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Maritimes Spektakel mit Theater an Bord und dem Amrumer Shantychor zog viele Besucher zur Steenodder Mole…

Dschunke „Santiano“

Was als maritimes Spektakel in Steenodde auf dem Wasser und unter freiem Himmel geplant war, wurde es letztlich auch. Aber bis die Veranstaltung mit dem Titel „Amrumer Shantychor trifft „Moby Dick“ tatsächlich wie geplant über die Bühne gehen konnte,  hatte es den Organisatoren doch ein wenig Kopfschmerzen bereitet und einige Nerven gekostet. Als am Mittag dann über Nebel und Steenodde immer wieder sinnflutartiger Starkregen herniederging konnte man sich jedoch schwer vorstellen, dass die Veranstaltung unter freiem Himmel tatsächlich wie geplant würde stattfinden können. Aber das Wetter war auf der Seite der Organisatoren. Der enge Zeitplan mit dem das Schiff und Schauspieler unterwegs waren ließ nämlich keinen Spielraum für eine mögliche Verlegung zu. Und so war es am Abend zwar etwas frisch aber immerhin trocken und ohne Wind. Am Ende waren die Sorgen fast vergessen und das maritime Spektakel wurde ein großer Erfolg und zog mehrere Hundert Neugierige auf die Mole des alten und sonst eher beschaulichen Inselortes Steenodde.

Amrumer Shantychor

Direkt an der Steenodder Mole hatte die Dschunke „Santiano“, festgemacht und lieferte eine perfekte Kulisse für diese zum ersten Mal stattfindende Veranstaltung. Als Dschunke wird ein ein- oder mehrmastiges Segelschiff traditioneller chinesischer Bauart bezeichnet. Die Dschunken sind als Handels-, Lasten oder Fischerschiffe auf den chinesischen Flüssen, den Küstengewässern oder der Hochsee unterwegs. Oftmals werden sie auch als Hausboote genutzt. Die größeren Dschunken haben ein Fassungsvermögen von 400 bis 500 Registertonnen. Um 19.30 Uhr wurde das maritime Spektakel mit einem einstündigen Konzert des Amrumer Shantychors stimmungsvoll eröffnet.

Hinter dem Shantychor lieferte die Dschunke „Santiano“ auf der anschließend Theater gespielt wurde eine tolle Bühne. Mit ihrem breitgefächerten Repertoire an traditionellen Arbeitsliedern, den sogenannten Shanties wurde das Publikum auf den Höhepunkt des Abends, dem Theater an Bord eingestimmt. Anschließend präsentierte sich das Segelschiff als perfekter Spielort einer etwa einstündigen Theaterversion des Klassikers „Moby Dick“ in einer mitreißenden 2-Personen-Aufführung direkt an Bord. Das Publikum verfolgte das Treiben direkt vor dem Schiff sitzend und stehend vom Molenkopf aus. Für das leibliche Wohl der Besucher war natürlich auch gesorgt. Die Geschichte erzählt vom jungen Ismael, der von unstillbaren Fernweh geplagt, auf einem Walfänger anheuert. Bald muss er jedoch feststellen, dass  dort bei weitem nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

„Moby Dick“ in einer mitreißenden 2-Personen-Aufführung

Die Aufführungen kamen sichtlich gut an und wurden mit viel Applaus belohnt. Tags darauf gab es am Vormittag noch eine Zusatzvorstellung für die Schülerinnen und Schüler der Öömrang Skuul. Anschließend wurde klar Schiff gemacht und die Leinen eingeholt bevor die Dschunke „Santiano“ Amrum mit gesetzten Segeln verließ und Kurs auf die Hochseeinsel Helgoland nahm.

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Über Andreas Buzalla

Andreas Buzalla ist ein waschechter Berliner. 1978 dort geboren, hat er unzählige Urlaube mit seinen Eltern auf der Insel verbracht. 2004 erfüllte er sich seinen großen Traum auf der Insel zu leben. Dazu absolvierte er eine Lehre zum Reiseverkehrskaufmann bei der AmrumTouristik. Heute arbeitet er als Assistent der Veranstaltungsleitung der AmrumTouristik. Seit 2004schreibt er als freier Journalist im Amrum-News Team.
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