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Nicht kostenneutral umzusetzen…(to)

Schulleiter Jörn Tadsen stellte dem Fachausschuss Amrum die Planung für eine offene Ganztagsschule vor (Artikel vom 17.03.2008)

infoganztagsschule

In der vergangenen Zeit waren die Medien gefüllt mit Berichten über die Diskussionen bezüglich der Schulreform, die statt des bisherigen dreigliedrigen Schulsystems mit Haupt-, Realschule sowie Gymnasium, die Regionalschule, die Gemeinschaftsschule oder aber das G 8-Gymnasium vorsieht. Von dieser bestehenden Diskussion abgekoppelt, wird für die Öömrang Skuul auf Amrum über die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule konkret beraten.
Der Schulleiter Jörn Tadsen war vom Vorsitzenden des Fachausschuss Amrum Jürgen Jungclaus zu dessen Sitzung eingeladen worden, um die verschiedenen Punkte, die im direkten Zusammenhang mit der Schule standen, dem Ausschuss zu erläutern.
Demnach stehe trotz aller noch laufender Beratungen über die mögliche Schulform auf Amrum jetzt schon fest, dass es für die Amrumer Schule ein absolutes Sonderkonzept geben muss, dass dann eigentlich nur den Namen “Öömrang Skuul” tragen könne. Wichtig sei dabei die beste Beschulung der Kinder auf der Insel, um ihnen die bestmöglichen Grundvoraussetzungen für ihren späteren Werdegang mit auf den Weg geben zu können.
Und genau dort greift auch die Arbeit des Arbeitskreises zur Änderung der Schulform. Es werden zusätzlich die Aspekte zur Einrichtung einer offenen Ganztagsschule erörtert, die ein Angebot eines Mittagstisches, die Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Nachmittagsangebote beinhalten würde. Wie Tadsen dem Ausschuss erklärte, sei speziell die unregelmäßige Hausaufgabenerledigung immer wieder ein Thema in den Klassen, sodass die Lehrer dort einen Handlungsbedarf zur Förderung der Kinder sehen.
Eine an drei Tagen in der Woche, nicht verpflichtende Betreuung sei angedacht. Jürgen Jungclaus hob hervor, dass solch ein zusätzliches Angebot aufgrund der festen Lehrerstundenzahlen nicht kostenneutral zu bewerkstelligen sei und Zusatzkosten entstehen würden. Speziell für die Angebote stelle man sich bei diesen Überlegungen unter anderem eine Einbindung des Sportvereines und einiger Eltern vor.
Ausschussmitglied Uwe Claußen berichtete von einer Fernsehreportage, in der die Lernerfolge in der Ganztagsbeschulung im Vergleich zu den konventionellen Schulformen, am größten waren. Die Kinder kamen um 16.00 Uhr nach Hause und waren mit allem durch und konnten sich ihrer freien Zeit nach belieben widmen und saßen nicht noch abends mit den berufstätigen Eltern vor nicht verstandenen Hausaufgaben.
In einer Informationsveranstaltung mit Diskussionsrunde soll heute, Montag, den 17.03.2008 um 19.30 Uhr im Ruheraum der Öömrang Skuul über die Vor- und Nachteile beraten werden. Mit dem Ergebnis ergeht ein Empfehlungsbeschluss für die am 07. April stattfindende Schulkonferenz, so Tadsen.
Mit der Beratung über die weitere Handlungsweise bezüglich des nach neuesten Wärme-, Brand-, und Feuchtigkeitsschutzverordnungen betrachteten Grundschulteils, erwiesen sich die, für den danach stark sanierungsbedürftigen Teil der Öömrang Skuul, veranschlagten Summen in Höhe von 522.000 Euro als nicht wirtschaftlich im Vergleich zu einem Neubau. Mit seinem Empfehlungsbeschluss für den Amtsausschuss vertritt der Fachausschuss Amrum die Meinung, ein Neubau in Höhe von überschlägig rund 1.200.000 (bisher ohne detaillierte Planung!) würde die bessere und zukunftsorientiertere Lösung darstellen.
Wie Schulleiter Tadsen erklärte, sei die Öömrang Skuul ab dem 01. August offiziell ein Förderzentrum. Bereits zur Einschulung 2007 habe man verschieden Maßnahmen zur Beschulung und Betreuung von Integrationskindern umsetzen können. Mit den Planungen in Verbindung mit dem Grundschultrakt biete sich eine neue Chance das Raumnutzungskonzept, zu überarbeiten.
Wichtig sei für den Ausschuss auch, dass die Turnhalle ebenfalls in das ganzheitliche Konzept eingebunden wird, um nachher kein Flickwerk zu erhalten.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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