Orkan ‘‘Sabine‘‘ richtete auf Amrum nur geringen Schaden an …


Die Schleswig-Holstein auf dem Weg nach Wittdün. Ab de Hafeneinfahrt fährt sie quer zur Fahrtrichtung…   Foto: T. Oelers

Schon seit Tagen wurde vor dem Sturmtief “Sabine“ gewarnt. Windstärke 10 mit Orkanböen bis zur Stärke 12 waren für Sonntagnachmittag angekündigt. In den Medien wurden auch schon parallelen zum Orkantie f“Xaver“ aus dem Jahre 2013 gezogen. Durch die mehrtätige Vorwarnzeit war man jedoch gut vorbereitet. Auf Amrum stürzten nur einige wenige Bäume um, die in Eigenregie von den Besitzern entfernt werden konnten. Die Feuerwehren brauchte nicht auszurücken, um Sturmschäden zu sichern. Noch am Sonntagmorgen konnte man sich kaum vorstellen, dass bis zum Nachmittag ein heftiger Sturm entstehen sollte. Ab Mittag ging es dann aber richtig los.

Nur wenige Bäume hielten dem Sturm nicht Stand …
Foto: K. Tadsen

Die Wyker Dampfschiffsreederei hatte vorsorglich angekündigt, dass der Fährverkehr ab dem Nachmittag eingestellt wird. Die jeweils letzten Schiffe von und zu den Inseln fuhren um die Mittagszeit und waren so voll wie im Hochsommer. Wochenendpendler fuhren früher als sonst zurück zum Festland und die Wochenendausflügler von den Inseln mussten sehen, dass sie auf die Inseln zurückkamen. Zu dieser Zeit waren die Wasserstände noch so, dass die Passagiere problemlos ein- und aussteigen konnten. Das Nachmittagshochwasser war dann etwa 0,75 bis 1m über dem mittleren Hochwasser.

Am späten Abend flaute der Sturm dann deutlich ab. Für die kommenden Tage wird weiterhin stürmischer Wind mit teilweise heftigen Böen angekündigt, aber nicht mehr orkanartig.

Für heute ist jedoch eine Sturmflutwarnung für die Deutsche Nordseeküste vorhergesagt. Es werden Wasserstände von 1,5 m bis 2,0 m über dem Mittleren Hochwasser angekündigt. Das bedeutet, dass dann die Fähranleger bei Hochwasser überspült werden. Die Wyker Dampfschiffsreederei hat bereits zahlreiche Fahrplanänderungen angekündigt. Auf den Halligen wird „Land unter „erwartet und der Fährverkehr dorthin ist zurzeit eingestellt.

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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