Acht Jahre lang war ein Elektro-Quad im Einsatz. Die DLRG in Nebel ersetzt ihr Elektro-Quad durch ein neues Fahrzeug mit Benzinmotor. Technische Probleme machten einen Wechsel auf ein neues Rettungsfahrzeug erforderlich.

Elektro-Quad stößt an seine Grenzen
Vor acht Jahren wurde die DLRG-Station der Gemeinde Nebel erstmals mit einem Elektro-Quad ausgestattet. Das geländegängige Fahrzeug ermöglicht es den Rettungskräften, den weitläufigen Strandbereich zwischen den Badestränden von Süddorf und Nebel schnell zu erreichen. Auch Notfallausrüstung und ein Rettungsboot können damit zügig zum Einsatzort gebracht werden. Die Entscheidung für ein Quad hat sich im Rettungsdienst am Strand bewährt.
Mit dem Elektroantrieb gab es jedoch technische Probleme. Vor allem Korrosion und die nachlassende Batteriekapazität bereiteten Schwierigkeiten. In den acht Jahren mussten die Batterien dreimal ausgetauscht werden, weil die Reichweite für den Einsatz am Nebeler Strand nicht mehr ausreichte. Hinzu kam die tägliche Anfahrt von den Unterkünften der DLRG-Rettungsschwimmer zur Wachstation.

Sicherheit hat Vorrang
„Auch wenn wir aus ökologischen Gründen grundsätzlich den Einsatz eines Elektrofahrzeugs bevorzugen, haben wir uns diesmal für ein benzinbetriebenes Fahrzeug entschieden. Sicherheit geht in diesem Fall vor. Das Rettungsfahrzeug muss jederzeit und auch über längere Zeiträume zuverlässig einsatzbereit sein“, sagt Nebels Bürgermeister Cornelius Bendixen.
Das neue allradgetriebene Quad der Firma Polaris wird von einem Viertakt-Einzylinder-Benzinmotor mit 44 PS angetrieben und erreicht im Gelände eine Höchstgeschwindigkeit von 44 km/h.
„Durch den täglichen Einsatz am Strand und den Kontakt mit Salzwasser muss das Fahrzeug jeden Tag mit Süßwasser abgespritzt werden“, erklärt Wachleiter Nils David. „Das Quad steht den ganzen Sommer über im Freien und wird nur in den Wintermonaten in einer Halle untergestellt.“
Freiwillige sorgen den Sommer über für Sicherheit
Die DLRG-Wache in Nebel ist während der Hochsaison dauerhaft mit zehn freiwilligen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern besetzt. Sie leisten ihren Dienst jeweils für zwei bis drei Wochen am Strand. Viele von ihnen kommen seit Jahren regelmäßig nach Amrum – einige treten damit in die Fußstapfen ihrer Eltern, die ebenfalls bereits als DLRG-Rettungsschwimmer auf der Insel im Einsatz waren.
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