Aussichtspunkt 09 – Himmelsleiter Norddorf …


Ein besonderes Bauwerk ist die Himmelsleiter in Norddorf am Übergang der Dünen zum Kniepsand. Am einfachsten erreicht man sie wenn man den Bohlenweg, der am Ortseingang

Von Norddorf linkerhand befindlichen Minigolfplatz beginnt, nimmt. Ohne abzubiegen geht man etwa 1,5 Kilometer diesen Bohlenweg geradewegs auf die Himmelsleiter zu, die einen direkten Übergang zum FKK-Strand in Norddorf bietet.

Die Himmelsleiter von der Seeseite aus gesehen

Von der Seeseite aus kann man sie nicht verfehlen indem man entweder vom Norddorfer Strandübergang oder aus Richtung Nebel kommend immer an der Dünenkante entlang geht. Sozusagen von unten her gesehen wird einem der Name „Himmelsleiter“ klar: Der steile Aufstieg vom Kniepsand über die Holztreppenkonstruktion scheint direkt in den Himmel zu führen.

Der Grabhügel aus der Bronzezeit auf dem Weg zur Himmelsleiter
Blickrichtung West über den Norddorfer FKK-Strand auf den Jungnamensand

Geht man vom Minigolfplatz zur Himmelsleiter, kommt man nach etwa zwei Drittel der Strecke an einem Grabhügel mit einst drei Grabkammern aus der Bronzezeit (ca. 1500 – 800 vor Christus) vorbei. An dieser weiteren vorgeschichtlichen Kultstätte auf Amrum (siehe auch Aussichtspunkte 04 – Grabhügel Eesenhuuch und 07 – Eisenzeitliches Haus) findet man an einer Hinweistafel  Erklärungen zu der Ausgrabungsstelle.

Blickrichtung Nord-West über den Norddorfer Strand und nach Hörnum auf Sylt

Ist man an der Himmelsleiter angekommen hat der Betrachter einen weiten Rundblick über die Vordünen, die Nordsee, den Kniepsand, den Norddorfer Strand und auf die Südspitze Sylts mit Hörnum und seinen Leuchtturm. Bei Niedrigwasser kann man in Blickrichtung Westen die Reste der einstmals sehr großen Sandbank „Jungnamensand“ ausmachen. Der „Jungnamensand“ hat lange Zeit großen Seehund- und Kegelrobbenkolonien bei Niedrigwasser als Ruheplatz gedient. Er ist jedoch vor einigen Jahren nach mehreren Sturmfluten auf Grund der Strömungsverhältnisse nahezu verschwunden, scheint mittlerweile jedoch wieder zu wachsen. In Blickrichtung Osten kann man den Bohlenweg durch die Norddorfer Dünenlandschaft verfolgen.

Blickrichtung Ost auf den Bohlenweg durch die Norddorfer Dünen

Auch im Winter kann eine Wanderung zur Himmelsleiter begeistern. Der Blick auf eine verschneite Dünenlandschaft und ein weiter Blick über den Strand ist sicher nichts Alltägliches. Aber Vorsicht: Bei Frost können die Bohlenwege sehr glatt und bei Nässe rutschig sein!

Blickrichtung Süd-West über die Vordünen auf die Nordsee im Winter

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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