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Satzungsänderung…(to)

Vor 20 Jahren wurde der Förderverein Föhr-Amrumer Krankenhaus ins Leben gerufen.

vl. Raabe, Christiansen, Ottersky, Gereke

vl. Raabe, Christiansen, Ottersky, Gereke

Ein lebensbedrohlicher Notfall, der die Möglichkeiten des Krankenhauses überstieg, stellte damals das Schlüsselereignis zur Gründung des Fördervereins dar. Mittlerweile sind bereits über zwei Millionen Euro an Fördergeldern in das Klinikum geflossen und haben dabei maßgeblich dazu beigetragen, dass modernes und dringend benötigtes Equipment angeschafft werden konnte und sich die Klinik trotz schwieriger Rahmenbedingungen nicht selber zum Akutpatienten entwickelt hat.

Die medizinische Grund-, Regel-, und Notfallversorgung für die Inseln Amrum und Föhr auf hohem Niveau zu gewährleisten, ist das erklärte Ziel. Und das an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Der Kreis Nordfriesland als Träger der Inselklinik soll dabei nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden. Vielmehr sollen die unterstützten Maßnahmen dazu beitragen, dass den Insulanern und ihren Gästen ein hoher medizinischer Standard geboten werden kann, der ansonsten in solch einem eher kleinen Klinikum sicherlich nicht selbstverständlich wäre und aus dem operativen Geschäft wohl auch nicht zu finanzieren sei.

Was aber auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins nun deutlich wurde, ist die Tatsache, dass auch diesem Verein nicht das Schicksal der Überalterung vorbehalten bleibt. Wie der Vorsitzende Hark Gereke anmerkte, seien die Themen Krankheit und Gebrechlichkeit für die jüngere Generation in ihrem Bewusstsein noch nicht von solcher Bedeutung, dass sie dem Förderverein bisher in größerem Maße beigetreten seien. Es konnte zwar, trotz 23 Sterbefälle zum Beispiel im vergangenen Jahr, bisher die Mitgliederstärke von rund 1100 gehalten werden, doch sollte der Verein intensiv um die Mitgliedschaft junger Leute werben, warb Gereke.

Wie schwer es sei Nachfolger für rein ehrenamtliche Führungsposten zu finden, musste auch der Verein feststellen, als es darum ging, den Vorsitz turnusgemäß neu zu besetzen. Laut der bisherigen Satzung, nach der eine Wahl zum Vorstandsmitglied über das vollendete 65. Lebensjahr – zum Zeitpunkt der Wahl – hinaus nicht möglich war, hätte Gereke aufgrund seines Alters nicht erneut zur Wahl stehen dürfen. Auf Antrag wurde vor den Vorstandswahlen dieser Passus geändert und die Grenze auf die Vollendung des 70. Lebensjahres heraufgesetzt. Als weitere redaktionelle Änderung in der Satzung wird die Bezeichnung Chefarzt in medizinischen Direktor sowie Kreiskrankenhaus in Inselklinik übernommen.

Die Versammlung bestätigten bei jeweils eigener Enthaltung den ersten Vorsitzenden Hark Gereke für weitere drei Jahre, den Kassenwart Christian Christiansen für ein Jahr und den zweiten Vorsitzenden Erk Roeloffs für zwei Jahre. Letzterer konnte aus beruflichen Gründen nicht der Versammlung beiwohnen, hatte aber im Vorfeld seine Bereitschaft zur Weiterführung des Amtes erklärt. Die langjährige Beisitzerin Brigitte Rörden stellte sich nicht mehr zur Verfügung. Ihren Posten nimmt zukünftig Dr. med Reinhard Rabe war. Die Kassenprüferin Karin Boetius beschied dem Kassenwart in ihrem Prüfbericht eine hervorragend geführte Kasse und beantragte Entlastung für ihn und den gesamten Vorstand durch die Versammlung.

Dr. med. Gerd Ottersky, ärztlicher Direktor des Klinikums Föhr-Amrum, konnte in seinem Bericht vermelden, dass die Klinik derzeit schwarze Zahlen schreibt. Dies sei allerdings auch nur möglich, weil der Förderverein jedes Jahr zweckgebundene Investitionen einfließen lässt und Einsparpotentiale im operativen Geschäft konsequent genutzt werden. Der finanzielle Verbrauch liege bei derzeit 4,1 Mio. Euro. 450 bis 460 Patienten werden dabei behandelt.

Dem für 2010 anstehenden Ruhestand sehe Ottersky gelassen entgegen, habe er doch bereits einen qualifizierten Nachfolger gewinnen können, der eine junge Mannschaft mit einem breiten Leistungsspektrum an seiner Seite haben wird und seine Tatkraft als Chirurg ins Krankenhaus einbringen wird.. Es sei zudem aktuell gelungen eine Fachkompetenz „an Land zu ziehen“, die den kardiologischen Bereich abdecken wird und eine weitere Steigerung der Qualität bedeutet.

Hark Gereke zeigte sich überzeugt, dass es immer noch ein Informationsdefizit über das Leistungsspektrum des Inselklinikums bei den niedergelassenen Ärzten und der Bevölkerung gibt und somit noch viel zu viele Patienten zur Behandlung aufs Festland geschickt werden. Hier sollte dringend Aufklärung betrieben werden.

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

2 Kommentare

  1. Vielleicht sollte der Förderverein sich zunächst mit einer eigenen Homepage im Internet präsentieren. Ich wollte als Gast dort gerne freiwillig Mitglied werden, weil ich die Idee gut finde, habe aber keinerlei Kontaktmöglichkeit gefunden. So wird es dann oft beim guten Willen bleiben…

  2. Sehr geehrter Herr Stein,
    vielen Dank für die Anregung wegen einer eigenen Hompage für unseren Förderverein Föhr- Amrumer Krankenaus e.V.. Ich werde den Vorschlag aufnehmen. Danke!

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