Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für einige Wohnungssuchende auf Amrum …


Aus dieser Perspektive fast fertig …

Alle sechs Wohnungen der Amrum-Stiftung in den zwei Friesenhäusern am Waasterstigh in Nebel sind vergeben. Die schmucken reetgedeckten Häuser sollten ursprünglich schon zu Ostern 2021 bezugsfertig sein, doch der Bau hat sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen, als ursprünglich geplant. Ein kurzer Wintereinbruch zu Jahresbeginn und personelle Engpässe bei verschiedenen Gewerken brachten den Zeitplan – nicht nur von diesem Bauvorhaben – stark in Verzug.
Das Ehepaar Pahl als Stifter sowie der Vorstand und der Beirat sind froh und auch stolz darauf, dass auf der Insel Amrum nun sechs weitere Dauerwohnungen zur Miete zur Verfügung stehen.

Mietinteressenten, hatten bis zum 10. Juni des Jahres die Gelegenheit sich für eine der sechs „bezahlbaren“ Wohnungen der Amrum-Stiftung zu bewerben. Die bis dahin schriftlich eingegangenen Bewerbungen – es waren über 60 – wurden betrachtet. Zu viele, denn auch nach einer Betrachtung blieben noch fast die Hälfte der Bewerber*innen im Rennen um die begehrten Wohnungen. Die ausgewählten Mieter*innen konnten dann Anfang Oktober zum ersten mal im Rahmen einer Besichtigung „ihre“ Wohnung in Augenschein nehmen, hier fiel für sie nun letztendlich die Entscheidung, ob Ihnen der Schnitt der Wohnung zusagt und sie diese dann auch zu den geforderten Bedingungen mieten möchten. Es waren wieder zuviele Bewerber*innen für den verfügbaren Wohnraum und so fiel es den Gremien der Amrum-Stiftung nicht leicht bei der Festlegung wer von den interessierten Mieter*innen die Zusage für eine der Wohnungen erhalten soll. Mitte November war die Entscheidung gefallen, alle sechs Wohneinheiten hatten einen Mieter*in gefunden.
Bei beiden Gebäuden handelt es sich um KfW-Effizienzhäuser 55. Mit einem Endenergiebedarf wird im Vier-Parteien-Haus von 19,5 kWh/(m²*a) und 17,6 kWh/(m²*a) im Zwei-Parteien-Haus gerechnet.

Drumherum gibt es allerdings noch viel zu tun …

Jede Wohneinheit hat eine eigene Wärmepumpe Erdwärme. Vier 99 Meter tiefe Löcher sind für die Sonden in das Erdreich gebohrt worden.
Die Arbeiten an beiden Häusern sind nun soweit fortgeschritten, dass ein Fertigstellungstermin in greifbarer Nähe ist. Die Handwerker müssen sich sputen, die Abstimmung unter den Gewerken muss stimmen, denn die Mietverträge sind verschickt, zum 01. Januar 2022 sollen die Mieter*innen dementsprechend einziehen können.
So können bereits zum Jahreswechsel 2021/22 die ersten Möbel rollen. Die neuen Waasterstigh-Bewohner*innen freuen sich auf ihr neues Zuhause und hoffen auf einen guten Zusammenhalt.

Das große Interesse an Wohnraum zeigt wieder einmal mehr wie dringend nötig der Bedarf auf der Insel an Wohnraum zur Dauermiete ist und das nicht nur für Amrumer*innen.

Die Amrum-Stiftung – hier ist im besonderen den Initiatoren, dem Ehepaar Anneke und Fritz-Wilhelm Pahl und der evangelischen Kirchengemeinde St. Clemens (die das Grundstück zur Verfügung gestellt hat) zu Danken. Haben sie doch mit den sechs Wohneinheiten einigen Wohnungssuchenden auf der Insel Amrum eine große Freude bereitet – DANKESCHÖN!

Wer heutzutage bauen will, muss tief in die Tasche greifen und lange Wartezeiten einplanen. Weltweit besteht eine große Nachfrage nach Baumaterialien, dass führt zu Baustoffmangel und treibt rasant die Preise von Holz, Stahl und Dämmstoffen auf den Weltmärkten in die Höhe. Bauen ist teurer geworden, das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass für einen konventionell gefertigten Neubau die Preise – im Mai 2021 – 6,4 Prozent höher lagen als im Mai 2020. Seit Mai 2007 war es die höchste Steigerungsrate. Die Preissteigerung lag damals bei 7,1 Prozent, ein Grund dafür war damals die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent.
Auch auf Einrichtungsmobiliar muss zum Teil mehrere Monate gewartet werden!

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Über Gerd Arnold

Gerd Arnold ist ein „echter“ Nordfriese, 1957 in Nebel auf Amrum geboren und der friesischen Sprache (öömrang) mächtig. Nach dem Schulabschluss erlernte er in Wittdün den Beruf des Elektroinstallateurs. 1976 zog es ihn nach “Deutschland”, Wohnorte waren u.a. Wuppertal, Owschlag, Koblenz und Pinneberg. 33 Jahre war er bei der Bundeswehr, u.a. als Flugzeugelektriker und Ladungsmeister auf der Transall C-160. Ende Oktober 2010 – ging es altersbedingt – in den Ruhestand. Als Hobby ist da zum einen das Angeln, seit 40 Jahren ist er im Amrumer Angelverein aktives Mitglied und zum anderen der Handball, da allerdings nur passiv bei den Damen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen als Hallensprecher in der 3.Liga Nord. Von 1980-1995 und seit 2005 ist Gerd in Owschlag beheimatet, sein zuhause ist aber immer Amrum geblieben. Gerne würde er dauerhaft auf die Insel zurück, es fehlt bisher aber noch ein passendes Wohnungsangebot.

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