Advent voller Nähe in der Diakoniestation Amrum – wenn Pflege Gemeinschaft wird …

Gemeinsam backen, singen und feiern – in der Diakoniestation wurde die Adventszeit lebendig. Der Förderverein und viele Helfer sorgten für besondere Momente für Bewohner und Gäste.

Es war im Juli 2019, als das DRK den langjährigen Betrieb der einzigen stationären Pflegeeinrichtung auf der Insel Amrum eingestellt hat. Im selben Jahr gründete sich der „Förderverein zur Unterstützung der Altenpflege auf Amrum e. V.“, der sich zum Ziel gesetzt hat, insbesondere pflegebedürftigen Amrumer Mitbürgern ein Verbleiben auf ihrer Insel zu ermöglichen. Nach langwierigen Verhandlungen und umfangreichen Umbauarbeiten konnte im August 2022 schließlich die Wohn- und Pflegegemeinschaft der Diakoniestation Amrum ihren Betrieb aufnehmen.

Seitdem engagiert sich der Förderverein mit großem Einsatz für die Betreuung alter und pflegebedürftiger Menschen auf unserer Insel. Traditionsgemäß gehört dazu mittlerweile auch, den Mitbewohnern – samt Verwandten, Freunden und dem Pflegepersonal – in der vorweihnachtlichen Zeit das „Warten auf das Christkind“ zu erleichtern.

Kurz nach dem 1. Advent stand ein gemeinsames Weihnachtskeksbacken auf dem Programm. Unter der Anleitung von Uwe Wormsbächer, dem zweiten Vorsitzenden des Fördervereins, hatten die Bewohner der Wohngemeinschaft viel Freude bei der Zubereitung der zahlreichen Leckereien. Unterstützt wurden sie dabei von vielen Freunden und Verwandten.

Zum 2. Advent fand in den Räumlichkeiten der Diakoniestation ein gemeinsamer Adventskaffee statt. Bewohner, Betreuer, Verwandte, Freunde und weitere ältere Insulaner kamen zusammen, zudem überreichte der Förderverein kleine Weihnachtspräsente.

In der dritten Adventswoche überbrachte der Shantychor musikalische Weihnachtsgrüße. Gemeinsam wurden Weihnachtslieder, aber auch Shantys gesungen.

Der Amrumer Shantychor beim Weihnachtskonzert 2025 in der Pflegediakonie

Schließlich gab auch der Posaunenchor der St.-Clemens-Kirchengemeinde in der Wohn- und Pflegegemeinschaft sein jährliches Stelldichein. Bei Punsch (auf Wunsch auch alkoholfrei) und Bratwürstchen vom Grill kamen erneut viele Gäste zu Besuch.

Es gibt wohl kaum einen Menschen auf Amrum, der die Sinnhaftigkeit einer Pflegeeinrichtung auf der Insel anzweifelt. Viele sind dankbar, dass die Diakonie sich dieser Aufgabe angenommen hat – auch wenn ein kostendeckender Betrieb ohne die Unterstützung der Gemeinden und des Amtes Föhr-Amrum nicht möglich wäre. Wie notwendig diese Pflegeeinrichtung ist, zeigen die Bewohnerzahlen: Nur an wenigen Tagen im Jahr sind nicht alle Wohneinheiten belegt. Wie bereits mehrfach berichtet, wäre auch eine Erweiterung der Einrichtung um zusätzliche Räumlichkeiten sinnvoll.

Um über das Allernotwendigste hinaus den Bewohnern und dem Personal ein gutes Leben auf Amrum zu ermöglichen, ist auch eine ehrenamtliche Unterstützung durch die Bevölkerung und den Förderverein gefragt. Wie groß die Anteilnahme ist, zeigt die Bereitschaft vieler Menschen, sich nicht nur finanziell durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, sondern auch ehrenamtlich zu engagieren. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Die Bewohner und Mitarbeiter der Diakoniestation Amrum wünschen sich, dass auch in den kommenden Jahren ähnliche Aktionen stattfinden können. In diesem Sinne wünscht auch AmrumNews allen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2026.

 

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

schon gelesen?

Winterwunder auf vier Beinen

Mitten in Sturm, Schnee und Regen beginnt neues Leben.Auf Amrum sorgt ein neugeborenes Kalb bei …

One comment

  1. Von mir als Urlauberin auch ein herzliches Dankeschön an die Diakonie. Ohne ihre Unterstützung könnte nicht nach Amrum kommen. Allen frohe und gesegnete Weihnachten, Elke Stricker

Schreibe einen Kommentar

WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com