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Sekt und Selters – für einen wirklichen Atomausstieg…(sk)

Am vergangenen Montag wurde vor der St. Clemens-Kirche in Nebel angestoßen: mit Sekt für die Atomkraftwerke, die dauerhaft abgeschaltet bleiben.

Sekt mit viel Selters...

Sekt mit viel Selters…

Es wurde aber viel Selters dazugemischt, denn es werden viele Atomkraftwerke weiterbetrieben, die auch in Zukunft ein hohes Risiko darstellen.

Die Freude nach dem Atombeschluss der Bundesregierung hält sich bei den Organisatoren der deutschlandweiten Mahnwachen stark in Grenzen. Auch auf Amrum wurde beim Sekt-und-Selters-Empfang beklagt, dass es noch keine neuen Energiekonzepte gibt und dass der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen zu wenig thematisiert wird. „Wir sollten weiter demonstrieren, denn was in Japan passiert ist, wird zu schnell vergessen. Und auch die Endlagerung des atomaren Abfalls hierzulande ist noch lange nicht geklärt,“ fassten die Verantwortlichen zusammen.

Die Mahnwachen mit Gebet montags um 18 Uhr in der Kirche finden bis zum 18. September weiter statt, denn die Energiewende ist noch nicht vollzogen und die Menschen in Japan brauchen weiterhin Solidarität.

Verantwortlich für diesen Artikel: Susanne Kühm
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

4 Kommentare

  1. Morgens, mein erster Blick ins Internet: amrum-news: was gibt es Neues auf Amrum und dank Holger Peters web-cam: wie ist das Wetter auf Amrum.
    Heute morgen war es anders. Mein Blick ging auf obigen Artikel. Von der Sache her ist gegen diese Demonstration nichts zu sagen -ehrenwert gegen Atomkraft zu demonstrieren. Ehrenwert den Urlaubern auf Amrum die Möglichkeit der Meinungsäußerung zu diesem Thema zu geben, denn viele Amrumer – wie das Bild zeigt- waren nicht anwesend!
    Nur der Ort: der Friedhof! Eine politische Demonstration mit Fahnen auf dem Ehrenfriedhof!
    Wie kann der Kirchenvorstand dieser Feier mit Sekt und Selters am ” Ort der Würde” (s. Friedhofsordnung) zustimmen. Oder wurde vielleicht die Zustimmung nicht eingeholt? Die Friedhofsordnung sieht es vor!
    In meinen Augen wurde der Ehrenfriedhof für eine politische Veranstaltung missbraucht.
    Man kann dem entgegenhalten,dass Kirche sich nicht aus der Politik heraushalten kann. Das ist richtig und soll auch nicht sein.
    Aber Demonstrationen dieser Art sind nicht auf dem Friedhof zu platzieren. Es wäre genug Platz davor gewesen!
    Liebe Amrumer, ich will nicht Dinge kritisieren, die 600 km von meinem jetzigen Wohnort entfernt, passieren. Aber ich bin wütend und traurig zugleich, dass in “meiner” Kirche, in der ich getauft, konfirmiert und getraut worden bin, in der ich hoffentlich bei der nächsten Goldenen Konfirmation dabei bin, Dinge passieren, die nicht in mein Bild von Kirche passen.
    Ich hoffe, eine Erklärung für diese Art von Veranstaltung auf dem Friedhof zu bekommen und bin gespannt, wie die Kirchenleitung auf diese Art von Demonstration oder Feier an diesem Ort reagiert!
    Inge Käseberg

  2. barbara-strauss@t-online.de

    Gute Frau Käseberg,wir haben nicht demonstriert,sondern Gebet und Mahnwache abgehalten.Unter demonstrieren verstehe ich was anderes.Außerdem sind die Hauptpersonen Mittarbeiter der Kirche.Amrumer waren aber auch dabei.

  3. Gebet und Mahnwache mit Sekt ! Auf einem Friedhof !
    Demnächst kann man den Friedhof auch noch für Veranstaltungen buchen. Natürlich zum Wohle der Kirche.
    Hier ist man wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen.
    Diese Demo hätte auch gut vor dem Friedhof stattfinden können. Fehlendes Fingerspitzengefühl.
    Michael Müller

  4. Das Gebet und der Wein liegen dicht nebeneinander.
    Auf der Hochzeit zu Cana war Jesus ein Gast. Dort verwandelte er das Wasser, zwar nicht auf dem Friedhof, in einen kräftigen lieblichen Wein.
    Wir gehen zum Heiligen Abendmahl. …das Brot ist sein Leib, der Wein ist sein Blut! In der Sylvesternacht gibt es vor und am Friedhof Sekt, Wein und viel Lärm und Unruhe. Wir, die Kirchenvorstandsmitglieder, werden uns schon mit unserer Pastorin einig. Das nächste Mal sollte der Tisch auf dem bekannten “Swingäärs” stehen, dort wo sonntäglich unsesre Posaunen schmettern.
    Vor einiger Zeit schrieb man über unser Krabbelschiff, welches im Aussehen einem Holzwurm gleicht. Warum nicht? Auch den Holzwurm sollten wir nicht vergessen,…man muß ihn loben, dann welcher kann schon wie dieser toben?
    Er hatte viel Spaß an unserem Beichtstuhl und Predigerstuhl, deshalb ließ unser Prääster, Erich Pörksen, beide Gegenstände entfernen. Erinnerungsstücke, antik, historisch, aus der katholischen Zeit. Ja, so war es.
    So grüße ich alle Amrum News Leserinnen und – Leser mit einem herzlichen Shalom.
    Pauline Hoefer.

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