Saharastaub auch über Amrum …


Saharastaub in der Atmosphäre

In den Medien war neben dem Ukrainekrieg und der Coronapandemie in den letzten Tagen ein besonderes Wetterphänomen ein Thema: Saharastaub.

Gewaltige Mengen an Sand werden durch bodennahe Turbulenzen in der Sahara-Wüste Nordafrikas aufgewirbelt und steigen bis zu fünf Kilometer hoch in die Atmosphäre. Dort können  sie bis zu einem halben Jahr schweben und bei bestimmten Großwetterlagen binnen weniger Tage bis nach Mitteleuropa gepustet werden. Dies tritt rund zehn Mal im Jahr auf, insbesondere zwischen März und Juni, sowie Oktober und November.

Saharastaub auf den Autos

Über Deutschland fällt dann ein extrem dunstiger, mitunter gelblich-rötlicher Himmel auf, und der Sandstaub wird vor allem auf Autos und Fensterscheiben sichtbar.

In  unserem Land ist hierbei meistens der Süden mit Bayern und Baden-Württemberg betroffen. Je nördlicher man kommt, desto seltener ist das Phänomen, da der Saharastaub zumeist über der Mitte Deutschlands ausgewaschen wird.

Saharastaub auf den Fenstern

Am Donnerstagvormittag ist über Amrum ein Tiefauslöser mit Regenfällen hinweggezogen und hat offensichtlich noch einiges an afrikanischen Sand im Gepäck gehabt. Vor allem am Freitagmorgen haben sich dann so Einige bei wolkenlosem Himmel und herrlichem Sonnenschein verwundert die Augen gerieben, hatten sich auf vielen Autos doch die typischen Schlieren gebildet und viele Fenster waren milchglasartig verschmutzt. Da half nur „putzen“.

 

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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