Forderung nach zeitlicher Perspektive …


Im Rahmen der Pressekonferenz der Landesregierung am letzten Donnerstag wurden verschiedene „Maßnahmen und Perspektiven“ für den Tourismus bekanntgegeben.

Man darf vorwegnehmen, dass es in Anbetracht der sensiblen Thematik um die „Corona-Pandemie“nicht um voreiligen und vielleicht unbedachten Aktionismus gehen kann.

Das Zitat des Tourismusverbandes SH für den Tourismus sagt dahingehend ganz treffend: „So sorgsam wie nötig, aber so schnell wie möglich“.

Grundsätzlich sollten alle Vorstellungen der Landesregierung nachvollziehbar sein, die mit offensichtlicher Vernunft und notwendigem Bedacht erfolgt sein dürften.

Dennoch sind die Aussagen in einer Hinsicht enttäuschend: Eine große Hoffnung lag sicherlich bei  allen an der Branche beteiligten Leistungsträgern auf richtungsweisenden Perspektiven für den Tourismus, die zumindest teilweise im Rahmen einer stufenweisen Entwicklung auch andeutungsweise befriedigt wurden. Dabei blieb jedoch eine inzwischen mehr als notwendige Frage nicht beantwortet: Wann?  

„Eine zeitliche Perspektive, wann wir mit Tourismus unter bestimmten, vorbehaltlichen corona-relevanten Kennzahlen rechnen können, ist für Planungen in allen Bereichen (Personalbewirtschaftung, Zwischenfinanzierungen etc.) unerlässlich,“ so Frank Timpe von der AmrumTouristik.

„Kurzum: Wir brauchen „Licht am Ende des Tunnels“ als Handlungs- und Planungsgrundlage!

Diese zeitliche Perspektive müssen und werden wir nach den jüngsten Erkenntnissen umgehend und auf allen möglichen Ebenen einfordern. Das gilt sicherlich nicht nur für die Insel Amrum.

Über gastronomische Betriebe wurde beispielsweise einhergehend noch keine greifbare Aussage getroffen. Geschäfte auf Amrum über 800 qm gibt es nicht und die richtungsweisenden Lockerungen verpuffen insular insoweit, als die touristische Kaufkraft fehlt.

 Der wirtschaftliche Verlust aus der touristischen Wertschöpfung beläuft sich auf Amrum per 03. Mai auf ca. 17-18 Mio. Euro. Die Betroffenheit der touristischen Leistungsträger ist dementsprechend hoch.

Uns ist klar, dass nach fachlicher Beurteilung der Virologen und Mediziner der „Tourismus“ / das Reisegewerbe das größte Konfliktpotenzial beinhalten,insoweit ist die Branche selber in der Verantwortung, Lösungen anzubieten. Daran wird bereits im Hintergrund nicht erst seit heute mit Hochdruck gearbeitet.

Es dürfte dabei klar sein, dass eine mögliche und schrittweise Aufnahme von Tourismusaktivität mit nachvollziehbaren Lösungsstrategien und klaren Handlungsvorschlägen einhergehen müssen.

Hier steht gerade für die Inseln sicherlich ein schlüssiges Konzept zur medizinischen (Corona-) Versorgung an erster Stelle.

Andererseits haben die Inseln gegenüber den Festlandsdestinationen den klaren Vorteil, Gästeverkehr etc. durch geeignete Maßnahmen zu kontrollieren und steuern zu können. Unser Interessenverband auf Landesebene ist hinsichtlich der Erarbeitung von strategischen Lösungsansätzen bereits aktiv, gleiches gilt selbstverständlich auch für uns, um eine schrittweise Rückführung der Tourismusaktivitäten auf Amrum so schnell als möglich in einem möglichst geregelten und vertretbaren Rahmen zu ermöglichen.“

 

 

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