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Stark gebeuteltes Kliff wartet immer noch auf Hilfe …(to)

Zwischen Nebel und Steenodde bleibt die Gemeinde Nebel mit den Küstenschutzmaßnahmen am Kliff allein (Artikel vom 03.04.2008)

Kliff zwischen Nebel und Steenodde

Kliff zwischen Nebel und Steenodde

Wie frustrierend und wenig nachhaltig die Arbeiten zum Erhalt des Kliffs zwischen Nebel und Steenodde sind, wurde nach dem letzten Sturm wieder einmal überdeutlich. Wie Bürgermeister Uwe Claußen berichtete, hatte man mit den Arbeiten zur Aufarbeitung der wassergebundenen Wege in Nebel begonnen, um bereits den Ostergästen eine weitestgehend glatte Oberfläche für ihre Radtouren und Spaziergänge bieten zu können. Doch verzögerte der immer wieder einsetzende Regen die Arbeiten und sorgte dafür, dass die Wege schnell wieder ausgewaschen wurden und sich dadurch neue Schlaglöcher aufzeichneten. “Bei solch einem umfassenden Wegenetz kann man vorne wieder anfangen, wenn man am Ende angekommen ist”, zog Claußen sein Resultat.
Was aber besonders ärgerlich für die Gemeinde ist, ist die Tatsache, dass der letzte Sturm die gesamte Arbeit am Wanderweg zwischen Nebel und Steenodde wieder zu Nichte gemacht hat. Dieser Bereich der Amrumer Küste erlitt im zurückliegenden Herbst und Winter herbe Substanzverluste und speziell das Kliff weist eine immer länger werdende Abbruchkante auf. In aller Deutlichkeit wurde nun nochmals bestätigt, dass es zwar zu beantragende Fördergelder geben könnte, aber ansonsten die Maßnahmen von der Gemeinde Nebel zu tragen seien. Wie Claußen ausführte, sei dieser Bereich ein FFH-Gebiet (Flora- und Fauna-Habitate) und dürfe nur mit kleinen Feldsteinen befestigt werden. Hierfür müsse allerdings vorher eine Verträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Solche Maßnahmen, bei der Sandaushub zur Sicherung herangeschafft würde, seien nicht geeignet, so die Verantwortlichen.
Als unverständlich stellt sich die Aussage der Küstenschutzverantwortlichen des Landes dar, dass der Substanzverlust der letzten 40 bis 50 Jahre an der Ostküste nicht klar dokumentierbar sei, weil die Sandmassen, die durch die Gemeinde herangeschafft wurden nicht schriftlich festgehalten wurden.
Überaus ernüchternd sei dabei die Tatsache, so Claußen, dass man durch die Lande reist, um Unterstützung zu erbetteln und dabei sieht, wie durch mangelnde Konzeptionierung die Gelder verschleudert werden. Wie kann es sonst angehen, dass zum Beispiel in Cuxhaven ein Gebäude erworben wird und im Nachhinein festgestellt wird, die Räumlichkeiten sind zur Unterbringung der Behörde nicht zu gebrauchen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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