Das Strandinselprojekt geht in die zweite Runde …

Auch in diesem Jahr wurden im Bereich der Gemeinde Nebel wieder Strandinseln eingerichtet, um Strandbrüter wie den Sandregenpfeifer und weitere Arten zu schützen.

Viele freiwillige Helfer*innen beteiligten sich tatkräftig am diesjährigen Aufbau (Copyright Aaron Wahl)

Gemeinsamer Einsatz für den Naturschutz

Insgesamt konnten in diesem Frühjahr vier Strandinseln aufgebaut werden. Die Aktion Mitte März wurde gemeinsam mit dem Bauhof Nebel, Freiwilligen der Naturschutzvereine Öömrang Ferian i. F. und der Schutzstation Wattenmeer sowie einem Strandkorbvermieter durchgeführt. Zusätzlich beteiligten sich einige Ehrenamtliche, die sich spontan für den Einsatz begeistern ließen.

Ein großes Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern: Insgesamt wurden rund 400 Holzpfosten am Strand platziert und bis zu 2.000 Meter Seil gespannt.

 

Das Fitnessstudio konnte man sich an dem Tag sparen… (Copyright Hanna Zimmermann)

Bewährte Standorte – mit einer Ausnahme

Die Standorte der Strandinseln aus dem vergangenen Jahr blieben größtenteils erhalten. Ziel ist es, dass sich die Vögel an die befriedeten Bereiche gewöhnen und diese gezielt aufsuchen.

Eine Ausnahme bildet die nördlichste Strandinsel bei Westerheide. Aufgrund der natürlichen Dynamik von Dünen und Strand wurde sie weiter nach Norden verlegt. Dort finden sich besonders günstige Bedingungen mit Muschelfeldern und Dünengras – ideal für den Sandregenpfeifer, aber auch für Seeschwalben und Austernfischer.

 

Sandregenpfeifergelege

Regelmäßige Betreuung während der Brutzeit

Auch in diesem Jahr übernehmen Freiwillige der Schutzstation Wattenmeer die Betreuung der Strandinseln. Während der Kernbrutzeit werden die Bereiche einmal wöchentlich kontrolliert. Dabei achten die Helfenden auf mögliche Gelege der Zielarten und kontrollieren die Strandinseln auf Schäden. Sobald ein Gelege innerhalb einer Strandinsel entdeckt wird, wird dieses dokumentiert und eine Nestkamera installiert. Ziel ist es, die Brut genau zu beobachten und sowohl den Schlupf der Küken als auch mögliche Verluste durch Prädation nachvollziehen zu können. Der Öömrang Ferian i.F. stellt mobile Zäunungen über die Brutzeit auf, sowohl am Strand, als auch in anderen stark frequentierten Bereichen und schützt so Gelege von Austernfischer und Co.

 

Mit Handwagen und bester Laune wurde das Material an die entsprechenden Standpunkte transportiert. (Copyright Nina Löschner)

Rücksichtnahme am Strand

Alle Strandbesucherinnen und -besucher werden gebeten, ausreichend Abstand zu den Strandinseln zu halten – sowohl beim Spazierengehen als auch beim Verweilen im Sand oder im Strandkorb. Hunde sollten, wie in allen Bereichen des Strandes, auch hier an der Leine geführt werden.

Bei Fragen zum Projekt stehen die Naturschutzvereine der Insel sowie die Naturschutzkoordination der AmrumTouristik AöR gerne zur Verfügung.

Über Hanna Zimmermann

Hanna Zimmermann ist seit Juli 2021 auf Amrum als Naturschutzkoordinatorin bei der AmrumTouristik AöR tätig. Im Ruhrgebiet geboren, zog sie es für ein Freiwilliges ökologisches Jahr an die Küste St.Peter-Ordings. Nach dem Masterstudium der Landschaftsökologie sowie mehreren Auslandsaufenthalten arbeitete sie als Landschafts- und Umweltplanerin. Der Wunsch praktischen Naturschutz zu gestalten und die Möglichkeit auf Amrum für Naturschutz und in der Landschaftspflege zu arbeiten zog sie erneut in den hohen Norden. Im Team der AmrumNews schreibt sie vor allem über die laufenden Projekte und Aktionen im Naturschutz auf der Insel.

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