Wenn Amrum im Lichterglanz versinkt …

Auf der Insel funkelt es an jeder Ecke – und das nicht zu knapp. Von Kenkenbuum-Tradition bis Winterzauber: Die Insel zeigt im Dezember ihre hellste Seite. Und wer genau hinschaut, entdeckt noch viel mehr als nur Weihnachtsromantik …


Ein Abendspaziergang im Glanz der Insel

Kenkenbuum im Öömrang Hüs

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – überall auf der Insel Amrum begegnen einem in der Adventszeit viele Lichter. Mal weiß, mal rot, grün oder blau und oft auch in anderen Farben.
Ein Abendspaziergang in der Dämmerung durch die dunklen Straßen und Wege lässt derzeit nicht nur Kinderaugen leuchten.

Vielerorts sieht man lange Lichterketten, die an natürlichen Hecken, Bäumen und anderen Ablageflächen angebracht sind. Auch viele Weihnachtsbäume erstrahlen in den Inselorten.
Manchmal sind auch Rehe oder Elche und Rentiere mit und ohne Weihnachtsmann zu sehen. Auch leuchtende Schneemänner, Sterne sowie kleine und große Kenkenbuumer* gehören dazu.

* Der Kenkenbuum ist friesischer Weihnachtsschmuck. Er besteht aus einem Holzgerüst, das mit einem Kranz aus Buchsbaum oder Ähnlichem geschmückt wird. Hinzu kommen Salzteigfiguren, das sogenannte Kenkentjüch.


Figuren, Farben und friesische Traditionen

Weihnachtsbaum und Weihnachsstern mit St Clemens Kirche

Über dem Eingang der Inselkirche St. Clemens in Nebel hängt ein großer beleuchteter Stern, im Vorraum ein kleinerer.
Wie schön war es doch früher, wenn nicht nur die Kinder in der Vorweihnachtszeit und auch danach im Schnee toben konnten! Heutzutage ist das in unserer Region leider eher selten.
Umso schöner ist es, wenn in der Adventszeit alles leuchtet und man weiß, dass Weihnachten nah ist.


Fähranleger und Gebäude im festlichen Licht

Viel Licht am Fähranleger Wittdün
Zur alten Post verpackt und beleuchtet

Neben der weihnachtlichen Beleuchtung gibt es aber auch ganz normale Lichter, zum Beispiel abends am Fähranleger. Hier wird der Inselgast mit einem großen Kenkenbuum begrüßt, und die vielen Lichter an Land und an Bord der Schiffe ergeben ein eindrucksvolles Bild.

Auch beleuchtete Gebäude können sehr anschaulich wirken – etwa die derzeitigen Stabilisierungs- und Sanierungsarbeiten am Haus „Zur alten Post“ auf der Wittdüner Südspitze.


Winterzauber, Feste und einige Termine im Advent

Am 6. Dezember, dem Nikolaustag, fiel der Startschuss für den 14. Amrumer Winterzauber auf der Terrasse des Hotels Seeblick in Norddorf. Der Weihnachtsmarkt bietet mit seinen Ständen Budenzauber zum Gucken, Klönen, Glühwein trinken und Genießen.

Am Samstag, dem 13. Dezember, lädt der Hof Martinen von 14:00 bis 18:00 Uhr zum Winterfest am Hofladen ein. Es gibt Leckeres aus dem „Futtertrog”, Waffeln und Glühwein. Zudem sind Aktivitäten und eine Tombola zugunsten der Lebenshilfe Amrum geplant.

Bei der „Insel-Praline” in Wittdün gibt es an einigen Adventswochenenden eine Weihnachtshütte. Dort werden Glühwein, Kinderpunsch, heiße Schokolade, Kaffee sowie hausgemachte Crêpes, Suppen und Kuchen angeboten.

Die genauen Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Zeitung „Amrum aktuell“ oder dem Internet.


Amrum News wünscht allen Leser:innen eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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One comment

  1. vonderweppen6@gmail.com

    Es ist immer wieder schön die vielen Lichter zu sehen. Aber wer kann mir erklären warum seit Monaten auf dem Fuß/Fahrradweg in Wittdün kein einziges Lichtlein brennt?Grade jetzt in der dunklen Zeit haben Fußgänger es schwer sicher von A nach B zu kommen.Meiner Kenntnis hat es auch schon Unfälle gegeben(umgeknickte Füße) von “Ausflügen” in den Graben wollen wir mal schweigen. Trotz wiederholtem nachfragen ist seit Monaten kein/keinem wieder ein Licht aufgegangen. Sehr nett für unsere Touristen und auch Einheimische die diesen Weg benützen jan von der Weppen

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