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Image gerät in Gefahr…(to)

In den vergangenen Wochen wurden in Wittdün wiederholt Sachbeschädigungen verübt, durch die mittlerweile bereits Sachschaden in einer geschätzten Höhe von rund 5000 € entstand (wir berichteten bereits).

Platt...

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Wie Kommissar Hans-Ulrich Petersen von der Polizeistation Amrum auf Anfrage mitteilte, seien die Täter beziehungsweise Täterinnen, die seit dem 3. März einen beängstigenden Hass auf heile Autoreifen entwickelt haben, immer noch aktiv. Konzentrierte sich der Aktionsradius bisher auf ein Gebiet um die Wittdüner Mittelstraße, so sind die neusten Fälle in einem weitläufigeren Gebiet angezeigt worden. Die Vorgehensweise, mit einem spitzen Gegenstand, wie zum Beispiel ein Dartpfeil oder ein Dorn, in den Reifenflanken zu stechen, wurde beibehalten.

„Erschreckend stellt sich für mich die Tatsache dar, dass die Urlaubsgäste, die ein Fahrzeug mit auf die Insel gebracht haben, selber in Sorge um ihre heilen Reifen sind“, erklärt ein jüngst geschädigter Autobesitzer in Wittdün. „Auf die bange Frage eines benachbarten Gastes, ob auch auswärtige Fahrzeuge betroffen seien, konnte ich nicht ausschließen, dass dieser Rachefeldzug gegen die Eigentümer Anderer sich auch in Zukunft auf Einheimische beschränken wird. Ob ich nun einen Plattfuß habe ist nicht maßgebend, aber ein möglicher Imageschaden muss meines Erachtens unbedingt, durch die rasche Ergreifung, von Amrum abgewendet werden“, so der Geschädigte Fahrzeugbesitzer.
Für Bürgermeister Jürgen Jungclaus steht es außer Frage, dass hier seitens der Polizei ein noch höherer Ermittlungsdruck aufgebaut werden muss. „Zusätzliche Beamte in Zivil, die durch den Ort patrouillieren, habe es schon einmal vor knapp 3 Jahren wegen einer Einbruchsserie gegeben. Eine Verunsicherung durch solche Straftaten sind in keinem Fall hinnehmbar“.
„Wir sind bereits verstärkt Fußstreife gelaufen und haben leider noch niemanden auf frischer Tat erwischen können. Trotz verschiedener auch an uns herangetragener Verdachtsmomente aus der Bevölkerung konnten wir den Täter beziehungsweise die Täterin nicht fassen“, beklagt der Leiter der Polizeistation. Erfreulich dagegen ist, dass nun auch die Saisonverstärkung vollzählig im Dienst ist und so eine höhere Streifendichte gefahren werden kann. Ab 1. Oktober wird es auf Amrum zudem eine weitere feste Stelle bei der Polizeistation geben.
Vielerorts installierten in Wittdün Bürger bereits Überwachungskameras, die mit Infrarotsensor und Nachtobjektiv den erforderlichen Nachweis einer Straftat erbringen könnten.
„Wir bitten die Bevölkerung um besondere Aufmerksamkeit und hegen die Hoffnung, dass verdächtige Personen beobachtet werden konnten. Sachdienliche Hinweise melden Sie bitte unter 04682-96440 bei der Amrumer Wache. Die Angelegenheit wird natürlich vertraulich behandelt“, appelliert Kommissar Hans-Ulrich Petersen.
Verantwortlich für den Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

4 Kommentare

  1. Die Idee mit den Infrarotkameras halte ich für vielversprechend. Allerdings sollten diese nicht einzelne PKW überwachen sondern möglichst mehrere. Ideal ist auch das Überwachen von Kreuzungen, Hausecken und Wegen, die die Täter (vermutlich) öfter gehen. Damit ertappt man sie zwar nicht unbedingt inflagranti, hat aber ein Indiz.

  2. Überwachungskameras in öffentlichen Bereichen? Big Brother läßt grüßen!
    Sollte es nicht reichen, dass die Polizei vor Ort ist?

  3. müssen wir im Mai ,wenn wir wieder auf ihrer schönen Insel sind ,1.Reifen mehr mitbringen??Oder gibt es genug Reifen auf Amrum,um wieder nachHause zukommen????Die Polizei wird es schaffen!!!! Da sind wir uns Sicher!!!

  4. Wir kommen seit Jahren auf die Insel, und mußten jedes Jahr
    feststellen das die Polizei auf Amrum keine gute Arbeit
    leistet. Die Raserei hat sehr zugenommen. Während sich
    ein großer Teil der Urlauber an die Geschwindigkeitszonen
    hält, fahren fast alle NF Fahrzeuge zu schnell und rücksichtslos.
    Im Bereich von Fahrbahnteilern wird man als Radfahrer überholt
    und an den Bordstein gedrängt. Es wird an den Hauptstrassen
    gegen die Fahrtrichtung geparkt, der Streifenwagen fährt vorbei
    und grüßt noch den danebenstehenden Fahrer. So kann kein
    Respekt der Verkehrsordnung entstehen. Unter diesen Voraus-
    setzungen kann ich mir auch ein Scheitern der Lösung in Wittdün
    vorstellen.

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