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Gemeinsamer Kommers gefeiert…(to)

Marsch durch Süddorf und Wittdün, Ernennungen, Ehrungen und Aufnahmen untermalt von viel Blasmusik (Artikel vom 19.01.2009)

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Am vergangenen Samstag feierten die drei Amrumer Gemeindefeuerwehren ihren zweiten gemeinsamen Kommers. Nachdem dieser im letzten Jahr in der „Kniepsandhalle“ in Nebel stattgefunden hat, wurde nun im turnusmäßigen Wechsel das Stiftungsfest in der Wittdüner „Nordseehalle“ veranstaltet. Nach dem Marsch durch Süddorf und Wittdün zogen die Kameraden und Kameradinnen der Inselwehren, der Amrumer Jugendfeuerwehr und des Musikzuges der freiwilligen Feuerwehr Wyk in die Halle ein, um neben dem gemütlichen Gedankenaustausch auch einer Fülle von Ehrungen und Beförderungen beizuwohnen. Zu der recht guten Beteiligung des letzten Jahres, wo der Kommers im Mai stattfand, zeigte sich bei der zweiten gemeinsamen Veranstaltung ein deutlicher Schwund an Teilnehmern. Woran es gelegen haben mag, dass sich die Halle nicht gänzlich füllte, konnte trotz kontroverser Auffassung nicht geklärt werden. Solle man überhaupt marschieren? Oder wäre der Marsch im Mai günstiger gewesen als im kalten Januar. Wie der erste stellvertretende Amtswehrführer und Moderator des Nachmittags Klaus-Peter Ottens erklärte, sei auch er davon ausgegangen, dass es speziell für die gastronomischen Gewerbetreibenden im Januar einfacher sei, an solch einer Veranstaltung teilzunehmen. Besonders erfreulich war aber auch diesmal die gute Beteiligung der Ehrenabteilungen.

Für eine schmissige Auflockerung der Tagesordnung sorgten derweil die Kameradinnen und Kameraden aus Wyk.

Unter dem Punkt Aufnahmen, Ehrungen und Beförderungen hatten die Wehführer gut zu tun. So konnte Norddorfs Gemeindewehrführer Andreas Knauer mit der Aufnahme von Silke Schau ein neues Mitglied begrüßen und so gleichzeitig die Frauenquote in der Wehr wieder anheben.

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Andreas Knauer, Silke Schau

Denn eins stehe für ihn fest, den Verzicht auf aktive Frauen in der Feuerwehr könne man sich nicht mehr leisten. Nebels Ortswehrführer Gerd Tieze konnte zwar verkünden, dass mit Tobias Schmidt auch in Nebel ein Neuzugang zu verzeichnen sei, doch sei der neue Kamerad im Urlaub und somit würde die Aufnahme per Handschlag im März zur Jahreshauptversammlung erfolgen. Tobias Lemcke beförderte Tieze nach seiner einjährigen Anwärterzeit zum Feuerwehrmann. Die Kameraden Uwe Wormsbächer, Hubert Burkhard und Helmut Bechler dankte er für zwanzig Jahre aktiven Feuerwehrdienst und überreichte ihnen die entsprechende Bandschnalle. Helmut Bechler und Ralf Klein gratulierte Tieze zu ihrer Beförderung zum Löschmeister. Die Bandschnalle für vierzig Jahre Feuerwehrdienst überreichte Tieze Heinz-Werner Hansen, der sich durch seine Posten als Wehrführer und Amtswehrführer auszeichnete.

Süddorfs Ortswehrführerin Claudia Motzke dankte Jan Behrens für seine zwanzig Jahre treuen Feuerwehrdienst und überreichte ihm die entsprechende Bandschnalle. Wittdüns Wehrführer Bernd Rohlmann beförderte Elmar Koritzius zum Oberfeuerwehrmann und überreichte im zweiten Atemzug die Bandschnalle für zehn Jahre Feuerwehrdienst.

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Kai Gerisch, Thomas Oelers, Bernd Rohlmann, Helge Flor

Für zwanzig Jahre aktiven Dienst konnte Rohlmann mit Kai Gerisch, Thomas Oelers und Helge Flor gleich drei Kameraden mit der entsprechenden Bandschnalle auszeichnen. Die Sicherheitsbeauftragte der Wehr Susanne Jensen wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert und Bernd Zimmermann erhielt die Beförderung zum Löschmeister. Klaus-Peter Ottens ehrte Andreas Knauer mit der Bandschnalle für dreißig Jahre Feuerwehrdienst. Auf 50 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit blicken mit Manfred Kaiser und Peter Martinen gleich zwei Kameraden zurück und erhielten dafür die entsprechende Bandschnalle. Wie Andreas Knauer dazu bemerkte, haben die beiden eine lange Zeit die Geschicke in der Wehr aktiv mitbestimmt. Martinen, der über die Wehrführung, Amtswehrführung und stellvertretende Kreiswehrführung nach oben strebte, habe ein Kamerad der Norddorfer Feuerwehr ganz erheblich die Feuerwehrgeschehnisse auf Amrum beeinflusst und seine Handschrift hinterlassen.

Der Kreiswehrführer Christian Albertsen freute sich, dass er nicht nur seine Grußworte verkünden, sondern auch eine Beförderung vornehmen konnte. Nach den absolvierten Lehrgängen beförderte er den stellvertretenden Gemeindewehrführer Wittdüns, Dietmar Hansen, zum Brandmeister.

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Christian Albertsen, Dietmar Hansen

Der stellvertretende Amtsvorsteher Jürgen Jungclaus freute sich über die vielen Glückwünsche zu der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande durch den Ministerpräsidenten Peter-Harry Carstensen. Er unterstrich die große Bedeutung der Feuerwehren auf den Inseln Amrum und Föhr, die neben der Gewährleistung des Brandschutzes auch im Katastrophenfall für die Erstabwehr die wichtigste Institution darstelle. Bei der Feuerwehr müsse sehr viel Gerätschaft vorgehalten werden, die sicherlich zum Teil sehr selten eingesetzt wird und doch müssen die Kameraden stets und ständig auf der Höhe der technischen Entwicklung geschult sein und entsprechend üben. Für das erbrachte Engagement dankte Jungclaus allen Kameradinnen und Kameraden.

Die Vertreter des Rettungsdienstes und der Polizei dankten für die gute Zusammenarbeit und hoffen auf ein ruhiges Jahr.

Verschiedene Spenden dürften die Finanzlage der Jugendfeuerwehr an diesem Nachmittag positiv beeinflusst haben. So spendeten Jan Behrens 200 Euro, dass Amt Föhr-Amrum 300 Euro und die Gemeinde Nebel 100 Euro. Aus der vor Ort Sammlung kamen dann nochmal 290 Euro zusammen, die zur Hälfte der Jugendfeuerwehr zugute kamen.

Die gemeinsame Feier aller Feuerwehrmitglieder Amrums und der gemütliche Gedankenaustausch sollten auch an diesem Nachmittag an allererster Stelle stehen. Und so saßen die Feuerwehrmitglieder nach einem schmackhaften Essen noch gemütlich zusammen und klönten über das aktuelle Geschehen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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