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Herzlichen Glückwunsch – Frau Doktorin…(to)

Rein äußerlich hat sich an Claudia Derichs, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin, Naturheilverfahren, Physikalische Therapie und Balneologie nichts geändert, doch seit diesen Tagen hat sie es schwarz auf weiß.

Dr. med. Claudia Derichs

Ihre bestandene Promotionsprüfung an der Uni Münster berechtigt sie jetzt zur Führung des Doktortitels der Medizin. An der Tür ihrer Praxis weist jetzt das Dr.-Kürzel auf den neu erworbenen Titel hin.
Es ist schon bemerkenswert, welch ein Marathon Dr. Claudia Derichs in den letzten eineinhalb Jahren absolviert hat.
Die im rheinländischen Stolberg geborene vierundvierzig-jährige Doktorin hatte sich entschieden auf Amrum ihre eigenständige Existenz aufzubauen und somit einen Teil der der medizinischen Versorgung auf der Insel Amrum, zu übernehmen. Die Absolvierung der erforderlichen Zusatzausbildungen und der Bau der Praxis an der Mühle in Nebel, zeugten von dem festen Willen sich für viele Jahre auf Amrum, ihrer bereits seit fast acht Jahren erklärten Wahlheimat, langfristig niederzulassen. Ihre Promotionsprüfung hatte ein Thema, das für Nichtmediziner ohne entsprechende Erklärung nicht zu verstehen sein dürfte. Aber für Interessierte sei der Vollständigkeit halber hier das Thema betitelt. „Die Dauer der postoperativen Analgesie nach Anästhesie mit Distaler Ischiadicusblockade zu Vorfußoperationen in Abhängigkeit von der verwendeten Lokalanästhetikamischung aus Ropivacain und Prilocain unter Berücksichtigung des Patientenalters“. Jetzt weiß jeder Bescheid.

Für die Claudia Derichs steht aber in erster Linie das Wohl ihrer Patienten im Vordergrund und das natürlich nicht erst, wenn sie Akutpatienten sind. Sie setzt sich intensiv für die Optimierung der notfallmedizinischen Versorgung auf Amrum ein und freut sich, dass für dieses Jahr der Kreis Nordfriesland die Stationierung eines Notarzteinsatzfahrzeuges in Aussicht gestellt hat. „Dies bedeutet eine weitere Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung auf Amrum. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Baustein für den hoffentlich niemals eintretenden Fall eines größeren Unfalls mit mehreren Verletzten, denn das Fahrzeug verfügt über eine komplette notfallmedizinische Ausstattung“, erklärt Dr.Derichs.

„Für die Zukunft wünsche ich mir zudem, dass die Scheu vor dem Wählen der Notrufnummer 112 im Notfällen abgebaut wird. Mein Kollege Bernhard Breymann und ich versehen neben unseren Praxiszeiten abwechselnd den kassenärztlichen Notdienst an den Wochenenden von Freitag 18 Uhr bis Montag 8 Uhr, aber bei Unfällen und akuten Erkrankungen, bei denen rasche medizinische Hilfe notwendig ist, sollte die Alarmierung über die Notfallnummer 112 laufen. Wenn zum Beispiel ein verunfallter Radfahrer auf der Straße liegt, ist es nicht sehr sinnvoll, dass der Hausarzt mit dem Privat-PKW hinfährt und den Verletzen behandelt. Ein Transport ist dem Hausarzt nicht möglich, während im Rettungswagen unter optimalen Bedingungen untersucht und behandelt werden kann und bei Bedarf der Patient in die Praxis transportiert wird.

Auch bei akuten ernsten Erkrankungen wie zum Beispiel Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall ist die Alarmierung des Rettungswagens über Tel. 112 unbedingt notwendig. Nur so kann ein – in kritischen Fällen über Leben und Tod entscheidender – Zeitverlust vermieden werden. Viele Menschen haben Scheu, den Notruf 112 zu wählen, weil sie nicht einschätzen können, ob der Notfall wirklich einer ist. Diese Angst ist völlig unbegründet: Nicht jeder Alarm des Rettungswagens führt dazu, dass der Patient in ein Krankenhaus transportiert wird. Es wird immer vor Ort entschieden. Und wenn in besonders glücklichen Fällen gar keine medizinische Hilfe benötigt wird, dann fährt der Rettungswagen eben ohne Einsatz wieder zurück zur Wache. Ganz nach dem Motto, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Kosten für die Patienten oder die Anrufer fallen übrigens hierbei auch nicht an“, erklärt die smarte Doktorin.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Ja Frau Dr. Derichs ist eine sehr gute Ärztin. Ich gehe
    dahin. Weiter so Frau Dr.
    Beate

Amrumer Fotowettbewerb 2015