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Jugend und Soziales…(ck)

Neues vom Arbeitskreis Jugend und Soziales und vom geplanten Bau des Jugendzentrums (Artikel vom 07.04.2008)

Hier entsteht bald das Jugendzentrum

Hier entsteht bald das Jugendzentrum

Nachdem im vergangenen Jahr der Arbeitskreis Jugend und Soziales mangels Teilnahme nicht aktiv wirken konnte, ist er nun vor kurzem wieder zu neuem Leben erweckt worden. An die 14 Teilnehmer konnten Angela Freitag, Projektleiterin von der sozialraumorientierten Erziehungshilfe auf Föhr, und ihre neue Mitarbeiterin Martina Hoff begrüßen. Martina Hoff soll als Ansprechpartnerin der Sozialraumorientierten Erziehungshilfe auf Amrum vor Ort, aber auch als Verbindungsglied und Kontakperson für das Jugendamt sein.

Martina Hoff mit eigenem Nachwuchs

Martina Hoff mit eigenem Nachwuchs

Nachdem Stephan Schlichting und Ralf Klein über das seit ca. einem Jahr an der Öömrang Skuul durchgeführte Projekt “Prävention im Team – PIT”, berichteten, äußerte sich Michael Hoff, Vorsitzender des Fördervereines zur Errichtung eines Jugendzentrums auf Amrum, zum Stand der Dinge bezüglich des geplanten Jugendzentrum-Baus. Demnach sei aus Kiel ein positiver Bescheid zurückgekommen, dass das Jugendzentrum als förderfähig anzusehen ist. Nun müsse das Amt als Träger die entsprechenden Anträge für den Erhalt der Fördergelder stellen. Nach dieser Aussage machte sich bei den Teilnehmern des Arbeitskreises großer Unmut breit. Nach dem positiven Bescheid hatte man geglaubt, mit dem Bau beginnen zu können. Nun heißt es wieder “auf die beantragten Gelder warten”. Der Verein befürchtet, langsam unglaubwürdig bei der Bevölkerung zu werden, die immer wieder mit Spendengeldern den Bau eines Jugendzentrums unterstützt hat. Vorstandsmitglied Rüdiger Seifert versuchte etwas zu beschwichtigen. “Das Jugendzentrum ist als förderfähig anzusehen. Dieser Umstand sei als positiv und als ein weiterer Schritt zu bewerten, wenn auch die benötigte Zeit dafür mehr als fragwürdig erscheint”, so Seifert.
Auf Nachfrage beim Amt Föhr-Amrum äußerte sich Kämmerer Norbert Gades positiv. “Das geplante Jugendzentrum ist im Frühsommer 2007 als eines von vielen Projekten im Dorfentwicklungsplan aufgenommen und beschlossen worden. Nach der Prüfung der einzelnen Projekte sind im Rahmen der Genehmigung des Dorfentwicklungsplanes durch das Land Schleswig-Holstein einige herausgefallen. Andere, so wie Amrums Jugendzentrum, wurden hingegen positiv bewertet und als förderfähig anerkannt, “erklärt Norbert Gades den komplexen Sachverhalt der Förderungen. Aus welchen Gründen das Genehmigungsverfahren beim Land so lange gedauert hat, ist nicht bekannt. Der Antrag auf Fördergelder zum Bau des Jugendzentrums wurde sofort gestellt, so Gades. Über die Zuweisung der Gelder entscheidet das Amt für ländliche Räume. Seit über neun Jahren kämpft der Verein nun für die Jugendlichen, die die Hoffnung auf ein Jugendzentrum mittlerweile fast aufgegeben haben. Gades ist zuversichtlich, dass die scheinbar unendliche Geschichte nun doch in naher Zukunft ein Happy-End erhält.
In einer Diskussion zum Thema Ganztagsschule als Jugendzentrum-Ersatz kamen die Teilnehmer des Arbeitskreises zu dem Ergebnis, dass es zur Zeit fraglich ist, inwieweit eine Ganztagsschule überhaupt realisierbar wäre. Zudem würde die Schule den späten Nachmittag nicht auffangen, so dass das Jugendzentrum als Rückzugsraum für Jugendliche in jedem Fall unverzichtbar und klar von der Schule zu trennen ist.
Verantwortlich für diesen Artikel: Carmen Klein

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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