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Behördliche Verordnung sorgt für Zeitdruck…(to)

Die Amrum Touristik Nebel muss für ihre Werkstatt des Bauhofes eine neue Bleibe finden und strebt dabei eine gesamtinsulare Lösung an (Artikel vom 20.08.2008)

bauhof

Das Problem ist für die Amrum Touristik Nebel kein ganz neuer Hut, doch wurde es bisher nicht mit dem nötigen Nachdruck angegangen. Nun hat Bürgermeister Bernd Dell-Missier eine Galgenfrist bekommen, um eine Lösung zu finden und eine sofortige Schließung der Werkstatträume der AT Nebel abzuwenden. “Wir sind in einer misslichen Lage, was den Standort unser Werkstatt unterhalb des Feuerwehrgerätehauses angeht”, erklärte er auf der gemeinsamen Sitzung der drei Gemeindevertretungen. “Schon seit Jahren mahnt die Unfallkasse Schleswig-Holstein die örtlichen Gegebenheiten in der Werkstatt an und forderte in mehreren nachdrücklichen Schreiben die Gemeinde auf, dem Arbeitsschutz nachzukommen. Die Arbeiten, die im laufenden Betrieb des Bauhofes zu verrichten sind, dürften dort aufgrund von fehlenden Schutz- und Belüftungseinrichtungen sowie Mindestraummaßen nicht ausgeführt werden. Aufgrund der bereits geführten Gespräche mit den Nachbargemeinden und dem Bestreben einen neuen gesamtinsularen Bauhof zu bauen, haben wir nun eine Galgenfrist bis Ende 2009 erhalten”, erklärte Nebels Bürgermeister den anwesenden Gemeindevertretungen den Sachstand.
“Sollten wir nicht gemeinsam zu einem Ergebnis kommen, müssten wir dann alleine tätig werden. Allerdings immer mit dem Ziel vor Augen, dass dadurch eine gesamtinsulare Lösung zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen wird”, so Dell-Missier.
Für die Anwesenden galt es einen Grundsatzbeschluss zu fassen, in dem der Wille formuliert wurde, einen gemeinsamen Bauhof anzustreben. Eine Arbeitsgruppe, die aus den Bürgermeistern, Bauausschussvorsitzenden und den Tourismusausschussvorsitzenden besteht, soll die Konzepterarbeitung übernehmen, um möglichst bald einen Rahmen für weitere Entschlüsse zu schaffen. Norddorfs Gemeindevertreter Jens Quedens merkte an, dass ja bereits in der Phase der Infrastrukturentwicklungsplanung mit dem Unternehmen Projekt M eine Zusammenführung der Amrum-Touristiken vorgesehen war. Allerdings fehle es seiner Meinung nach an einem fertig ausgearbeiteten Konzept. Wie bereits bei dem Versuch eine gesamtinsulare Tourismus Management Gesellschaft (TMG) zu gründen, werde das Pferd wieder von hinten aufgezäumt und die “Salami-Taktik” angewandt. Die habe bereits häufiger dafür gesorgt, dass viel Geld versenkt wurde. Man beschließt irgendetwas, ohne zu wissen, was dabei genau herauskommt. “Ich bin grundsätzlich für einen gesamtinsularen Bauhof und sehe dabei auch die Einbeziehung der Forst- und Landschaftsbau GmbH als sinnvoll an, doch aufgrund des fehlenden Konzeptes stimme ich gegen diesen Grundsatzbeschluss”, so Quedens.
Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus betonte, dass sich die Arbeitsgruppe Ziele setzen müsse, die zu erarbeiten seien. Dabei müssen die Investitionen auf die Planungen abgestimmt werden. Leider konnte an diesem Abend nicht der gesamtinsulare Grundsatzbeschluss von allen drei Gemeinden gefasst werden. Wittdüns Gemeindevertretung war an diesem Abend nicht beschlussfähig und muss daher auf einer späteren Sitzung diese Entscheidung nachholen. Nebels Gemeindevertretung stimmte einstimmig und die der Norddorfer bei einer Gegenstimme für den Grundsatzbeschluss.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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