Hochsommer an den Leuchtturmtagen 2020 …


Anfassen ja, hoch nein …

Hochsommerliche Temperaturen begleiteten die drei Tage, die ganz im Zeichen des rot-weißen Wahrzeichens von Amrum standen. Natürlich waren diese nicht wie immer, denn auch hier hatte die hygienische Sicherheit Vorrang. Umfangreiche Vorarbeitungen waren notwendig, da zum normalen Marktgeschehen Essens- und Getränkeausgabe hinzu kamen, “allerdings mit Stehtischen statt Sitzgelegenheiten. Schattenspender, z.B. Pavillon-Zelte laden bei Sonne zum „Zusammenrotten unter dem Dach“ ein, das wollte man vermeiden.  Auch Sitzplätze zum Verzehr wären bei Hitze schon schöner gewesen, sind aber auch hygienisch heikel und hätten weiteres Personal erfordert, wir waren aber bereits mit täglich mindestens 5-6 Personen vor Ort.

Immer gut gelaunt … Helmut Bechler

Am Samstag halfen zusätzlich 7 Schüler-Ordner der 9. Klasse der Öömrang Skuul, die ihre Sache sehr gut gemacht haben und von der AmrumTouristik dafür einen kleinen Obolus für die Klassenkasse erhalten werden,” erklärt Michael Hoff, Veranstaltungsleiter der Amrum Touristik – Abstand und Mundschutz waren selbstverständlich. Leider konnte der Leuchtturm auch nur angefasst, nicht bestiegen werden. „Die Abstände könnten wir hier nicht einhalten, es ist leider viel zu eng und die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Beispiel eine total Desinfektion des Handlaufes nach jedem Besucher, wäre nicht umsetzbar,” erzählt der Mann des Leuchtturms Helmut Bechler. Er erklärt jedem Besucher mit einem Lächeln und ewiger Ruhe wieso, weshalb warum es nun einmal anders ist. „Ja einige sind enttäuscht, doch die meisten freuen sich, dass es überhaupt möglich ist auf die Hochdüne zum Fuße des großen Turmes zu gehen und ihn einmal nah sehen und anfassen zu können. Der Ausblick ist nicht vergleichbar, doch auch sehr schön und bei dem Wetter ein Genuß dort oben über die Dünen zu schauen und ein kleines Lüftchen Nordseewind ab zu bekommen”, erzählt Helmut Bechler weiter. Schon in der 25. Saison steht Helmut am Eingang des Leuchtfeuers, verkauft ein paar Souvenirs, weiß alles über Amrums größtes Wahrzeichen und erfreut die Gäste mit seiner immer guten Laune. „Der schönste Job, ausser natürlich Bundeskanzlerin”, lächelt er.

verhaltene Besucherzahlen

In „ normalen” Jahren kommen mehrere zehntausend Besucher, um sich den Leuchtturm anzuschauen. Leider waren in diesem Jahr das Angebot nicht so umfangreich, es konnten keine Spiele stattfinden, doch das Kinderprogramm der Amrum Touristik hatte eine kleine schattige Ecke mit Malmöglichkeiten für die kleinen und jungen Besucher. So waren es in diesem Jahr doch leider sehr verhaltene Besucherzahlen. Die sommerlichen Temperaturen nach der kalten Woche vorher, lockten bestimmt viele Gäste an den Strand in die 20 Grad erfrischende Nordsee.

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Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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