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Friesische Freundschaft…

Die friesisch singenden Gesangvereine von den Inseln Föhr und Amrum trafen sich zum gemeinsamen Singen “Frisia Cantat” in diesem Jahr auf Amrum im Gemeindehaus Norddorf. frisiaDiese Tradition gibt es seit nunmehr 50 Jahren zwischen den beiden Inseln. Alle drei Jahre treffen sich die Chöre und wechseln sich im Ausrichten des Festes ab. In diesem Jahr war der Gesangverein “Rüm Hart” aus Nebel Gastgeber. So begrüßte Bernhard Tadsen als Vorsitzender des Vereins die 200 Gäste beider Inseln und freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt waren. Einen großen Dank sprach er an die Sponsoren Fering Stiftung, Föhr Amrumer Bank, Wyker Dampfschiffs Reederei und Amrum Tourismus aus, die mit ihren Mitteln einen großen Teil zum Gelingen dieses Frisia Cantat 2009 beigetragen haben. Von Föhr waren zum ersten Mal die “Feer Ladies” mit dabei, deren Chor aus dem Verein der Föhrer Landfrauen hervorgegangen ist. Eine ganz eigen gesungene Version des Frauenchors von “Jonk ast an so stal” bekam lautstarken Beifall. Die erst kurze Bestandszeit der “Feer Ladies” war in keinem Stück zu hören und wurde mit großem Applaus bestätigt. Der gemischte Chor Nieblum konnte neben dem 50 jährigem Jubiläum von Frisia Cantat sein eigenes 100 Jähriges Bestehen feiern. 1909 wurde der Männergesangverein Nieblum gegründet, der heute mit seinen Sängerinnen zum Gemischten Chor Nieblum wurde. Die Klavierbegleitung der Chorleiterin Galina Russanova untermalte die wundervollen Stimmen des Nieblumer Chors und erntete zusätzlichen Beifall. Auch der Nieblumer Chor trug ein neues Lied “Ruad ruad ruad san a rusen” (geschrieben von Anke Drewsen )vor. Der Männergesangverein Föhr-West war fast ganz vollständig nach Amrum gekommen und begeisterte die Zuhörer mit seinen drei friesischen Liedern. Gefühlvoll, leise und kräftig mit Schwung zeigten die 27 Männer ein umfangreiches tolles Programm. Norddorfs Gesangverein erfreute mit einem neuen Stück  “En hünjmots wääkst üüb Makenhugh” geschrieben von Nora Grevenitz, die schon beim letzten Frisia Cantat ein Stück für den Nebeler Gesangverein schrieb. Mit 38 Stimmen war der Norddorfer Gesangverein am Größten vertreten. Ein langer Beifall lobte auch hier alle Sängerinnen und Sänger in ihren Stimmen. Der Gastgeber “Rüm Hart” begeisterte die Zuhörer mit seinem neuen friesischen Lied “A somerdaar looke”, geschrieben von Jens Quedens und heimste großen Applaus ein. Da fiel ein kleiner Patzer beim nächsten Stück kaum auf und sorgte für ein bisschen Stimmung und echte “Live-Atmosphäre”. Nachdem die Chöre ihre Programme gesungen hatten ging es heiter mit Musik und Tanz weiter. Die Föhrer Band “De Aflegers” sorgte für eine durchgehend volle Tanzfläche und in den Pausen wurde sich fröhlich ausgetauscht und weiter gesungen. Durften doch an so einem Abend die “Nationalhymnen” der Inseln “Min eilun feer” und “Dü min tüs, min öömrang lun” nicht fehlen.

von links : Dirigentin Iris Stümke "Rüm Hart", Festausschuß "Rüm Hart" Gerda Hansen, Dirigent Roluf Hennig "Männergesangverein Föhr-West", Vorstand "Rüm Hart" Bernhard Tadsen, Dirigentin Sylvia Hocke "Norddorfer Gesangverein, Dirigentin Galina Russanova "Gemischter Chor Nieblum", Dirigentin Birke Buchhorn-Licht "Feer Ladies"

von links : Dirigentin Iris Stümke "Rüm Hart", Festausschuß "Rüm Hart" Gerda Hansen, Dirigent Roluf Hennig "Männergesangverein Föhr-West", Vorstand "Rüm Hart" Bernhard Tadsen, Dirigentin Sylvia Hocke "Norddorfer Gesangverein, Dirigentin Galina Russanova "Gemischter Chor Nieblum", Dirigentin Birke Buchhorn-Licht "Feer Ladies"

Neue Bekanntschaften zwischen Föhr und Amrum wurden an diesem Abend geknüpft, aber vor allem alte Freundschaften und Verwandtschaften gepflegt. Das Ziel des Frisia Cantat von 1959 “Die Friesische Sprache Verbreiten und die Vertiefung des friesischen Liederguts zu fördern” ist an diesem Abend mit neuen Liedern und vielen Gesprächen auf Fering und Öömrang wieder bestätigt worden. Föl Soonk, herzlichen Dank.

Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

3 Kommentare

  1. WIR HABEN GESUNGEN:
    DET WIAR AN GRAT PLESIAR AN HOKER EI MAD ÜS WIAR
    GING FÖL FERLEESEN

    DET STEMET!!
    FÖL TOONK

  2. Schade,leider findet es nie im August statt.

  3. wenn Man(n) / Frau denn Artikel richtig liest, dann sollte es doch zu lesen sein das diese Veranstaltung 1. alle 3 Jahre auf einer der beiden Inseln statt findet und 2. ein Chortreffen der beiden Inseln ist und KEINE öffentliche Aufführung.

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