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Öömrang Skuul saamelt för Afrika… (kr)

Die Amrumer Schule „Öömrang Skuul“ hatte vom 29.03.-01.04.2010 Projekttage unter dem diesjährigen Motto „Afrika“.

Selbst gebaute Instrumente

Selbst gebaute Instrumente

Die Schüler konnten unter vielen verschiedenen Projekten wählen, die sowohl von Lehrern als auch vielen Eltern geleitet wurden, unter anderem: „Aminatas Entdeckung“, ein Kinderbuch über ein Mädchen im Senegal, „Sprechende Tücher“, hier wurde gebatikt und in der Symbolsprache „Adinkra“ bunte Tücher bedruckt, es wurde eine Reise ins südliche Afrika geplant, der Kontinent und verschiedene Landschaftszonen Afrikas wurden im Modell dargestellt und es wurden aus Verpackungen und anderem Müll Kinderspielzeug gebastelt. Während der intensiven Beschäftigung mit dem Kontinent sowie der Auseinandersetzung mit den vielen Problemen der dort lebenden Menschen, entstand der Wunsch, dieses Jahr nicht für den Schulverein sondern für ein Hilfsprojekt in Afrika Geld einzunehmen und durch Spendengelder zu ergänzen. So bastelten die Schüler Sammeldosen, die in verschiedenen Amrumer Geschäften aufgestellt werden sollen, um so bis zum Sommer einen ordentlichen Spendenbetrag zusammen zu tragen. Am meisten beschäftigte die Frage, für welche Organisation bzw. welches Projekt gespendet werden sollte. Einstimmig war die Meinung, dass es sich bei dem Empfänger um eine Schule handeln sollte. Der Kontakt entstand nun über die Glücksburger Einrichtung „artefact – Globales Lernen und lokales Handeln“, welche mit dem sogenannten „Solivol-Freiwilligenprojekt“ engagierte Jung-Erwachsene begleitet, die vor Ort entwicklungspolitischen Freiwilligendienst leisten (siehe auch www.solivol.org“). Die Öömrang Skuul wird mit den Spendengeldern eine secondary school in Vunta (Tansania) unterstützen, die abgelegen am Rande der Massai-Steppe auf 600 m Höhe liegt. Indem man die Lebensbedingungen (z.B. eine bessere Energieversorgung) in solch abgeschiedenen Gegenden verbessert, soll auch der sogenannten Landflucht entgegen gewirkt werden. Aus diesem Grund soll für diese Schule z.B. eine „Solar Home Station“ zur Energieerzeugung angeschafft und in Betrieb genommen werden, d.h. es gibt Licht zum Lesen und Strom für Wasserpumpen und Akkuladegeräte. Die Öömrang Skuul ist mit den Helfern im direkten Kontakt und wird gerne weiter über die Verwendung ihrer Spendengelder berichten.
Abschlusspräsentation

Abschlusspräsentation

Am Donnerstag gab es dann eine aufwendige Abschlusspräsentation, in der alle Projektgruppen ihre Ergebnisse den zahlreichen Besuchern vorstellten. Die Turnhalle hatte sich für diesen Zweck in einen afrikanischen Dorfplatz mit einem landestypischen Zelt verwandelt. Auf dem Platz kam man in den Genuss tanzender und singender Elefanten, konnte einer Märchenvorstellung folgen und dem Rhythmus afrikanischer Tänze lauschen. Außerdem wurden die Gäste mit afrikanischer Kochkunst bewirtet und konnten das dazu gehörige Kochbuch „Afrikanissimo“ kaufen. Auch afrikanischer Schmuck war käuflich zu erwerben, alles für den guten Zweck. Die 8. Klasse kam gerade von Ihrer Parisreise zurück und präsentierte ihre Erlebnisse per Diashow.

Geschäftsleute mit Sammeldosen

Geschäftsleute mit Sammeldosen

Während der Abschlusspräsentation wurden bereits 10 Sammeldosen an verschiedene  Geschäfte übergeben: In Norddorf sind dies die Apotheke, Edeka, Letj Schmuckkasje und Hotel Seeblick, in Nebel findet man die Dosen in der Post, bei Edeka sowie im therapiecentrum Nele’s Hüs und in Wittdün im Café Pustekuchen, in der Biodüne und in der Buchhandlung Quedens. Weitere vier schlossen sich spontan im Laufe des Vormittages an. Die Amrumer Geschäftsleute, die nun auch Interesse daran haben, eine solche Sammeldose bei sich aufzustellen, sind herzlich eingeladen sich noch bei der Schule zu melden.
Verantwortlich für diesen Artikel: Katrinna Reichel
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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