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Landschaftsplan Insel Amrum…(to)

In ihrer letzten Sitzung im Jahr 2008 brachten die Gemeindevertretungen mit der Beschlussfassung das Planungsinstrument für Amrum gemeinsam auf den Weg. (Artikel vom 05.01.2009)

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Als ein Instrument für zukünftige Planungen auf Amrum, soll der durch das Landesrecht geforderte Landschaftsplan Insel Amrum dienen. In ihm werden sämtliche örtliche Erfordernisse und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege flächendeckend dargestellt. Unter der aktiven Beteiligung der wichtigsten gesellschaftlichen Vertreter der drei Gemeinden, sowie der Flächeneigentümer, wird bereits seit September 2006 an dem Landschaftsplan gearbeitet. Mit dem Ziel einen für alle Seiten tragfähigen Landschaftsplan zu erstellen, der gleichzeitig feststellungsfähig ist. Im Landschaftsplan sind zudem die charakteristischen Funktionen der Gemeinden in Bezug auf Tourismus und Wohnfunktion dargelegt. Zudem finden die traditionellen Nutzungen als auch die kulturellen Vorgaben Beachtung.

In einer gemeinsamen Sitzung der drei Amrumer Gemeindevertretungen galt es nun über die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zu beraten und diese abzuwägen und zu einer Beschlussfassung, zu kommen. Dieser Beschluss sollte bereits vor der Kommunalwahl im Mai gefasst werden, doch hatte aufgrund der mangelnden Beschlussfähigkeit der alten Nebeler Gemeindevertretung, die Abwägung und Beschlussfassung auf die neu zu wählenden Inselgremien vertagt werden müssen. Vor dem Hintergrund, dass in Bezug auf die Stellungnahmen zum Landschaftsplan ausreichend Klärungsbedarf bestand und der Landesentwicklungsplan als übergeordnetes Werk ab 2009 bis 2025 dringend Beachtung finden muss, wurde bereits im Mai als Ergebnis der verpatzten Sitzung eine schnellstmöglich stattfindende Informationsveranstaltung für die neuen Gemeindevertretungen vereinbart.

Wie Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier als Moderator der jüngsten Sitzung erklärte, habe diese Infoveranstaltung für die Gemeindevertreterinnen und Vertreter stattgefunden, sodass der aktuelle Sachstand vermittelt wurde.

Die Anwesenden waren nun aufgefordert die Gelegenheit zu nutzen, bestehende Unklarheiten bei der vorgenommenen Abwägung der eingegangenen, umfangreichen Darstellungen der Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, in denen auch viele Passagen aus übergeordneten Landesplänen aufgeführt wurden, zur klärenden Diskussion zu stellen. Er gab dabei zu bedenken, dass man nicht mehr über irgendwelche Inhalte des Landschaftsplanes diskutieren könne, sondern lediglich die Abwägung zur Diskussion stünde. Drei Stellungnahmen wurden dabei detailliert diskutiert. Unter anderem galt es den Antrag des Öömrang Ferian auf eine Beschränkung der Segelfläche von Strandseglern auf 4qm Segelfläche, sowie den Ausschluss von Kite-Seglern zu erörtern. Diese Stellungnahme findet keine Berücksichtigung, erklärte Norbert Gades vom Amt Föhr-Amrum. Wie Jens Quedens als Vorsitzender des Vereins erklären konnte, habe der Naturschutzverein zu dem Zeitpunkt der Stellungnahme nicht gewusst, dass für die Brutzeit der Vögel ohnehin ein Verbot für das das Strandsegeln verankert ist. Für die restliche Zeit sehe man auf den ausgewiesenen Flächen keinerlei Bedenken. Eine weitere Stellungnahme, die eine Einrichtung einer Schutzzone 1 für den südlichsten Zipfel des Kniepsandes vorsieht und dort keine flexible Strandnutzung zulässt, wurde kritisch hinterfragt. Die Befürchtung wurde geäußert, dass durch die stetige Veränderung des Kniepsandes, eine spätere Nutzung durch diese Festschreibung stark erschwert werden würde, wenn nicht durch den jetzt selbst auferlegten Schutzstatus gar unmöglich erscheint. Dem Öömrang Ferian wurde von Bürgermeister Dell-Missier, diesbezüglich eine hervorragende Naturschutzarbeit attestiert. Jens Quedens sah vielmehr die Tiere als Indikator für die Abgrenzung von Flächen. Wenn sie dort nicht mehr rasten, werden wir natürlich reagieren und die Schutzzone verändern beziehungsweise verlegen. Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus sah hierin ein gutes Beispiel für den bestehenden Schutzstatus Natura 2000. Die Vorgaben für Gebiete mit Flora, Fauna Habitat (FFH) Status erscheinen durch solch starke Veränderungen wie auf dem Kniepsand erst lebendig.

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Abschließend stimmten die Gemeindevertreter mit jeweils einer Enthaltung der Abwägung zu und stimmten der Beschlussfassung zur Verabschiedung des Landschaftsplan Amrum zu. Die Träger der öffentlichen Belange werden von dem Ergebnis in Kenntnis gesetzt.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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