Vom Frühlingshungerblümchen über das Hasenbrot zum Stinkenden Robert …


Blümchen mit dem Spitznamen: Stinkender Robert

Nach den ersten warmen Sonnentagen grünt und blüht es auf Amrum überall. Es ist die perfekte Zeit, die Pflanzenwelt unter die Lupe zu nehmen. Da sind nicht nur die wunderschönen bunten Gärten der Dörfer. Was blüht denn eigentlich am Wegesrand? Wandert man beispielsweise auf den Dünenwegen, fällt es zunächst gar nicht auf. Doch schaut man genau, kniet sich gar hin, gibt es eine besondere Welt zu entdecken. Winzig klein, rosa, blau und weiß, nur wenige Millimeter groß. Blüten ducken sich hinter Büscheln des Silbergrases. Was ist das alles? Irgendwie sehen die vielen weißen Winzlinge alle gleich aus, oder doch nicht? Beim genauen Hinsehen zeigen sich unterschiedliche Blattformen und Blütenköpfe. Kleine Früchte schieben sich hervor, die einen dick, die anderen lang und dünn. Es sind die kleinen Frühblüher, die das Rennen machen. Wenn der Sand noch feucht ist und der Boden die volle Kraft der Sonne erhält, entfalten sich Bauernsenf, Ackerschmalwand, Frühlingshungerblümchen oder das Hügel-Vergissmeinnicht. Sie haben längst ihre Samen verbreitet, wenn hochwachsende Gräser oder Gehölze ihre Standorte beschatten.

Moritz Weber, der sich die Exkursion gewünscht hatte, schaut beglückt in das Gesicht der Diplom Biologin Karen Heidemann, als sie jetzt über die Simsen, Binsen, Seggen & Co erzählt. Eins wird besonders klar auf der Exkursion, Karen Heidemann sieht die Pflanzenwelt der Insel mit ganz neuen Augen. Ihr enormes Wissen über Amrums Flora, begeistert das junge Team von Studenten, BFD- und FÖJlern des Öömrang Ferians i.f. . Als die vielen Fragen langsam versiegen, ist bereits der rosa Streifen der Dämmerung am Horizont zu sehen. Die Truppe geht beglückt nach Hause. Ab Mitte Mai möchte Karen Heidemann auch für Amrumer*innen und die Gäste der Insel Exkursionen einen botanischen Abendspaziergang anbieten. Termine dazu gibt es im Amrum Aktuell zu finden.

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Über Anna Kienitz

Anna Kienitz, 1988 geboren, verbrachte die ersten 18 Jahre ihres Lebens im mittelhessischen Klein-Altenstädten, bevor sich ihr Leben während eines Work and Travel Jahres in Neuseeland schlagartig veränderte. Dem Sog zu fernen Meeren folgend studierte sie Biologie im Bachelor und Küsten- und Meeresmanagement im Master auf Island. Als stellvertretende Leitung einer Meeresschutzstaion arbeitete sie in Südostasien und verbrachte ein Jahr als Umweltwissenschaftlerin beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg. Jetzt hat sie eine abwechslungsreiche Aufgabe und ihren Platz am Meer auf Amrum gefunden. Sie leitet das Naturzentrum in Norddorf und gehört als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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