Kleine Inseln am Strand bieten Schutz für seltene Arten …

Die Brutzeit ist im vollen Gange. Dank der bereits im Frühjahr eingerichteten Strandinseln finden gefährdete Strandbrüter auch während der belebten Sommermonate geschützte Rückzugsorte.

Strandinseln schaffen Ruhezonen für Brutvögel

Mit Beginn des Sommers füllen sich die Strände auf Amrum zunehmend mit Gästen. Gleichzeitig befinden sich zahlreiche Vögel mitten in der Brutzeit. Um den Tieren störungsarme Bereiche zu bieten, wurden bereits Ende März sogenannte Strandinseln eingerichtet. Die durch Holzzäune und Hanfseile abgegrenzten Ruhezonen bleiben über die gesamte Saison bestehen und schaffen wichtige Rückzugsräume für Strandbrüter (AmrumNews berichtete).

Erste Erfolge bereits sichtbar

Seit dem Aufbau der Schutzbereiche konnten bereits mehrere gefährdete Vogelarten in den Strandinseln beobachtet werden. Dazu gehören Sandregenpfeifer, Austernfischer und Zwergseeschwalben.

Besonders die Zwergseeschwalben nutzten im Frühjahr die geschützten Bereiche. Insgesamt neun Brutpaare suchten eine der Strandinseln wiederholt auf. Auch wenn dort keine Brut stattfand, diente die Fläche den Vögeln als wichtiger Ruhe- und Aufenthaltsort. Zudem wurden Sandregenpfeifer- und Austernfischergelege nachgewiesen. Hier konnten auch Nestkameras aufgestellt werden, um den Bruterfolg, aber auch mögliche Prädation und Störung zu dokumentieren.

Kniephaken als bedeutendes Brut- und Rastgebiet

Ein weiterer geschützter Bereich befindet sich am Kniephaken in Wittdün. Das dortige Brut- und Rastgebiet wird sowohl durch Zaunpfosten als auch durch Bojen markiert. Die beruhigte Zone zeigt ebenfalls deutliche Erfolge: Aktuell brütet hier eine bemerkenswerte Anzahl von über 111 Brutpaaren der Zwergseeschwalbe in den Dünen- und Strandbereichen. Insgesamt halten sich hier 185 Individuen auf. Damit ist diese Kolonie aktuell die größte in Schleswig-Holstein. (Öömrang Ferian i.F. 2026)

Die Schutzmaßnahmen verdeutlichen, wie wichtig störungsarme Rückzugsräume für die heimische Vogelwelt sind. Gerade in den stark frequentierten Sommermonaten leisten die Strandinseln einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Strandbrüter auf Amrum.

Fotos: Nina Löschner Schutzstation Wattenmeer

Über Hanna Zimmermann

Hanna Zimmermann ist seit Juli 2021 auf Amrum als Naturschutzkoordinatorin bei der AmrumTouristik AöR tätig. Im Ruhrgebiet geboren, zog sie es für ein Freiwilliges ökologisches Jahr an die Küste St.Peter-Ordings. Nach dem Masterstudium der Landschaftsökologie sowie mehreren Auslandsaufenthalten arbeitete sie als Landschafts- und Umweltplanerin. Der Wunsch praktischen Naturschutz zu gestalten und die Möglichkeit auf Amrum für Naturschutz und in der Landschaftspflege zu arbeiten zog sie erneut in den hohen Norden. Im Team der AmrumNews schreibt sie vor allem über die laufenden Projekte und Aktionen im Naturschutz auf der Insel.

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One comment

  1. Reiner Binsen

    Wenn es eine Möglichkeit gäbe die Kamera Bilder als Webcam ins Internet zu stellen, würde das sicher viele freuen!

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