Amrumer Stammgäste …


Viele Amrumer Gäste sind Stammgäste, sie kommen jedes Jahr wieder, um auf ihrer Inselden Urlaub zu verbringen. Die meisten Stammgäste verfolgen aufmerksam, was auf der Insel geschieht und wie sich die Insel verändert. Amrum News möchte in einer kleinen Serie Amrumer Gäste zu Wort kommen lassen.  Diese Woche stellte sich Familie Endrulat-Klimke aus München am Telefon den Fragen der Redaktion.

Frau Endrulat Klimke, wann war Ihr erster Besuch auf Amrum und wie häufig haben sie schon hier Urlaub gemacht?

Wir sind 1983 zum ersten Mal nach Amrum gekommen. Es hat uns hier so gut gefallen, dass wir seitdem jedes Jahr wiederkommen, und zwar immer nach Nebel. Wir nehmen dafür gern die lange Anreise von München in Kauf.

Was gab den Ausschlag sich Amrum als Urlaubsort auszusuchen?

Die Familie meines Mannes kommt aus Hamburg und mein Mann war als Kind häufiger auf der Insel Föhr. Er wollte gern in Norddeutschland Urlaub machen, aber da er Föhr schon kannte, fiel unsere Wahl auf Amrum. Ich musste erst etwas überredet werden, da ich mit meinen Eltern immer nach Italien gefahren bin.

Was lieben sie besonders an Amrum?

Als ich bei unserem ersten Urlaub die Fähre verließ, hatte ich sofort das Gefühl: hier gehöre ich hin, hier war ich schon einmal. Mein Gefühl sollte in all den Jahren nicht enttäuscht werden. Wir fühlen uns jedes Jahr wieder sehr willkommen und wenn Uschi uns im Kaufhaus Bendixen begrüßt oder Hilke uns aus dem“ Dörnsk An Köögem“ ein freundliches „Hallo, schön, dass ihr wieder da seid“ zuruft, sind wir wieder auf unserer Insel. Unsere Kinder haben sich hier von Anfang an wohlgefühlt und ihre Freiheit genossen. Unser Sohn war den ganzen Tag beim Surfen und die Tochter bei Gerhild zum Reiten. Als sie klein waren, gab es nur eine Einschränkung: nicht ins Watt gehen. All die Jahre haben wir immer in Nebel gewohnt, die dörfliche Atmosphäre mit den reetgedeckten Häusern finden wir besonders reizvoll. Wir hatten immer sehr schöne Unterkünfte und ein fast familiäres Verhältnis zu den Vermietern. Die letzten Jahre fühlen wir uns sehr wohl in Nebel -Westerheide im Ferienhaus Lena bei Frau Hergt.

Gibt es Momente, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Wir hatten sehr viele schöne Momente auf Amrum, aber ein Ereignis ist schon besonders. Unser Sohn hat hier auf Amrum beim Surfen seine Frau kennengelernt, kurioserweise ist sie eine Münchnerin und hat auch auf Amrum Urlaub gemacht. Geheiratet haben die beiden dann natürlich auf Amrum und zwar in der Nebeler Mühle.

Was sind sie für ein Urlaubstyp, mehr der Sonnenanbeter oder mehr der Aktivurlauber

Auf Amrum kann man beides. Der Amrumer Strand ist so groß, dass man sich mit dem Strandkorb auch in etwas ruhigere Gebiete am Strand zurückziehen kann. Wir lieben lange Spaziergänge und sind immer wieder überrascht, dass wir nach all den Jahren immer noch Wege finden, die neu für uns sind. Wir genießen die Ruhe und die Bewegungsfreiheit auf Amrum. Manchmal genügt es auch einfach nichts zu tun und nur aufs Meer zu schauen

Welche Angebote (Veranstaltungen, Restaurants usw.) schätzen sie besonders?

Sehr schön ist das Dorffest in Nebel. Besonders eine alte Band aus Hamburg, die dort häufiger auftritt, hat es uns angetan. Gern besuchen wir auch das Inselkino und ein Eis von Carlo darf natürlich auch nicht fehlen.

Gibt es etwas, was die Amrumer noch verbessern könnten

Da wir viel spazieren gehen, ist uns aufgefallen, dass einige Bohlenwege häufiger repariert werden sollten. Über die Jahre kann man beobachten, dass das Angebot an luxuriösen und damit teuren Ferienwohnungen deutlich angestiegen ist. Wir hoffen, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt, für uns ist Amrum immer eine Insel für Familien gewesen.

Wann steht ihr nächster Amrum Urlaub an?

Wir planen mindesten 4 Wochen ab Mitte August auf Amrum zu sein und hoffen natürlich, dass die Corona Pandemie dann soweit abgeklungen ist, dass das auch möglich ist. Wir wünschen den Amrumern viel Gesundheit und auch Durchhaltevermögen, die schwere Zeit durchzustehen.

 

Vielen Dank für das Gespräch

 

 

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About Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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