In der Nähe von Sylt sinkt ein Schiff – Container mit Treibstoff geraten in die Nordsee.
Rettungskräfte reagieren schnell, die Crew bleibt unverletzt.
Jetzt laufen die Ermittlungen zur Ursache.
Havarie in der Nordsee
Am Donnerstagabend sank das ehemalige Lotsenboot MS SEA DAGGER (Länge: 17 m, Breite: 4 m) in der Nähe des Windparks DanTysk, etwa 70 Kilometer westlich von Sylt. Das Havariekommando übernahm um 20:15 Uhr die Gesamteinsatzleitung auf Ersuchen der Verkehrszentrale West Coast Traffic.
Die zweiköpfige Besatzung blieb unverletzt und wurde von einem in der Nähe befindlichen Schiff aufgenommen.
An Bord der SEA DAGGER befanden sich mehrere 1-Kubikmeter-Tankcontainer mit Treibstoff. Einige dieser Container gingen beim Sinken des Schiffes über Bord.
Zollboot und Schlepper im Einsatz
Zur Lageerkundung wurde das Zollboot HELGOLAND eingesetzt. Der Hochseeschlepper NORDIC befand sich ebenfalls vor Ort, um die treibenden Tankcontainer aufzunehmen. Ein Sensorflugzeug vom Typ DO 228 überflog das Seegebiet zur Lageerkundung aus der Luft.
Sechs Treibstoffcontainer wurden von der NORDIC sowie dem Fischereischutzboot SEEFALKE der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung geborgen. Sie werden zur Entsorgung an Land übergeben.
Fortsetzung der Suche aus der Luft
Am Freitag überflog das Sensorflugzeug DO 228 das Seegebiet erneut.
Das Mehrzweckschiff MELLUM der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung war ebenfalls im Einsatz, um nach weiteren Containern zusuchen und die Wrackstelle abzusichern.
Am 26. September um 13:00 Uhr wurde die Einsatzleitung an das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee übergeben.
Ermittlungen zur Unfallursache
Zur Klärung der Unfallursache hat die Bundespolizei See die Ermittlungen aufgenommen.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum

