Startseite » Politik » Schon seit Jahren ein Thema – Projekt am Wittdüner Strand wartet auf seine Umsetzung…(to)

Schon seit Jahren ein Thema – Projekt am Wittdüner Strand wartet auf seine Umsetzung…(to)

Sicherlich unbestritten ist die traumhafte Lage des sogenannten Strandservicegebäudes an der Wittdüner Promenade am Südstrand des Ortes, aber auch das nicht mehr zeitgemäße Raumkonzept dieser im desolaten Zustand befindlichen Immobilie ist bei Bürgern, Kommunalpolitikern und Gästen unstrittig.

In die Jahre gekommen...

In die Jahre gekommen...

Der Zahn der Zeit hat trotz immer wieder durchgeführter Erhaltungsmaßnahmen deutliche Spuren hinterlassen und verlangt förmlich nach einer Erneuerung. Schon seit einigen Jahren steht bereits die Umsetzung der Baupläne für das Strandservicegebäude an der Wandelbahn in der Wartespur, ohne jedoch von der Gemeinde verwirklicht werden zu können. Die angespannte und gleichbleibend schlechte Finanzlage der Gemeinde ließ die Pläne bisher ins Leere laufen. Das derzeitige Gebäude steht in der Prioritätenliste des Infrastrukturentwicklungskonzeptes somit auch an erster Stelle für die Gemeinde Wittdün.

Bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in Wittdün hinterfragte ein Bürger den derzeitigen Sachstand für dieses Projekt, das in engem Zusammenhang mit dem fortschreitenden Verfall der ehemaligen Kurverwaltung in der Mittelstraße gesehen wird. Bisher hegten doch die Kommunalpolitiker den Wunsch, durch den Verkauf der Immobilie die Kofinanzierung für das Projekt am Strand leisten zu können. Eine Wertermittlung habe eine Summe von 980.000 Euro ergeben. Wie Jungclaus erklärte, sei auch der neuen Gemeindevertretung die Dringlichkeit der Infrastrukturentwicklung bewusst. In bester Strandlage und förmlich am Schaufenster zum Weltnaturerbe Wattenmeer gelegen wäre es ein großer Schritt für die Infrastruktur im Ort. Allerdings sei der Fördertopf des Förderprogramms der Aktiv Region bereits im vergangenen Jahr ausgeschöpft gewesen und das Projekt sei in diesem Jahr auslaufend. Es sei zwar die nächste Förderperiode bereits in den Startlöchern, doch erst 2014 können dort Projekte angemeldet werden. „Unser Bestreben ist es nach wie vor, das Strandservicegebäude als sogenanntes Leuchtturmprojekt einstufen zu lassen. Nur so sind die nötigen Maximalförderbeträge erzielbar“, erläuterte Jungclaus.

Auch nicht mehr ansehnlich... die Nordseehalle

Auch nicht mehr ansehnlich... die Nordseehalle

Grundlegend wolle man das Grundstück, auf dem die alte Kurverwaltung und die Nordseehalle – diese dient auch in diesem Herbst und Winter als Schulsporthallenersatz – stehen, verkaufen. Nun sind Überlegungen in den Vordergrund getreten, das Grundstück vielmehr für Schaffung von Wohnraum zu nutzen. „Wir sehen durch die Gründung einer Genossenschaft eine große Chance Kapital aufzubringen und gleichzeitig Wohnraum für Familien auf Amrum schaffen zu können“, erläutert Gemeindevertreter Christian Klüßendorf das mögliche Projekt. Man vergibt zwar das Grundstück aber man veräußere es nicht. So begegne man der Spekulation auf dem Immobilienmarkt.

Bisher konnte das Gebäude der alten Kurverwaltung nicht gänzlich stillgelegt werden, da immer noch Wohnraum im Dachgeschoss vorgehalten wird, in dem die Mitwirkenden der Schutzstation Wattenmeer untergebracht sind.

Die ehemalige Kurverwaltung...

Die ehemalige Kurverwaltung...

„Wir sind im Gespräch mit den Verantwortlichen, um schon bald einen Ersatz für die Unterbringung finden und nicht ein weiterer Winter mit hohen Energiekosten zu Buche schlägt“, berichtete Jungclaus. Zumal die Bausubstanz deutlich abgängig ist. Die Scheiben des ehemaligen Lesezimmers mussten bereits gegen unkontrolliertes Herausfallen gesichert werden.

Thomas Oelers

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken

Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

3 Kommentare

  1. In Sachen Strandservicegebäude Wittdün würde ich mal bei Herrn Gosch anrufen. Bei der Lage kann der doch fast nicht “nein” sagen und die Finanzierung wäre auch gesichert 😉

  2. Das Strandservicegebäude erfüllt zwar seinen Zweck,aber wenn man genau hinschaut sieht man einige marode stellen.Ich komme jedes Jahr zweimal nach Amrum und finde jedes mal das gleiche Bid vor.Es gibt einige stellen da würde ein klcks Farbe wunder tun.Naja ,auch ein klacks Farbe kostet Geld.Vieleicht spendet ja auch mal einer diesen klacks Farbe.

  3. Mit einem Klacks Farbe ist es leider nicht getan und ob ich Herrn Gosch bzw. einen seiner Läden auf Amrum brauche? Ich glaube eher nicht: 🙂

Amrumer Fotowettbewerb 2015