Norddorf beschließt Haushalt für 2024


Auf der letzten Gemeinderatssitzung verabschiedete der Norddorfer Gemeinderat den Haushalt der Amrum Touristik Norddorf sowie den Haushalt der Gemeinde. Genau wie in den anderen Amrumer Gemeinden ist die Amrum Touristik Norddorf ein Eigenbetrieb der Gemeinde. Zweck des Eigenbetriebes ist die nachhaltige Förderung des Tourismus und die Durchführung der in diesem Zusammenhang nötigen Aufgaben.

Für das Wirtschaftsjahr 2024 plant die Amrum Touristik Norddorf Erträge in einer Höhe von 1.177.815 € und Aufwendungen in Höhe von 1.222.184 € geplant, wodurch sich ein Jahresverlust von 44.369 € ergibt. Eventuell auftretende Fehlbeträge des Eigenbetriebs werden durch Zahlungen aus dem Haushalt der Gemeinde ausgeglichen. Die Einnahmen durch die Kurabgabe werden ähnlich wie 2023 in einer Höhe von 840 .000 € eingeplant, für die Fremdenverkehrsabgabe plant man Einnahmen von 90.000 €.

Norddorfs Bürgermeister Christoph Decker

Im Vermögensplan werden Investitionen mit einem Volumen in Höhe von 1.185 T€ veranschlagt, wobei für die Renovierung des AT-Gebäudes allein schon 850.000 € vorgesehen sind. Weitere Investitionen fließen in WC-Container am FKK-Strand, die Sanitäranlage Odde, den Fuhrpark, Bohlenwege sowie Planungskosten für die Aufstockung des Daches Maritur.

Für das Jahr 2024 ist eine Kreditaufnahme der AmrumTouristik Norddorf in Höhe von 870 T€ eingeplant.

Das Kreditvolumen zum 01.01.2024 beträgt 2.629,8 T€. Im Verlauf des Geschäftsjahres werden die Kredite mit einem Betrag in Höhe von 40 T€ getilgt. Zusätzlich wird ein Betrag

von 500 T€ des Geldmarktkredites zurückgezahlt, sodass am Ende des Jahres 2.089,7 T€

Kreditvolumen verbleiben. (der neue Kredit ist hierin nicht berücksichtigt).

Das Gebäude der Amrum Touristik Norddorf soll renoviert werden.

Der Haushalt der Gemeinde Norddorf sieht Erträge von 1.797,9 T€ und Aufwendungen von 2.134,7 T€ vor, wodurch sich ein geplanter Jahresfehlbetrag von 336,8 T€ ergibt.  Für Investitionen sind für das Jahr 2024 insgesamt 170,4 T€ ausgewiesen (Sanierung Parkplatz, Kanalnetz, Grundstückskauf), wobei einige Gelder noch von 2023 übertragen werden.

Gemessen an der Steuerkraft beteiligt sich die Gemeinde Norddorf mit 6,41 % an der Amts- und Kreisumlage (Wyk: 41,53%, Nebel9,3 %, Wittdün 7,59 %). Das sind immerhin 442 T€ für die Kreisumlage und 644,2 T€ für die Amtsumlage. Die Gemeinde Norddorf beteiligt sich mit 30 % an der Zweckverbandsumlage (289 T€).

Die Abwässer aus Nebel und Norddorf werden in der Kläranlage in Nebel gereinigt, die Abwässer aus Wittdün und Steenodde in der Anlage in Wittdün. Die Verfahrenstechnik beider Anlagen, insbesondere die Rechen- und Sandrückhalteanlagen sind sanierungsbedürftig.  Eine von den Versorgungsbetrieben beauftragte Studie kam nun zu dem Ergebnis, dass auf Dauer gesehen (Zeitraum: 50 Jahre), die Sanierung und der Betrieb einer zentralen größeren Anlage deutlich wirtschaftlicher ist als die Sanierung und der Betrieb von zwei Anlagen. Die Kläranlage in Nebel wird hierzu baulich und technisch erweitert, um für die Zukunft ein wirtschaftliches und nachhaltiges Abwasserkonzept für die Insel Amrum zu bekommen.

Die Investition für eine Ertüchtigung der beiden vorhandenen Kläranlagen liegt laut Studie bei etwa 8.9 Mio. €, die Zusammenlegung beider Kläranlagen würde etwa 7,5 % weniger kosten. Die jährlichen Betriebskosten wären bei der Zusammenlegung etwa 100.000 € geringer. Die Investitionen werden über Kredite finanziert, deren Tilgung und Kapitalkosten sowie die laufenden Kosten über die Abwassergebühr. Die Gemeinde Norddorf stimmte für die Zusammenlegung.

Zur Steigerung der Badesicherheit wird die Gemeinde in diesem Jahr einen „ Sea Bob“ als zusätzliches mobiles Rettungszubehör für den Norddorfer Strand anschaffen. Mit diesem kleinen, jetangetriebenen Wasserfahrzeug können die DLRG-Rettungskräfte sehr schnell hilfebedürftige Personen im Wasser erreichen, um sie aus einer Notsituation zu retten. Die Aktivregion Uthlande hat dieses Projekt mit einer Förderquote von 80% unterstützt. Siehe auch: https://www.amrum-news.de/2023/10/11/noch-schneller-am-einsatzort-der-seabob-was-er-kann-und-was-er-bringt/

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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