Amrum im Winter – Tipps für Schietwetter …


NatourDüne und Badeland

Regen. Nieselregen. Sprühnebel. Kriechende Kälte, ewiges Grau. Kein Mensch, nirgends. Ganz Amrum ist vom Winterschlaf befallen. Ganz Amrum? Nein! Ein paar von unbeugsamen Insulanern betriebene Institutionen hören nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

Und so finden Gäste und Einheimische auch in dieser ruhigen Nebensaison immer eine passende Schietwetteroption.

Da ist zum einen das Badeland in Wittdün, das nach seiner Winterpause nicht nur neue Energie, sondern auch frisches Wasser getankt hat. Von Mittwoch bis Sonntag kann nun wieder ausgelassen geplanscht werden. Wochentags öffnet das Schwimmbad um 13 Uhr, am Wochenende sogar schon um 12 Uhr. Für die Kleinen gibt es ein flaches Nichtschwimmerbecken mit Schlangenrutsche, die Größeren können im Hauptbecken schwimmen oder sich von Massagedüsen und Sprudlern ordentlich durchkneten lassen. Und das schönste daran: Hier ist echtes Nordseewasser eingelassen, das auf angenehme 28-30 Grad erwärmt wird. Ein Highlight für Jung und Alt ist natürlich das Wellenbad – circa alle 30-45 Minuten wird aus dem ruhigen Poolwasser ein wogendes Meer. Ein großer Spaß auch für alle Schwimmtiere.

Und wer nach all der Toberei Hunger bekommen hat, der kann sich in der Cafeteria direkt im Schwimmbad mit süßen und herzhaften Snacks und Getränken versorgen. Um 18 Uhr ist schließlich Feierabend für die Wasserratten.

Allerdings besteht wochentags noch bis 20 Uhr die Möglichkeit, sich in der benachbarten Saunalandschaft aufzuwärmen. Dampfbad, Bio- und finnische Sauna laden zum Entspannen ein, ein eiskaltes Nordseetauchbecken bietet die anschließende Abkühlung (Mi-Fr 13-20 Uhr, Sa+So 12-18 Uhr).

Einladender Anblick … das AmrumSpa

Wellness für Körper und Geist gibt es auch im benachbarten AmrumSpa. Täglich (Mo-Fr: 08:00-12:00 und 14:00-20:00 Uhr, Sa., So., Feiertage: 09:00-13:00 Uhr) können verschiedene Massagen gebucht werden – ob mit heißen Steinen, Heilschlick oder Schokolade und Kaffee – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer den Kaffee lieber im statt auf dem Körper hat, der bekommt hier vom Betreiber höchstpersönlich selbst gerösteten Amrumer Kaffee zu kaufen. Entweder vor Ort im gemütlichen Foyer genießen oder zum Mitnehmen für Zuhause.

Genug entspannt? Dann vielleicht noch eine Runde aufs Laufband, die Hantelbank oder zu einem der Sportkurse, die im herrlich lichtdurchfluteten Oktogon stattfinden. Wo sonst kann man Yoga und Co. mit Blick in weite Dünenlandschaften praktizieren!

… Lebensraum Wattenmeer erkunden

Der dritte Tipp im Schlechtwetterprogramm ist ganz anderer Natur – im wahrsten Sinne des Wortes. Ebenfalls im Sport- und Erholungskomplex in Wittdün befindet sich die NatourDüne. Die kleine Nationalparkausstellung der Schutzstation Wattenmeer wurde erst im Sommer 2022 eröffnet und ist nach modernsten Gesichtspunkten der visuellen Kommunikation gestaltet. Auf nur wenigen Quadratmetern können Besucher alle Bereiche des Lebensraums Wattenmeer erkunden: Ob Strand, Düne, Salzwiese oder Watt – zahlreiche interaktive Elemente vermitteln spannendes Wissen über die einzigartige Inselnatur. Das Highlight des Nationalparkhauses sind zweifelsohne die Nordsee-Aquarien. Hier kann man Seeskorpionen, Strandkrabben und Seesternen beim Leben zuschauen. Geöffnet ist immer dienstags, donnerstags und am Wochenende von 12-16 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, eine Spende für den Naturschutz ist aber immer gern gesehen (Führungen mit anschließender Fütterung der Tiere finden immer donnerstags und samstags um 10.30 Uhr statt. Um Anmeldung wird gebeten).

Diese Strandkrabbe wartet auf Ihren Besuch …

Eine weitere Besonderheit findet sich im Garten der NatourDüne: der Boßelparcours. Das ist eine echte Amrumer Erfindung und bislang einzigartig. Ähnlich wie beim Minigolf versucht man mit Holzkugeln (aber ohne Schläger) verschiedene Bahnen zu bezwingen und Löcher oder Nischen zu treffen. Ein großer Spaß für die ganze Familie – und eine schöne Option, wenn das Winterwetter sich von seiner sonnigen Seite zeigt.

Für die letzten beiden Unternehmungsvorschläge werfen wir schließlich einen Blick nach Norddorf. Direkt am Strandübergang befindet sich das Naturzentrum des Amrumer Heimatvereins Öömrang Ferian. Auch dort kann man sich kostenfrei über das Leben am und im Watt informieren. Die Hauptattraktion hier ist der riesige blaue Hummer. Übertroffen in Punkto Größe wird der eindrucksvolle Kerl lediglich von seinem Nachbarn ein Stockwerk höher. Hier können Besucher das 12 Meter lange Skelett eines echten Pottwals bestaunen, der 2016 vor Helgoland gestrandet war. Geöffnet sind die Ausstellungsräume immer mittwochs, freitags und am Wochenende von 12-16 Uhr.

Alternativ kann man sich natürlich auch im hohen Inselnorden sportlich betätigen. Etwas versteckt im Norddorfer Gewerbegebiet befindet sich das Eilun Fit. Dabei hat es das Versteckspiel gar nicht nötig! Als eine der wenigen Institutionen auf Amrum hat das Fitnessstudio nahezu das gesamte Jahr durchgängig geöffnet: Wochentags von 8 bis 20 Uhr, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr. Neben dem klassischen Gerätetraining können Besucher hier auch an verschiedenen Sportkursen teilnehmen: Kickboxen, Bodyworkouts oder Fitnesstanzkurse stehen hier ebenso auf dem Programm wie Angebote zur Muskulaturstärkung für die ältere Generation. Eine finnische Blocksauna bietet wochentags die verdiente Entspannung nach dem Training.

Weiterführende Infos zu den genannten Einrichtungen finden Sie hier:

Badeland: https://www.amrum-badeland.de/

AmrumSpa: https://www.amrumspa.de/

NatourDüne: https://www.schutzstation-wattenmeer.de/unsere-stationen/amrum/ausstellung/

Naturzentrum: https://oeoemrang-ferian.de/naturzentrum.html

Eilun Fit: https://www.eilunfit.de/

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Über Nina Löschner

Nina Löschner kam 1989 kurz vor dem Mauerfall in Ost-Berlin zur Welt. Aufgewachsen auf dem Brandenburger Land zog es sie nach der Schule zurück in die Hauptstadt. In Berlin studierte sie Kunstgeschichte und Englisch, arbeite anschließend im Projektmanagement eines Auktionshauses und schließlich sieben Jahre lang als Redakteurin für Funk und Fernsehen. 2022 nahm sie sich eine berufliche Auszeit und absolvierte einen Freiwilligendienst im Naturschutz auf Amrum. Doch die Insel ließ sie nicht mehr los - und so brach sie alle Zelte in der Hauptstadt ab. Heute arbeitet Nina als Leiterin der Schutzstation Wattenmeer in Wittdün.

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