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Der Kniephaken – ein Vogelrefugium

Tausende Vögel sammeln sich sowohl auf dem Kniephaken als auch in der angrenzenden Kniepsandbucht um ungestört zu fressen, zu rasten und zu brüten. Neben der Eiderente, die hier auch ihre Kücken aufzieht, sind es vor allem Möwen, Austernfischer, Knutts und Pfuhlschnepfen die hier ihre tägliche Rast machen. Aus diesem Grund ist der Nehrungshaken an der Südspitze der Insel auch ein ganzjährig geschütztes Vogelbrut- und Rastgebiet.

Die vom Aussterben bedrohte Zwergseeschwalbe Foto: T. Chrobock

Die vom Aussterben bedrohte Zwergseeschwalbe
Foto: T. Chrobock

Besonders die immer weniger werdende Küstenseeschwalbe und die vom Aussterben bedrohte Zwergseeschwalbe brüten in den neuentstanden und immer größer werdenden Vordünen.

Während die Brut nur im Frühjahr stattfindet (bis etwa Mitte Juli), ist die wertvolle Bedeutung des Nehrungshaken als Rastgebiet ganzjährig.

Ungestörte Rast- und Brutplätze werden in den Küstenregionen leider immer weniger und somit immer wichtiger. Um einen sicheren Fortbestand unserer Vogelwelt, auch hier auf Amrum, zu gewährleisten, ist deshalb ein Betreten des Kniephakens ganzjährig verboten.

Das gesperrte Schutzgebiet wird durch eine Pfahlreihe markiert, die zum Teil durch Leinen verbunden sind. Darüber hinaus stehen an geeigneten Punkten Hinweistafeln, die den Sachverhalt erklären und an den Pfählen steht der Hinweis „Brut- und Rastgebiet – Bitte nicht betreten“.

Rastvögel auf dem Kniephaken

Rastvögel auf dem Kniephaken

Zur ungestörten Beobachtung der Vögel in diesem besonderen Gebiet eignet sich ganz hervorragend die Wandelbahn. Von hier können mit Fernglas und Spektiv die Vögel ganz nah herangeholt und somit ungestört bestaunt werden.

Bei Fragen zum Kniephaken steht ihnen das Naturzentrum Norddorf des Öömrang Ferian i.f. gerne unter 04682/1635 zur Verfügung.

Christian Vogel für Amrum-News

 

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2 Kommentare

  1. Meine Frau und ich bewohnen im Sommer für 2-3 Wochen eine Wohnung auf der Oberen Wandelbahn in Wittdün.
    Grund ist natürlich, weil man von dort einen ausgezeichneten Blick hat Kniep Wasser und Kniephaken hat. Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass unvernünftige Menschen den gekennzeichneten Bereich betreten, vor allen Dingen mit Hunden, und damit die notwendige Ruhe der Vögel stören. Darüber regen wir uns auf. Aber wir regen uns auch auf, dass niemand diesen Personen Einhalt gebietet. Ich denke, es gibt jetzt in Wittdün einen Ranger. Der könnte doch mit seinem schnellen Fahrzeug für Besserung sorgen. Herzliche Grüße
    Jürgen Stahmer

  2. Nordseeinsel Amrum Nur Quasselstrippen grüßen „Moin, Moin“

    Auf den ersten Blick mag Amrum nicht gerade eine Inselschönheit sein, aber zahlreiche Stammgäste können nicht irren: Unter dem Wunder eines blauen Himmels zeigt sich dann die ganze Pracht der Natur.

    Ein Reisebericht von Andreas Schlüter den heute die FAZ veröffentlicht hat…

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