Sturmschäden auf den zweiten Blick …


Die über Europa hinweg gezogenen Sturmtiefs der letzten Tage, „Xandra“, „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ haben auf Amrum vergleichsweise wenig Schäden angerichtet. Zur Zeit des Hochwassers in der Nacht von Freitag aus Samstag war der Fähranleger in Wittdün komplett überflutet worden (Amrum News berichtete), jedoch hat die Orkanflut hier lediglich reichlich Unrat hinterlassen, der am frühen Samstagmorgen von den Versorgungsbetrieben größtenteils bereits wieder entfernt wurde.

Während es auf dem Festland zu vielen Feuerwehreinsätzen kam, der Bahn- und Schiffsverkehr zeitweise eingestellt wurde, der Straßenverkehr enorm behindert war und sogar Menschenleben zu beklagen sind, kann es auf unserer Insel Gott sei Dank zu keinen Personen- oder Tierschäden. An Gebäuden gab es allenfalls nur geringe Beschädigungen.

Fotos: Kinka Tadsen und Peter Totzauer

Allerdings hat auch Amrum mit Land- und Sandverlust zu kämpfen. Zwar  sind die fortgespülten Sandmassen nicht so gravierend wie z. B. auf Sylt oder Wangerooge, jedoch sind insbesondere im Bereich des Strandübergangs Nebel doch größere Dünenabbrüche zu verzeichnen. Hier ist auch der Treckerüberweg zu einem großen Teil abgebrochen und muss wieder neu aufgeschüttet werden. Im Bereich des Quermarkenfeuers Norddorf sind die Vordünen fast gänzlich verschwunden, und auch nördlich des Norddorfer Strandübergangs kam es erneut zu Dünenkantenabbrüchen und Zerstörung der Halmanpflanzungen.

Die seit Jahren als kritisch zu betrachtende Engstelle beim Landschulheim „Ban Horn“ hat zwar wieder den Sturmfluten getrotzt, ist aber im bewachsenen Dünenbereich nur noch etwa 2,50 m breit. Am Schlimmsten hat es aber wieder einmal die Wattseite der Insel bei Steenodde getroffen. Nicht nur, dass hier in einigen Teilen quasi „Land unter“ zu verzeichnen war, ist es im Bereich der Kliffkante zu größeren Zerstörungen gekommen. Hier ist  über eine Länge von gut 50 m der Wander- und Fahrradweg kaum mehr passierbar.

Auch in den nächsten Tagen soll es noch recht windig sein, erst zum Wochenende sagen die Meteorologen eine Wetterberuhigung voraus.

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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