Der Seabob ist einsatzbereit …


Seabob bei der DLRG Norddorf

Im September letzten Jahres testete die Norddorfer DLRG-Mannschaft mit dem langjährigen Wachleiter Frank Vossmerbäumer einen „Seabob“ um herauszufinden, ob dieses Gerät am Kniepsand einsatzfähig sei (Amrum News berichtete). Die Testergebnisse waren eindeutig positiv und so entschloss sich die Gemeinde Norddorf / Amrum Touristik Norddorf ein entsprechendes Gerät anzuschaffen um es der DLRG am Norddorfer Strand zur Verfügung zu stellen.

Übergabe durch Christoph Decker und Frank Timpe an die Wachmannschaft der DLRG

Letzte Woche war es endlich soweit, der Seabob wurde geliefert und von Bürgermeister Christoph Decker und dem Vorstand der Amrum Touristik, Frank Timpe, an die DLRG übergeben.

Der Seabob ist ein Rettungsgerät mit elektrischem Jetantrieb, das sowohl zum Tauchen als auch zum schnellen Fortbewegen an der Wasseroberfläche genutzt werden kann. Die Rettungsschwimmer*innnen lassen sich damit durch das Wasser ziehen und sind damit deutlich schneller an einem Unfallort.

Frank Vossmerbäumer erklärt den Seabob

Ursprünglich wurde der Seabob als Wasserschlitten für hochtechnisierte Wassersportaktivitäten konstruiert und wird hier weltweit genutzt. Durch entsprechende Aufrüstung konnte eine Weiterentwicklung zu einem modernen, umweltfreundlichen und wartungsarmen Rettungsmittel erzielt werden. Mit einem Gewicht von nur 34 kg, einer Hartintegral-Kunststoffform und einem E-Jet Power-System mit 725 Newton hat der Elektromotor eine Leistung von 4,5 kW entsprechend 6,1 PS. Bei voller Leistung hat das Gerät eine Betriebsdauer von rund 60 Minuten und kann bei Bedarf mit einer Schnellladeeinheit in 1,5 Stunden wieder aufgeladen werden. Die optimale Ladezeit, z. B. „über Nacht“ beträgt ca. 8 Stunden.

Der Seabob im Einsatz (Bild: DLRG Norddorf)

Die Netto-Kosten für die Anschaffung betragen inkl. spezieller DLRG-Ausrüstung wie Schnellladegerät, Strandtrailer, Schutzhülle und Recsue Universalgurt in etwa 16.000 €, wobei 80 % der Kosten im Rahmen der Förderung von Kleinprojekten aus dem Regionalbudget der LAG AktivRegion Uthlande im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung abgedeckt sind.

Alle Beteiligten sind sich sicher, dass der Seabob Leben retten kann und somit der Sicherheit von Badegästen an den Stränden, hier in Norddorf, dient. Gleichwohl hoffen alle, dass die Einsatzzahlen für das Gerät möglichst niedrig bleiben werden. Dennoch wird irgendwann  der Ernstfall eintreten. Bis dahin über die Mitglieder der DLRG-Wachmannschaften fleißig den Umgang mit dem Seabob.

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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