im Großen und Ganzen klappt das mit den Hunden auf Amrum sehr gut. Also bitte – leben und leben lassen – so können wir alle – Hunde und deren Besitzer, Angsthasen, Eltern und Kinder – alle die Amrum lieben, die Insel genießen.
    Bis zum nächsten Mal!
    Andrea Wilden

  8. Liebes Amrum Team,

    wirklich sehr gelungen, Euer Aprilscherz !Super gemacht und durchaus glaubwürdig, da das Thema ja nicht neu ist und die ” Häufchen ” auch durchaus ein Problem sein können. Doch ich denke das Gros der Hundebesitzer ist sich der Problematik bewusst und verhält sich dementsprechend. Ich selbst besitze leider keiinen Hund , aber freue mich immer, wenn ich Vierbeiner treffe. Auch gerne im Restaurant oder auf der Fähre. Ich kann mich auch nicht an unerfreuliche Zwischenfälle erinnern, geschweige denn jemals durch Gekläffe auf der Fähre gestört worden zu sein.
    Tiere gehören zum Leben nun mal dazu, Hunde bellen manchmal und hin und wieder schickt auch eine Möve einen Gruß von oben. Laufen wir deshalb nur mit Schirm duch die Gegend?
    In diesem Sinne. Moin, moin.

  9. Liebe Brigitte,
    das von Ihnen beschriebene Hundeverhalten im Restaurant finde ich auch unerträglich! Solche Hundebesitzer sind für den, in diesem Fall absolut berechtigten, Unmut gegenüber Hunden und ihren unfähigen Haltern verantwortlich! Und so gerät man dann als Hundehalter bei manchem unter “Generalverdacht” . Mittlerweile sieht man schon beim Spaziergang an der Mine des Entgegenkommenden, ob dieser Hunde mag oder nicht. Wenn wir z.B. im Hotel Friedrich in Nebel essen, legt sich unser Australian Shepherd seitlich unter den Tisch und niemand merkt, dass er überhaupt anwesend ist, denn er ist happy, dass er dabei sein darf! OK, eine gute Erziehung und Ausbildung (Verkehrsbegleithundprüfung etc.) tragen dazu bei und natürlich die Einstellung der Halter!
    Also, alles wird gut!
    Schönen Urlaub auf der schönsten Insel Deutschlands!

    Roger Burkard

  10. Zu Susanne K.s -Schlusssatz…: “…am besten überhaupt keine Plastiktüten mehr benutzen.” …nicht gerade passend zum tieferen Sinn der Aktion- “Dass doch bitte die Hundebeutel benutzt werden sollen”… 😉 Die Idee mit der “Strandreinigung” nicht NUR bei der Strandreinigungsaktion ist aber super!!!

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