Heidepflege 2025: Abschluss der Arbeiten und neue Methoden im Test …

Die Heidepflege neigt sich in diesem Jahr bereits dem Ende zu. Die Pflegearbeiten umfassten vor allem Nacharbeiten der bereits durchgeführten Maßnahmen.

Verbuschung entgegenwirken: Fokus auf Nachpflege

Besonders auf stark verbuschten Flächen, auf denen Gehölze wie die amerikanische spätblühende Traubenkirsche oder Brombeeren wieder austreiben, wurde erneut gearbeitet. Auch Heideflächen am Waldrand müssen intensiv gepflegt werden, da dort ein starker Gehölzdruck herrscht und die Ausbreitung der Gehölze aus dem Wald in die Heide verhindert werden soll.

Neue Technik im Test: Plaggen mit Mulcher, Fräse und Bagger

Fräse zur Vorbereitung des Plaggens – Foto: Ole Andresen

Neben den maschinellen und händischen Entkusselungen wurde eine neue Methode zum Plaggen von Heideflächen ausprobiert. Die Arbeitsschritte einer Plaggmaschine werden dabei mithilfe eines Mulchers und einer Fräse in Kombination mit einem Bagger nachgeahmt. Der Zwischenschritt des Fräsens dient dazu, die Humusschicht abzutrennen und Wurzeln sauber abzuschneiden, ohne sie zu reißen und dadurch tiefere Bodenverwundungen oder ein Vermischen der Bodenschichten hervorzurufen. Vorteile dieser Maßnahme sind zum einen die geringeren Kosten, da alle benötigten Maschinen auf der Insel verfügbar sind und somit Liefer- und Transportkosten entfallen. Zum anderen können die Maschinen kleinere Flächen bearbeiten, wodurch ein feineres Mosaik verschiedener Heidestadien entsteht. Außerdem kann auf Störflächen mit Kartoffelrose oder Brombeeren kleinteilig reagiert und dafür gesorgt werden, dass der Nährboden dieser Arten reduziert wird.

Die Beweidung der Heiden erfolgt weiterhin wie in den vergangenen Jahren. Die Pferde tragen zur Offenhaltung der Heide bei und vermindern die Vergrasung.

Auswertung und künftige Anpassungen

Plaggfläche in Norddorf

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen bereits einige Faktoren, die für den Erfolg der Beweidung von Bedeutung sind. Neben der Besatzdichte und der Dauer der Beweidung ist vor allem der Zeitpunkt im Jahresverlauf entscheidend. Um die optimale Beweidung der Heide herauszufinden, müssen die Ergebnisse der vergangenen Jahre ausgewertet werden. Gleiches gilt für die Umsetzung der weiteren Heidepflegemaßnahmen, auch hier gilt es die Ergebnisse zu evaluieren und entsprechende Maßnahmenplanung in Zukunft anzupassen.

Mitmachen beim Heide- und Dünenschutz

Beweidete Heide mit lückiger Heidevegetation

Händische Pflegemaßnahmen des Öömrang Ferian i.F. erfolgen rund ums Jahr in Heide und Dünen. Bei Interesse wenden Sie sich an den Verein oder an die Naturschutzkoordination der AmrumTouristik AöR unter naturschutz@amrum.de

Über Hanna Zimmermann

Hanna Zimmermann ist seit Juli 2021 auf Amrum als Naturschutzkoordinatorin bei der AmrumTouristik AöR tätig. Im Ruhrgebiet geboren, zog sie es für ein Freiwilliges ökologisches Jahr an die Küste St.Peter-Ordings. Nach dem Masterstudium der Landschaftsökologie sowie mehreren Auslandsaufenthalten arbeitete sie als Landschafts- und Umweltplanerin. Der Wunsch praktischen Naturschutz zu gestalten und die Möglichkeit auf Amrum für Naturschutz und in der Landschaftspflege zu arbeiten zog sie erneut in den hohen Norden. Im Team der AmrumNews schreibt sie vor allem über die laufenden Projekte und Aktionen im Naturschutz auf der Insel.

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