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30 Jahre Förderverein Föhr-Amrumer Krankenhaus


MS „Eilun“

Am vergangenen Donnerstag hatte der Förderverein des Föhr-Amrumer Krankenhauses zu seiner 30. Mitgliederversammlung zu einer kleinen Wattenmeerkreuzfahrt an Bord der MS „Eilun“ eingeladen.

35 Mitglieder konnten von der Vorsitzenden Sibylle Franz begrüsst werden. Besonders begrüsste sie Amtsdirektor Christian Stemmer und Amtsvorsteherin Heidi Braun. Bevor es zur Tagesordnung ging, gedachte man den verstorbenen Mitgliedern.

Auf Initiative von einigen Föhrern und Amrumern konnten sich engagierte Bürger für die Unterstützung des Wyker Krankenhauses engagieren. „Eine grandiose Idee, die dafür sorgt, dass es dieses Krankenhaus überhaupt noch gibt“, so die Vorsitzende.

Leider sind die Mitgliederzahlen weiter gesunken, von 984 im Jahre 2018 auf 940 im Jahre 2019.

Das Inselkrankenhaus in Wyk auf Föhr ist eines der kleinsten Akutkrankenhäuser Deutschlands und versorgt mit seinen 18 Betten die Inseln Föhr, Amrum und die Halligen. Baulich wie technisch ist das „Inselkrankenhaus“ – dank des Fördervereines und des Klinikums – auf einem modernen und hohen technischen Niveau. Es braucht Vergleiche mit größeren Krankenhäusern auf dem Festland nicht zu scheuen. Der Förderverein zeigt viel Engagement und ist „sehr aktiv“! An den Entwicklungen des Hauses hat er maßgeblichen Anteil. Auch für dieses Jahr sind Gelder eingeplant, um erforderliche Modernisierungen und Renovierungen durchzuführen. Dazu gehören unter anderem die Sanierung des Flachdachs, die Verbesserung des Brandschutzes und eine Optimierung in der Essensversorgung.

Fast 76.000 Euro wurde, 2018 investiert, und wären nicht einige Maßnahmen aufgeschoben worden, wäre die Summe noch höher gewesen. Die Restzahlung für den Computertomographen in Höhe von 50.000 Euro war da der größte Brocken, für Matratzen, einen Getränkeautomaten und einen Fahrradunterstand für die Mitarbeiter kamen nochmals 20.000 Euro hinzu. Zwei fahrbare Terminals für Patientenakten kosteten 8.000 Euro.

Auch auf Föhr gibt es Fälle von Vandalismus, und so werden die Eingangsbereiche Videoüberwacht.

2018 wurden 15 neue Betten zu je 2.500 Euro genehmigt, die zu 2/3 vom Förderverein und 1/3 vom Krankenhaus bezahlt werden.

Für das Jahr 2019 wurde ein „kompatibler“ Defibrillator genehmigt. Für die nächsten Jahren sollen zwei Überwachungsmonitore (je 5.000 Euro) sowie ein neues Ultraschallgerät (ca. 35.000 Euro) angeschafft, und der Steri soll unbedingt einsatzbereit gehalten werden.

Kassenwart Christian Christiansen berichtete über den Geschäftsverlauf des vergangen Jahres. Die Bilanz zeigt in Aktiva und Passiva einen Betrag von 214.014,68 Euro.

Die Wahlen des Kassenwartes (Christian Christiansen) und des Beiratsmitglied (Dr. Reinhard Raabe) waren schnell erledigt, es erfolgte eine Wiederwahl.

Der ärztliche Direktor, Dr. Clemens von Reusner, sagte in seiner Rede: „Ohne den Förderkreis wäre das Krankenhaus nicht da, wo es jetzt ist.“

Jährlich werden dort ca. 1.500 stationäre und ca. 6.000 ambulante Patienten versorgt. Die ärztliche personelle Besetzung auf Föhr ist schwierig.

Nachdem die Dachsanierung immer wieder aufgeschoben wurde und nun das Wasser von oben kommt, musste gehandelt werden. In zwei Bauabschnitten (2019 und 2020) wird das Dach jetzt saniert. Zwei Endoskope für ca. 80.000 Euro sollen angeschafft werden.

Das Essen wurde umgestellt, ein anderer Lieferant ist jetzt zuständig. Zudem ist das Essen um ein Drittel günstiger je Patient. Bei den Patienten kommt das „neue“ Essen gut an. Ein anwesendes Mitglied war vor kurzem stationär im Krankenhaus als Patientin, sie sprach dem Personal Lob aus, und auch das Essen sei gut gewesen! Sie ist gleich Mitglied im Förderverein geworden.

940 Mitglieder zählt der Verein, bereits für einen Jahresbetrag von 30 Euro kann man dort Fördermitglied werden. Mit ca. drei Millionen Euro haben die Mitglieder das Krankenhaus bisher unter die Arme gegriffen.

Amtsdirektor Stemmer und Amtsvorsteherin Braun sagten in ihren Worten jede erdenkliche Unterstützung zu. Auch Amrum wird da nicht vergessen und beteiligt, auch wenn das Amt mal etwas vorprescht.

Der ehemalige Vorsitzende Hark Gereke lobte die ehrenamtliche Arbeit des Vereines und die gewaltige Leistung des Fördervereins für die Unterstützung des Krankenhauses. Gereke sprach den hohen Stellenwert an, den das Krankenhaus für uns alle hat, und appellierte auch an unsere Politiker: „Das Krankenhaus als solches, nicht nur für uns Amrumer, sondern für die Föhrer und für unsere Gäste, ist ein Bestandteil, den kann man nicht hoch genug schätzen. Das Krankenhaus muss und soll bleiben.“

Am 05. April 1989 wurde der “Förderverein Föhr-Amrumer Krankenhaus e.V.” auf Initiative einiger Föhrer und Amrumer Bürger (u.a. Conrad Zorn und Hark Gereke) gegründet.

Ziele des Fördervereines sind die Unterstützung der Arbeit von Ärzten und Pflegepersonal durch die Beschaffung von modernen medizinischen Geräten und Einrichtungen, die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung durch eine gute Ausstattung, daran mitzuwirken, dass eine ganzheitliche Medizin betrieben werden kann, die Körper und Seele gleichermaßen im Blick hat, und sich in den politischen Diskurs einzumischen, um den Klinikstandort für die Menschen der Region zu sichern.

Wer mithelfen möchte findet mehr unter folgendem Link: www.kh-foerderverein.de

Am Samstag, den 24. August 2019 findet von 10-16 Uhr ein Tag der offenen Tür im Föhr-Amrumer Krankenhaus in Wyk statt.

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About Gerd Arnold

Gerd Arnold ist ein „echter“ Nordfriese, 1957 in Nebel auf Amrum geboren und der friesischen Sprache (öömrang) mächtig. Nach dem Schulabschluss erlernte er in Wittdün den Beruf des Elektroinstallateurs. 1976 zog es ihn nach “Deutschland”, Wohnorte waren u.a. Wuppertal, Owschlag, Koblenz und Pinneberg. 33 Jahre war er bei der Bundeswehr, u.a. als Flugzeugelektriker und Ladungsmeister auf der Transall C-160. Ende Oktober 2010 – ging es altersbedingt – in den Ruhestand. Als Hobby ist da zum einen das Angeln, seit 40 Jahren ist er im Amrumer Angelverein aktives Mitglied und zum anderen der Handball, da allerdings nur passiv bei den Damen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen als Hallensprecher in der 3.Liga Nord. Von 1980-1995 und seit 2005 ist Gerd in Owschlag beheimatet, sein zuhause ist aber immer Amrum geblieben. Gerne würde er dauerhaft auf die Insel zurück, es fehlt bisher aber noch ein passendes Wohnungsangebot.

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