Drei aufgebrochene Vitrinen, gestohlene Unikate – der Schock sitzt tief.
Wertvolle Erinnerungsstücke aus 100 Jahren Klinikgeschichte verschwanden aus der Dauerausstellung. Was danach geschah, überraschte selbst die Verantwortlichen.

Vitrinen aufgebrochen – historische Exponate verschwunden
Großer Schreck in der Satteldüne: Am vergangenen Montagmorgen wurde festgestellt, dass drei Vitrinen der Dauerausstellung aufgebrochen und zahlreiche historische Exponate gestohlen worden waren. Die verschlossenen Vitrinen enthielten einmalige Erinnerungsstücke aus der 100-jährigen Geschichte der Klinik, darunter Fotoalben, Postkartenbücher und mehrere Leporellos.
„Wir sind geschockt, dass so etwas in unserem Haus geschehen konnte“, sagt Klinikdirektor Dr. Christian Falkenberg. „Wir können uns nicht vorstellen, was jemanden motiviert, so etwas zu tun.“ Der Diebstahl wurde zur Anzeige gebracht. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise auf den oder die Täter.
Dabei ist die Ausstellung von besonderem Wert. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Satteldüne im Jahr 2024 wurden zahlreiche Erinnerungsstücke aus der Geschichte der Klinik zusammengetragen und in einer Dauerausstellung präsentiert. Bilder und Dokumente aus einem Jahrhundert erzählen dort die Entwicklung der Einrichtung – vom ehemaligen Kurhotel über eine Kinderklinik bis hin zum heutigen Mukoviszidose-Reha-Zentrum. Einmalige Fotografien in Fotoalben, Leporellos und als Einzelaufnahmen dokumentieren diese Geschichte eindrucksvoll.

Appell zeigt Wirkung: Die Rückgabe der Erinnerungsstücke
Über eine Durchsage wurden Patienten, Mitarbeitende und Besucher über den Diebstahl informiert und um Mithilfe bei der Aufklärung gebeten. „In einer zweiten Durchsage haben wir erklärt, dass diese Exponate einmalige, unersetzliche Unikate sind, und an den Täter appelliert, sie zurückzugeben“, so Dr. Falkenberg.
Tatsächlich hing bereits einen Tag später eine Plastiktüte an einer Tür, in der sich viele der gestohlenen Exponate wiederfanden – allerdings in einem erschreckenden Zustand. Fotoalben waren zerfleddert, Fotos zerrissen, viele Stücke zudem nass und verschmutzt.

„Für uns stellt sich natürlich die Frage nach der Motivation für diese Tat“, sagt Dr. Falkenberg. „War es ein enttäuschter Patient, ein Angehöriger, ein Mitarbeiter oder schlicht Vandalismus?“ Die Klinik bittet den Täter, sich zu erkennen zu geben, und wäre unter Umständen sogar bereit, von einer Anzeige abzusehen, wenn die Hintergründe der Tat erläutert werden und nachvollziehbar sind.

Klinik gibt nicht auf und baut Ausstellung wieder auf
Trotz der großen Enttäuschung lässt sich das Klinikteam nicht entmutigen und plant, die Ausstellung wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang appelliert Dr. Falkenberg an Freunde und Unterstützer der Satteldüne, der Klinik möglicherweise noch vorhandene historische Dokumente zur Verfügung zu stellen, um die Ausstellung zu ergänzen.
„Wir werden uns natürlich Gedanken darüber machen, wie wir die Ausstellung künftig besser vor Diebstahl schützen können – möglicherweise sogar mit einer Videoüberwachung“, so Dr. Falkenberg.
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