Turnusgemäße Generalüberholung der ERNST MEIER-HEDDE …


Ernst Meier-Hedde steht auf dem Schwimmwagen in der Werfthalle. (Foto: DGzRS)

Für die ERNST MEIER-HEDDE ging es Anfang Februar auf eine längere Fahrt. Via Cuxhaven, wo sie auf das Schwesterschiff ANNELIESE KRAMER (2017) traf, ging es weiter durch den Nord-Ostsee-Kanal zum nächsten Zwischenstopp nach Laboe zu einem Zusammentreffen mit dem Schwesterschiff BERLIN (2016). Am nächsten Tag ging die Reise weiter durch die Ostsee nach Rostock. Der vierte 28-Meter-Klasse-Kreuzer wird derzeit in Berne gebaut. Er soll in diesem Frühjahr in Dienst gestellt werden und trägt dann den Namen HAMBURG, stationiert wird das neue Schiff auf Borkum und löst die ALFRIED KRUPP ab.

Ernst Meier-Hedde wir auf dem Schwimmwagen in die Halle geschoben. (Foto: DGzRS)

Der Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE/Station Amrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) befindet sich derzeit zur turnusgemäßen Generalüberholung auf der Werft Tamsen Maritim. Die Rostocker Werft bekam nach einer Ausschreibung den Zuschlag für diesen Auftrag. An der Warnow erneuern die Schiffbauer in den nächsten Wochen unter anderem den Farbanstrich, beseitigen Korrosionsschäden und warten die Maschine. Zudem erhält der Seenotrettungskreuzer eine neue Navigationsanlage.

Mit der regelmäßigen Wartung ihrer Einheiten wie der ERNST MEIER-HEDDE stellt die DGzRS sicher, dass sie auf den Stationen ständig einsatzbereit sind und die Technik im Ernstfall zuverlässig funktioniert. Das ist nicht zuletzt für die Sicherheit der rund 800 freiwilligen und 180 fest angestellten Seenotretter bei ihren oft gefahrvollen Einsätzen unerlässlich. Die Arbeiten an der ERNST MEIER-HEDDE sollen voraussichtlich Anfang Mai beendet sein. Bis dahin vertritt die VORMANN JANTZEN den angestammten Seenotrettungskreuzer auf der Station Amrum.
Vormann Jantzen im Wittdüner Hafen (Foto: Gerd Arnold)

Seit Oktober 2003 ist die VORMANN JANTZEN als Springer auf wechselnden Stationen im Einsatz. Benannt ist sie nach dem ehemaligen Vormann der Station Warnemünde, dem Lotsenkommandeur Stephan Jantzen, der in seiner Zeit über 80 Menschenleben rettete. Der Name des Tochterbootes BUTSCHER bezeichnet im mecklenburgischen Platt einen pfiffigen Jungen.

Die VORMANN JANTZEN wurde 1990 bei der Schweers-Werft in Bardenfleth gebaut und im selben Jahr in Dienst gestellt. Stationiert war der Seenotrettungskreuzer zunächst in Warnemünde und von 1997 bis 2003 in Darßer Ort.
Der Seenotrettungskreuzer hat eine Stammbesatzung von sieben fest angestellten und drei freiwilligen Seenotrettern. Bei jeder Vertretung gehen Kollegen der jeweiligen Station mit an Bord, weil sie über entsprechende Revierkenntnis verfügen. Andere Seenotretter der Station begleiten den zu vertretenden Seenotrettungskreuzer zur turnusgemäßen Generalüberholung auf die Werft und arbeiten dort mit.
Ehe die Arbeiten aber beginnen konnten, musste die ERNST MEIER-HEDDE aus der Unterwarnow an Land. Hierzu kommt der Kreuzer auf einen Schwimmwagen, der an Land gezogen und anschließend auf Schienen in die Werft verbracht wird. Ohne Schwimmwagen könnte der Seenotkreuzer nicht in der Halle stehen.
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Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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