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Pressemitteilung der DGzRS

Doppelter Einsatz der Seenotretter auf der Nordsee

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Freitagnachmittag, 28. August 2015, auf der Nordsee zwei Segler aus gefährlichen Situationen befreit: Südöstlich der Hallig Hooge war ein Skipper mit seinem Segelboot gekentert und in große Schwierigkeiten geraten. Nordöstlich der Nordseeinsel Wangerooge benötigte ein Alleinsegler nach einem Wassereinbruch dringend Hilfe. Die Seenotretter brachten beide Skipper und ihre Boote sicher an Land.

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VORMANN JANTZEN, Foto:Thomas Oelers

Amrum. Gegen 11 Uhr erreichte ein Notruf die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Ein Spaziergänger auf der Hallig Hooge hatte südöstlich der Hallig ein gekentertes Segelboot gemeldet, auf dem ein Mann saß und winkend auf sich aufmerksam machte. Umgehend schickte die SEENOTLEITUNG BREMEN den Seenotrettungskreuzer VORMANN JANTZEN in den Einsatz, der zurzeit die ERNST MEIER-HEDDE auf der Station Amrum vertritt.

Die vierköpfige Besatzung startete sofort die vorgewärmten Maschinen und lief mit dem Kreuzer zum Havaristen aus. Auf dem Weg zum etwa sieben Meter langen Segelboot entschieden sich die Seenotretter, das flachgehende Tochterboot BUTSCHER auszusetzen, um über die flachen Wattflächen schneller zum Unglücksort zu gelangen. Das Segelboot vertrieb aufgrund des südwestlichen Windes der Stärke 4 (bis zu 28 km/h) und bis zu einem Meter Seegang weiter in Richtung der Nordseeinsel Pellworm.

Als die Seenotretter mit dem Tochterboot den Havaristen gegen 12.15 Uhr erreichten, holten sie als erstes den Mann von dem gekenterten Boot. „Er war in guter Verfassung und trug zum Glück eine Rettungsweste“, schildert der Amrumer Seenotretter Jan Hansen die Situation vor Ort. Anschließend nahmen sie das Boot „auf den Haken“ und schleppten es zur Hallig Hooge. Nach Angaben des Seglers war es zur Havarie gekommen, als eine Windböe das Segel zerrissen hatte und das Boot daraufhin kenterte.

 

Horumersiel/Hooksiel. Über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 fing BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS gegen 12 Uhr einen Notruf eines Alleinseglers auf: Der Skipper meldete Wassereinbruch im Maschinenraum seiner Segelyacht „Isbjoern“. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich etwa vier Seemeilen (rund 7,5 Kilometer) nordöstlich der Nordseeinsel Wangerooge im Fahrwasser Mittelrinne. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte sofort das Seenotrettungsboot BALTRUM der Freiwilligen-Station Horumersiel und den Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS der Station Hooksiel.

Zunächst gelang es dem Skipper, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Doch nach einer Weile unter Deck wurde er bei etwa einem Meter Seegang seekrank und konnte das eindringende Wasser nicht mehr lenzen. Zum Glück traf die BALTRUM kurze Zeit später vor Ort ein: Die freiwilligen Seenotretter schleppten die etwa neun Meter lange Segelyacht in ruhigeres Gewässer. Mittlerweile hatte auch die VORMANN STEFFENS den Schleppverband erreicht und ihr Tochterboot ADELE ausgesetzt. Mit ihren leistungsstarken Lenzpumpen stoppten die Seenotretter den Wassereinbruch. ADELE übernahm die Segelyacht und brachte sie sicher in den Hafen von Hooksiel. Mittlerweile hatte sich der Skipper erholt und benötigte keine ärztliche Hilfe mehr.

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