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Grundinstandsetzung konnte abgeschlossen werden…(to)

Nach einer sprichwörtlich gefühlten Ewigkeit konnten die Arbeiten zur Grundsanierung des staatlichen Hafens Amrums, dem Seezeichenhafen Wittdün, von einer Arbeitsgemeinschaft aus zwei in Nordfriesland beheimateten Firmen abgeschlossen werden.

Nach den Sanierungsarbeiten kann der Hafen auch wieder Gastlieger aufnehmen

Nach den Sanierungsarbeiten kann der Hafen auch wieder Gastlieger aufnehmen

Nach der nun erfolgten offiziellen Abnahme der Arbeiten durch den Auftraggeber, dem Außenbezirk des Wasser- und Schifffahrtsamts in Tönning, kann nun der gewohnte Ablauf auf Hafenmole wieder einkehren.

Als die Arbeiten im September 2009 begonnen wurden, hatte noch niemand ahnen können, dass der aufgestellte Bauzeitenplan dermaßen ausgehebelt werden würde. Die veranschlagten 11 Monate Bauzeit, in der eine neue Spundwand um die Hafenmole zu ziehen und die Westböschung neu zu gründen war, war aus vielfältigen Gründen nicht zu halten.

"Offene Mole" 2010...

"Offene Mole" 2010...

Wie die jetzt gezogene Bilanz zeigt, haben allein die zwei lang anhaltenden und kalten Winter 2009-2010 und 2010-2011für eine deutliche Bauverzögerung gesorgt. Gepaart mit der Tatsache, dass die Struktur der zu sanierenden Mole so einige nicht vorherzusehende Überraschungen bereithielt, ergab sich nun eine rund einjährige Überziehung des einstmals angedachten Bauzeitenplans.

„Die geprüfte Summe der Schlussrechnung liegt zwar noch nicht vor, doch ich gehe von einer Investitionssumme für die Sanierungsarbeiten von rund 2,8 Millionen Euro aus“, erklärt der Leiter der Außenbezirke Tönning und Amrum des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Bauamtsrat Wolfgang Stöck. Nachdem die Hauptbauarbeiten abgeschlossen waren, galt es noch Elektroinstallationen und die Entwässerung der Oberfläche fertigzustellen. Nacharbeiten wurden entsprechend bereits abgearbeitet, sodass die Abnahme ohne festgestellten Mangel erfolgte.

Hafenmeister Frank Bergert vom Außenbezirk Amrum beschrieb bereits während der Ausführung des Auftrages die Überraschungen. „Die vorgefundenen Hohlräume zwischen den alten und ganz alten Spundwänden, in den 1950er und 1970 er Jahren wurden bereits Sanierungsarbeiten durchgeführt, erforderten erhebliche Mehraufwendungen und trugen ebenfalls erheblich zu den verlängerten Bauzeiten bei“, resümierte Bergert im Herbst 2010.

„Da sackte zum Beispiel während der Arbeiten plötzlich eine Laterne auf der Mole weg und zeigte die Ausspülungen auf“ erinnert sich Wolfgang Stöck noch gut. Während der Sanierung konnte der Seezeichenhafen im Bereich der Mole auch keine Liegeplätze für Berufsschiffer und Behördenfahrzeuge anbieten. Der im Hafen beheimatete Tonnenleger „Johann Georg Repsold“ wechselte je nach Baufortschritt mehrfach seinen Liegeplatz. An dessen alt angestammten Liegeplatz wird der sechsundvierzig Jahre alte Tonnenleger aber nicht mehr lange liegen. Am 17. November steht dem Seezeichenhafen Wittdün ein großer Festakt bevor. Dann wird ein neuer Tonnenleger getauft und in Dienst gestellt.

Die geplante Ausbaggerung des staatlichen Hafenbereichs auf eine Tiefe von 4 Metern unter normalem Niedrigwasser steht jetzt noch an und, so hofft Stöck, soll die Maßnahme noch vor der Taufe stattfinden.

Für technisch Interessierte besteht auf der Informationsplattform des WSA noch die Möglichkeit, Details unter folgenden Links, einzusehen. Übersichtsplan Hafen, Schnitt der Spundwand, Schnitt Rampenbereich, Uferdeckwerk.

 Weitere Informationen zum Wittdüner Seezeichenhafen finden Sie hier.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers.

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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