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Neue Teststrecken für Nebels wassergebundenen Wege …


Teststrecke der wassergebundenen Wege: Gefälle zur Seite und eine tiefere Bankette zum Versickern des Wassers

Zwei bis dreimal im Jahr werden die wassergebundenen Wege in der Gemeinde Nebel mit speziellem Gerät der Firma Ole Andresen wiederhergestellt. Der Untergrund wird aufgelockert, die Löcher geschlossen und anschließend wird die Oberfläche wieder glatt gewalzt und verfestigt. Da diese Maßnahme immer nur einige Monate hält, hat man nun 2 Teststrecken fertiggestellt, die die Situation verbessern sollen. Hierzu wurde der Oberfläche ein Gefälle zu einer Seite gegeben und die seitliche Bankette auf dieser Seite so erweitert, dass das Wasser dort versickern kann. Hierdurch soll verhindert werden, dass das Regenwasser auf dem Weg bleibt und dort erneut Löcher in die Oberfläche wäscht. Eine dieser Teststrecken befindet sich im Böle-Bonken Wai und die andere im Tanenwai, nördlich des Norderstrunwais.

Wie Bürgermeister Bendixen berichtete, war die diesjährige Strandreinigung ein voller Erfolg. Zahlreich waren Amrumer und auch viele Urlauber erschienen, um tatkräftig bei der Reinigung zu helfen. „Hier zeigt sich auch einmal mehr die Naturverbundenheit und das Umweltbewusstsein der Amrum Urlauber, die mit viel Engagement dabei helfen, ‘ihren‘Strand von Plastikmüll zu befreien“ so Cornelius Bendixen.

Die diesmal zahlreich zur Gemeinderatssitzung erschienenen Bürger, nutzten intensiv die Möglichkeit in der Einwohnerfragestunde Informationen aus erster Hand zu bekommen:

  • Die von der Aktivregion unterstützte Aktion Mitfahrerbankscheint sich etwas zu verzögern
  • Über die Möglichkeit auch Steenodde an das Amrumer Busliniennetz anzubinden, wird weiter diskutiert
  • Man bemüht sich fortlaufend, den Zustand der Fahrradwege in der Gemeinde Nebel zu verbessern. Zuletzt wurde der Bereich am Nebeler Watt instandgesetzt. Der Zustand des Weges von Nebel nach Süddorf am Watt ist sehr witterungsabhängig.

In der Betriebssatzung der Amrum Touristik Nebel gibt es einige Neuerungen. Verantwortlichkeiten und Aufgaben in Abgrenzung zu Gemeindevertretung und Tourismusausschuss wurden ergänzend beschrieben.

Auf beiden Seiten des Satteldünenwais ist eine dichtere Bebauung angedacht

Der Mangel an Dauerwohnungen sowie Unterkünfte für Personal sind inselweit ein Problem. Eine angedachte Änderung des Bebauungsplanes Nr. 2 für das Gebiet nördlich des Satteldünwais zwischen den Straßen Tanenwai und Sanghughwai (Flurstück 111/1) sowie südlich des Satteldünwais (Flurstück 108/2) könnte hier Abhilfe schaffen. Die Landesversicherungsanstalt Schleswig-Holstein, der diese Grundstücke gehören, möchte die Grundstücke gern dichter bebauen (derzeitige GRZ = 0,05), um ihren Angestellten eigenen Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Bisher extern angemieteter Personalwohnraum (ca. 1000 qm) könnte dann dem freien Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung stehen. Allein 900 qm hiervon liegen in der Gemeinde Nebel. Eine Änderung der Ausnutzungsziffer könnte natürlich auch für die umliegenden Grundstückseigentümer interessant sein. Es ist jedoch nicht geplant, generell alle Ausnutzungsziffern in der Gemeinde Nebel anzuheben. Daher erwägt man, eine vorhabenbezogene Bebauungsplanänderung, bei der die Art der Nutzung als “Sonstiges Wohngebiet-Personalwohnen der Fachklinik Satteldüne“ festgelegt wird. Um eine spätere Umwandlung der Wohnungen in Zweitwohnungen oder Ferienwohnungen zu verhindern, besteht auch die Möglichkeit einer Erhaltungssatzung für dieses Gebiet. Grundsätzlich steht die Gemeindevertretung einer solchen Änderung positiv gegenüber.

Die Pflegestation des DRK auf Amrum

Viele der Bürger waren sicherlich auch gekommen, um weitere Informationen über die Situation der DRK Pflegestation in Nebel zu bekommen. Die aus wirtschaftlichen Gründen angekündigte Schließung der Pflegestation seitens des Deutschen Roten Kreuzes hat auf Amrum für viel Unruhe gesorgt.

Wie bereits an anderer Stelle berichtet, hat der Betrieb der Einrichtung in den letzten Jahren zu einem erheblichen finanziellen Defizit im Bereich des DRK Nordfriesland geführt. Allein im letzten Jahr betrug der Verlust der Station auf Amrum 200.000 €. Maßgeblich hierfür ist die Personalsituation, da durch mangelndes Stammpersonal immer wieder externe Kräfte vom Festland angestellt werden mussten. In den vergangenen Jahren hat es mehrfach Anfragen seitens des DRK beim Zweckverband über Zuschüsse zur Deckung des Defizits gegeben. Die Kommunen hatten sich damals bereit erklärt, 50% dieser jeweiligen Defizite auszugleichen. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen sind diese Gelder jedoch jahrelang nicht abgerufen worden.

Der wirtschaftliche Betrieb einer kleinen Pflegestation ist grundsätzlich schwierig. Auf Amrum gibt es nur 10 Betten. Neben einer Warteliste für die Langzeitpflege kommt es auch immer wieder zu Engpässen, wenn Plätze für die Kurzzeitpflege benötigt werden.

Es wurde nochmals ausdrücklich betont, dass die mobile Pflege hiervon nicht betroffen ist.

Anfang Mai wird es weitere Gespräche auf Amts- und Kreisebene mit allen Beteiligten geben, unter anderem soll auch geklärt werden, ob es anderweitige zusätzliche Finanzielle Mittel gibt. „Wenn es mit dem jetzigen Träger keine Lösung gibt, werden wir auch mit anderen Trägern verhandeln“ so Bürgermeister Bendixen. „Wir sind uns alle einig, dass etwas für unsere älteren, pflegebedürftigen Amrumer getan werden muss“.

 

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About Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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