Seltenes Fundstück …


Interessant, was der Bauhelfer Leif Jessen da entsorgen sollte. Bei der Demontage einer Holzvertäfelung im „Haus Hildegard” (neben „ Haus Helgoland „ ,am Wittdüner Deich gelegen) machte er eine schöne Entdeckung. Das, was da beim Rückbau zutage trat, gibt Zeugnis über die damals beteiligte Tischlerfirma Gerhard Jessen  ( Leif´s Großvater ) aus Nebel/ Steenode und seinen Gesellen Max Petersen aus Wittdün. Max hat nicht nur sich selbst auf dem Brett verewigt,sondern auch Datum, Firma und Aktuelles festgehalten.
“Heute Schneesturm” ist dort zu lesen, mit Datum 28.11 1969
und “Vorige Woche großes Schiff auf Kniep gestrandet…” , ” ohne Heck und Steven..”
Viele unserer Leser erinnern sich vielleicht noch an die Bilder dieses Mittelteiles eines Frachters auf dem Kniepsand nordwestlich der Nebeler Strandhalle, Fotos waren ua. in der Nebeler Mühle zu sehen und einen längeren Bericht gab es 2019 im” Insel-Bote “zu lesen, Georg Quedens und Gerd Arnold berichteten anlässlich des 50 jährigen Jubiläums davon, auch in Amrum-News.
Weiterhin interessant ist, dass diese Art der Dokumentation durchaus gängig war, und damit keine Seltenheit. Viele Handwerker berichten auch heute davon, wie sie sich in gewisser Weise auf dem Bau verewigt haben, auch Zimmerer und Maurer hinterließen ihre Spuren. In reinster Form natürlich bei einer Grundsteinlegung durch Einmauern einer metallischen Rolle mit Zeitdokumenten.
Das “Haus Hildegard” in Wittdün hat nun eines dieser Geheimnisse preissgegeben und gibt Kunde über Ereignisse aus einem früheren Jahrhunde

Haus Hildegard

Laut der Enkelin des langjährigen Besitzers Behrens wurde das Haus in den 1890er Jahren bau- und zeitgleich mit „Haus Helgoland“ vom damaligen Kapitän Köhn errichtet und 1907 von der Familie Behrens erworben, die das Haus nun nach über 100 Jahren verkauft hat.
Zur Zeit wird das Haus umgebaut und sicherlich bald wieder zu einem Schmuckstück am Wittdüner Watt. Leider dann ohne die vielen Wanderern bekannte Plastik / Skulptur eines Wassermannes vor dem Haus „Hildegard“, der „Nök“, wie diese Sagenfigur geheissen wurde, der mittlerweile in Nebel ein  neues zuhause gefunden hat.

Der “Nök”

 

 

Klaus (Jesse) Jessen für Amrum-News

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