Der in Niebüll stationierte Hubschrauber „Christoph Europa 5“ der DRF Luftrettung leistete im Jahr 2025 insgesamt 1.555 Einsätze. Davon entfielen 1.138 Einsätze auf die Notfallrettung und 417 auf den Transport kritisch kranker oder verletzter Patientinnen und Patienten zwischen Kliniken. Im Jahr 2024 wurde der Hubschrauber 1.312-mal alarmiert.

Auch der in Rendsburg stationierte Hubschrauber „Christoph 42“ war stark gefordert. Von seinem Standort auf dem Flugplatz Schachtholm am Nord-Ostsee-Kanal aus absolvierte die Crew 1.513 Einsätze, darunter 1.214 Notfalleinsätze sowie 299 Intensivtransporte.
Großes Einsatzgebiet zwischen Nordsee, Ostsee und Dänemark
Die Station Niebüll versorgt ein weitläufiges Einsatzgebiet, das sich von Ribe in Dänemark im Norden bis St. Peter-Ording im Süden sowie von Steinbergkirche im Osten bis zu den Inseln und Halligen im Westen erstreckt.
Der Hubschrauber in Rendsburg deckt den Raum von der dänischen Grenze bei Flensburg im Norden bis Elmshorn im Süden sowie von Lütjenburg im Osten bis zur Halbinsel Eiderstedt inklusive der Inseln und Halligen im Westen ab. Beide Standorte übernehmen damit eine zentrale Rolle in der notärztlichen Versorgung Schleswig-Holsteins.

Herzinfarkt, Unfall, Schlaganfall: Die häufigsten Alarmierungsgründe
Wie in den Vorjahren zählten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu den häufigsten Alarmierungsgründen. Auch nach Unfällen und Stürzen wurden die rot-weißen Hubschrauber regelmäßig angefordert.
In 226 Fällen kam die Rettungswinde zum Einsatz, um Patientinnen und Patienten aus schwer zugänglichem Gelände zu retten und notärztlich zu versorgen. Das entspricht einem Anstieg von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

24-Stunden-Einsätze: Luftrettung gewinnt nachts an Bedeutung
Bundesweit verzeichnete die DRF Luftrettung im Jahr 2025 insgesamt 36.407 Einsätze von Hubschraubern und Flugzeugen – ein Plus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich stieg die Zahl der Einsätze bei Dunkelheit.
An 13 Stationen waren die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an zwei weiteren mit erweiterten Randzeiten. Rund ein Viertel der Einsätze dieser Stationen fand nachts statt. DRF-CEO Dr. Krystian Pracz betont: „Notfälle kennen keine Uhrzeit. Eine flächendeckende Notfallversorgung darf nicht vom Tageslicht abhängen.“

Modernste Flotte Europas und klare Forderungen an die Politik
In Schleswig-Holstein betreibt die DRF Luftrettung zwei Hubschrauber des Typs H145 von Airbus. Die Maschinen mit Fünf-Blatt-Rotor sind besonders leistungsstark und auch für Nachtflüge ausgerüstet. Beide Hubschrauber wurden im Jahr 2025 zusammen 3.068-mal alarmiert.
Durch die kontinuierliche Erneuerung ihrer Flotte betreibt die DRF Luftrettung die modernste Luftrettungsflotte Europas. Im Juli 2025 wurde zudem der Kauf von zehn neuen Hubschraubern des Typs H140 vereinbart. Gleichzeitig erhielt die Organisation erneut Zuschläge in mehreren Stationsausschreibungen – ein deutliches Signal für Qualität und Vertrauen.
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