Ein kleiner Betrag pro Kinokarte sorgt auf Amrum jedes Jahr für eine große Spende an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Beim Open-Air-Kino von „Luv & Lee“ wurde nun erneut ein Scheck überreicht. Doch was passiert eigentlich mit dem Geld?

Vom Filmdreh zum Wiedersehen
Schon zum siebten Mal überreichte der Kinobetreiber des Amrumer „Lichtblicks“, Ralf Thomsen, einen großen Spendenscheck an die DGzRS.
Im Rahmen des diesjährigen Open-Air-Kinos mit dem selbst produzierten Film „Luv & Lee“ begrüßten Ralf Thomsen und der Filmemacher von Geomar Film Hannover, Constantin Löhrmann, den ersten Vormann des auf Amrum stationierten Seenotrettungskreuzers „Ernst Meier-Hedde“, Sven Witzke, und den dritten Vormann, Tim Tümmers.
„Es ist seit dem Dreh 2018 das erste Mal, dass wir uns wiedersehen. Ich freue mich wirklich sehr“, strahlt Constantin Löhrmann den Vormann Sven an. Die beiden kommen direkt ins Klönschnack über die damaligen Dreharbeiten an Bord.

„Eine echte Herausforderung war es bei Seegang, die ganze Zeit durch den Sucher der Kamera zu schauen. Da wurde mir zeitweilig schon ein bisschen schwummerig in der Magengegend, wobei ich sonst absolut seetauglich bin“, erinnert sich Constantin. Dafür bekommt er die Bestätigung der beiden Seefahrer, dass es jedem, auch dem erfahrensten Seemann, einmal passieren kann, seekrank zu werden.
Wenn die Sturmsee auf der Leinwand erscheint
In dem Film „Luv & Lee“ wird manch einem vielleicht schon beim Zuschauen mulmig, denn die Sturmsee spiegelt sich beeindruckend auf der Leinwand wider.
Die Unterstützung der DGzRS ist den beiden Filmemachern von Anfang an sehr wichtig gewesen. Die Umsetzung mit den 50 Cent auf jede verkaufte Eintrittskarte zeigt einen großartigen Erfolg – und die Besucher zahlen den kleinen Aufschlag gerne, denn sie wissen genau, wohin die Spende geht.
„Da wir wissen, dass die DGzRS komplett spendenbasiert arbeitet, freuen wir uns, damit einen Teil beizutragen. Und ein Besuch im Urlaub bei „Luv & Lee“ gehört für uns schon dazu“, erzählt ein Kinobesucher.

50 Cent, die viel bewirken
„Wo genau gehen die Spendengelder denn hin?“, fragt Ralf Thomsen. Vormann Sven Witzke erklärt, dass die Gelder zunächst in den großen Spendentopf der DGzRS gehen, damit sie dort eingesetzt werden können, wo sie am nötigsten gebraucht werden.
„Für die Amrumer Crew des Seenotrettungskreuzers gab es vor zwei Jahren aus dem Spendenpool neue Rettungswesten. Diese bekamen einen Extra-Aufdruck mit dem Filmlogo „Luv & Lee““, berichten die beiden Seemänner.
Auch in diesem Jahr durften sie die Summe von weit über 2.000 Euro entgegennehmen und bedankten sich für die Spende und die langjährige Unterstützung.

Film ab!
Der Applaus bestätigte dies. Nun hieß es: Film ab! Die Zuschauer durften sich darauf freuen, Insulaner in ihrem Alltag näher kennenzulernen, die Insel in unterschiedlichen Jahreszeiten und Wetterverhältnissen zu sehen und die Crew des Seenotrettungskreuzers in Aktion auf der 8 Meter langen Open Air Leinwand zu erleben.
Ralf Thomsen und Constantin Löhrmann bedankten sich und freuten sich schon auf den nächsten Tag. Denn dann ging es auf die Nachbarinsel Föhr zum Open-Air-Kino ihres eigens produzierten Films „5 Meter über Null“.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum

